Das Zukunftswerk bringt Themen ins Sauerland – niedrigschwellig, verständlich und mittenrein.
Es ist ein Bild, das man so nicht alle Tage sieht: Ein Lastenrad rollt über ein Stadtteilfest, beladen nicht mit Einkäufen, sondern mit Ideen. Am Freitag, 8. Mai, steuert das Zukunftswerk genau dieses Bild bei – und bringt Digitalisierung dorthin, wo sonst Bratwurstduft und Kinderlachen dominieren: mitten ins Sauerland.
Zukunftswerk, kurz gefasst
Zukunftswerk vor Ort – Stadtteilfest Sauerland‚
Kosten: keine
Wann: Freitag, 8. Mai 2025, 15:00 bis 17:00 Uhr
Wo: Huttenstraße 46, 65199 Wiesbaden
Zwischen 15 und 17 Uhr wird das Stadtteilfest zu einer kleinen Zukunftswerkstatt. Kein Vortragssaal, keine Schwellen, kein Fachjargon, der abschreckt. Stattdessen: direkte Gespräche, spontane Begegnungen und ein Angebot, das sich nicht erklärt, sondern erleben lässt.
Digital trifft Alltag
Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Das Zukunftswerk verlässt feste Räume und sucht die Menschen dort auf, wo sie ohnehin zusammenkommen. Wer am Stand vorbeikommt, kann stehen bleiben, fragen, ausprobieren. Niemand muss sich anmelden, niemand muss Vorkenntnisse mitbringen.
Das Team erklärt, zeigt, diskutiert. Es führt durch die Welt digitaler Wiesbadener Angebote, spricht über Online-Dienste, über Verwaltung per Klick und über Kompetenzen, die heute fast so selbstverständlich sind wie der Gang zum Briefkasten – nur eben digital. Dabei geht es nicht um Technikverliebtheit. Es geht um Zugang. Und um die Frage, wie alle mitkommen.
KI zum Anfassen
Besonders lebendig wird es dort, wo Künstliche Intelligenz ins Spiel kommt. Statt abstrakter Begriffe stehen konkrete Erfahrungen im Mittelpunkt. Mit dabei sind auch wieder die sogenannten KI-Würfel. Sie laden dazu ein, selbst aktiv zu werden. Ein paar Eingaben, ein kurzer Moment – und schon reagiert die Maschine.
Was dabei entsteht, überrascht oft. Mal wirkt es verblüffend treffend, mal irritierend daneben. Genau darin liegt der Reiz: Besucher erleben unmittelbar, was KI kann – und was eben nicht. Das Zukunftswerk nutzt diese Momente, um einzuordnen. Es erklärt, ordnet ein, relativiert. So entsteht kein Technikmythos, sondern ein realistisches Bild. Chancen und Grenzen treten nebeneinander.
Ohne Schwelle, ohne Druck
„Wir wollen digitale Themen dorthin bringen, wo Menschen sind“, sagt Dezernentin Maral Koohestanian. Der Satz wirkt auf dem Papier schlicht – auf dem Fest bekommt er Gewicht. Denn hier zeigt sich, was gemeint ist: keine Barrieren, keine Hürden, keine Unsicherheit, ob man „mithalten“ kann.
Das Lastenrad wird so zum Symbol. Es steht für Bewegung, für Offenheit – und für den Versuch, Digitalisierung nicht von oben zu denken, sondern gemeinsam.
Mehr als ein Infostand
Am Ende bleibt mehr als ein kurzer Stopp auf dem Fest. Wer stehen bleibt, nimmt oft etwas mit: eine Idee, eine neue Perspektive, vielleicht auch den Mut, sich mit digitalen Themen näher zu beschäftigen. Mit dem Zukunftswerk vor Ort möchte die Stadt die digitale Teilhabe stärken. Berührungsängste abbauen. Und zeigen, dass Digitalisierung kein abstraktes Projekt ist, sondern längst Teil des Alltags.
Oder, um es weniger technisch zu sagen: Die Zukunft steht nicht irgendwo. Sie steht an diesem Nachmittag im Sauerland – auf zwei Rädern.
Symbolfoto © 2025 Volker Watschounek
Weitere Nachrichten aus der Siedlung Sauerland im Stadtteil Dotzheim lesen Sie hier.
Die Internetseite des Kinder- und Beratungs-Zentrum Sauerland finden Sie unter kbs-wiesbaden.de.



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