„Wir müssen unser Europa verteidigen, statt kleine Shampoos verbieten. Während die EU vor historischen Herausforderungen steht, zählt Brüssel Milliliter. Das sind mal wieder völlig falsche Prioritäten. Wir brauchen mehr Europa im Großen und weniger Bürokratie im Kleinen“, so Pentz. Konkrete Beispiele für den hessischen Minister: „Eine echte Verteidigungsunion, ein Raketenabwehrschirm und eine gemeinsame Armee. Wer Europa ernsthaft stärken will, setzt Prioritäten statt Paragraphen.“
Gegen das Bestreben, den Verpackungsmüll zu reduzieren, sei grundsätzlich gar nichts einzuwenden. Und wirksame Maßnahmen seien ja von der Hotelbranche schon auf den Weg gebracht. „Viele Ketten haben die kleinen Fläschchen längst mit befestigten Spendern in den Duschen ersetzt. An den Frühstücksbuffets findet man kaum noch Einwegportionen. Das sind wirksame Schritte“, so Staatsminister Pentz.
Aber in der aktuellen Situation brauche man Europa für die wichtigen Dinge statt noch mehr Regulierung. „Sicherheit, Verteidigung und Bürokratieabbau gehören zweifellos dazu. Mini-Shampoos nicht.“
Hintergrund
Grundlage für den Schritt der EU-Kommission ist die EU-Verpackungsverordnung, die bereits seit einem Jahr in Kraft ist. Ab 2030 sollen demnach Beherbergungsstätten keine Kosmetik-, Hygiene und Toilettenprodukte mehr in Einwegverpackungen bereitstellen. Betroffen sind neben den Mini-Shampoos auch Zahnputzsets, Rasierzubehör oder Pflegelotionen in kleinen Flaschen oder Tütchen.




