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Der erste Stich sitzt: Ministerpräsident Boris Rhein eröffnet die Spargelsaison in Darmstadt-Arheilgen.

Weißes Gold: Ministerpräsident eröffnet Spargelsaison

Mit dem ersten Stich beginnt in Hessen die Spargelsaison. Ministerpräsident Boris Rhein eröffnet sie feierlich und betont die wirtschaftliche Bedeutung. Trotz steigender Kosten hoffen Landwirte auf ein gutes Jahr – und Verbraucher auf frischen, regionalen Genuss.

Volker Watschounek 3 Wochen vor 0

Politik wirbt für Regionalität, Landwirte hoffen auf gute Erträge – trotz steigender Kosten und wachsender Herausforderungen.

Wenn in Hessen die ersten weißen Spitzen durch die Erde brechen, wird es offiziell: Die Spargelsaison beginnt. Und sie beginnt nicht leise. Auf einem Feld in Darmstadt-Arheilgen griff Ministerpräsident Boris Rhein selbst zum Messer, begleitet von der neuen Spargelkönigin Elena I. und Koch Stefan Pappert. Ein Ritual, das mehr ist als Symbolik.

Ein Gemüse als Wirtschaftsfaktor

Rhein sprach in Darmstadt Klartext: Spargel sei „das wichtigste Freilandgemüse in Hessen“. Und tatsächlich zeigt ein Blick auf die Zahlen, wie tief die Stangen im Boden der Landwirtschaft verwurzelt sind. Rund 6.500 Tonnen Ernte auf etwa 1.350 Hektar – das ist kein Nischenprodukt, das ist Strukturpolitik auf dem Teller.

Vor allem in Südhessen, in den Kreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und an der Bergstraße, wächst das weiße Gold. Doch auch rund um Wiesbaden halten Betriebe wie der Tannenhof, Bauer Lipp oder der Hof Erbenheim die Tradition lebendig.

Zwischen Handarbeit und Kostensteigerung

Die Idylle hat Risse. Rhein benennt sie offen: steigende Mindestlöhne, höhere Produktionskosten, strengere Auflagen. Spargel wächst nicht von allein – er wird gestochen, sortiert, verkauft. Viel Handarbeit, wenig Spielraum.

Gerade deshalb wirbt die Politik für Regionalität. Wer hessischen Spargel kauft, stützt nicht nur Landwirte, sondern auch ein System aus Feldern, Familien und kurzen Wegen. Orientierung bietet das Siegel „Geprüfte Qualität aus Hessen“.

Gute Bedingungen, große Erwartungen

In diesem Jahr schauen die Landwirte optimistisch auf ihre Felder. Der Winter brachte Kälte, die Pflanzen reagieren mit gleichmäßigem Wachstum. Erste Stangen zeigen sich schneeweiß und kräftig – beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison.

Doch Zeit bleibt knapp: Traditionell endet die Spargelsaison am 24. Juni, dem Johannistag. Dann ist Schluss. Punkt. Kein Nachschlag.

Symbolfoto ©2026 KI-generiert

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