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Kleine Shampoo

Streit um Mini-Shampoos: Hessen-Minister warnt vor falschen EU-Prioritäten

Während Europa über Verteidigung und Sicherheit ringt, plant die EU strengere Regeln gegen Verpackungsmüll in Hotels. Hessens Europaminister Pentz kritisiert die Prioritäten aus Brüssel – und macht Mini-Shampoos zum Symbol einer grundsätzlichen Debatte über Europas Zukunft.

Kyra Intelliana 7 Stunden vor 0

EU will Einwegprodukte in Hotels verbieten. Pentz kritisiert falsche Prioritäten und fordert Fokus auf Sicherheit und Verteidigung.

Während Europa über Aufrüstung, Sicherheitspolitik und geopolitische Spannungen debattiert, rückt in Brüssel ein anderes Thema in den Fokus: Verpackungsmüll. Genauer gesagt: Mini-Shampoos im Hotelbad.

Hessens Europaminister Manfred Pentz hält das für ein schiefes Bild. „Wir müssen unser Europa verteidigen, statt kleine Shampoos verbieten“, sagt er. Während die Europäische Union vor historischen Herausforderungen stehe, verliere sie sich im Detail. Statt Verteidigungsunion und Raketenabwehrschirm diskutiere man Milliliterangaben auf Hotelregalen.

Kritik an Prioritäten

Pentz stellt klar, dass er das Ziel nicht infrage stellt. Weniger Verpackungsmüll? Selbstverständlich sinnvoll. Die Hotellerie habe längst reagiert. Viele Häuser ersetzen Einwegfläschchen durch fest installierte Spender. Frühstücksbuffets verzichten zunehmend auf Portionspackungen. Der Markt bewegt sich also bereits.

Doch der Minister warnt vor Überregulierung. Europa müsse sich auf Sicherheit, Verteidigung und Bürokratieabbau konzentrieren. Wer die Europäische Union stärken wolle, müsse strategisch denken. „Sicherheit, Verteidigung und Bürokratieabbau gehören dazu. Mini-Shampoos nicht.“

Hintergrund zur EU-Verpackungsverordnung

Grundlage der Debatte ist die neue EU-Verpackungsverordnung. Sie gilt bereits seit einem Jahr. Ab 2030 dürfen Beherbergungsbetriebe keine Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenprodukte mehr in Einwegverpackungen bereitstellen. Das betrifft neben Shampoo auch Zahnputzsets, Rasierer oder Lotionen in Kleinformat.

Die EU verfolgt damit ein klares Ziel: Sie will Verpackungsmüll deutlich reduzieren und Ressourcen schonen. Gerade im Tourismussektor fallen enorme Mengen an Einwegplastik an. Kritiker wie Pentz fragen jedoch, ob der Zeitpunkt passt.

Europa steht vor sicherheitspolitischen Umbrüchen. Gleichzeitig ringt die Wirtschaft mit Bürokratie und Wettbewerbsdruck. Die Diskussion über Verpackungsmüll wird damit zu einer Grundsatzfrage: Setzt die EU die richtigen Prioritäten?

Die Antwort fällt je nach Perspektive unterschiedlich aus. Sicher ist nur: Das kleine Shampoo entfacht eine große Debatte.

Symbolfoto ©2026 AI / Wiesbaden lebt!

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