ESWE Versorgung spendet 5000 Euro an „Schulpaten helfen“ und stärkt gezielt Kinder, denen im Schulalltag finanzielle Mittel fehlen.
In der Adventszeit rückt die Frage nach Verantwortung näher an den Alltag. Während Lichterketten flackern und Wunschlisten wachsen, bleibt für manche Kinder der Schulalltag eine tägliche Herausforderung. Genau dort setzt die diesjährige Weihnachtsspende der ESWE Versorgung an: 5000 Euro fließen in das städtische Projekt „Schulpaten helfen“.
Verzicht mit Wirkung
Statt Präsentkörbe und Kundengeschenke zu verteilen, entscheidet sich ESWE Versorgung auch in diesem Jahr bewusst für einen anderen Weg. „Wir verzichten am Jahresende seit Langem auf Geschenke für unsere Geschäftskunden“, sagt Jörg Höhler, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. „Das Geld investieren wir lieber dort, wo es konkret hilft.“ Die Spende soll nicht glänzen, sondern wirken – leise, zielgerichtet und ohne Umwege.
Armut zeigt sich im Klassenzimmer
Wiesbaden gilt als wohlhabende Stadt. Doch der Blick hinter die Fassaden offenbart Brüche. „Kinderarmut zeigt sich oft im schulischen Alltag“, sagt Hendrik Schmehl, Schuldezernent der Landeshauptstadt. Wenn der Schulranzen fehlt, die Klassenfahrt unbezahlbar bleibt oder das warme Mittagessen ausfällt, gerät Teilhabe ins Wanken. Das Projekt Schulpaten helfen springt genau dann ein – schnell und unbürokratisch.
Hilfe, die ankommt
Koordiniert wird das Projekt im Dezernat III. Ruth Ewen erklärt das Prinzip: Lehrkräfte stellen die Anträge. Sie kennen die Situation der Schülerinnen und Schüler und können einschätzen, wo Unterstützung nötig ist. So erreicht die Hilfe jene, die sie brauchen, ohne zusätzliche Hürden für Familien aufzubauen.
Verantwortung über den Zählerstand hinaus
Auch Oliver Malerius, Vorstandsmitglied von ESWE Versorgung, betont die gesellschaftliche Dimension der Spende. Niemand solle wegen der finanziellen Lage der Familie ausgegrenzt werden. Bildung entscheide über Chancen, nicht der Kontostand der Eltern.
Die Weihnachtsspende wirkt damit wie ein Gegenentwurf zur schnellen Geste. Sie setzt auf Kontinuität, Vertrauen und Nähe zur Stadt. Und sie erinnert daran, dass Solidarität nicht laut sein muss, um nachhaltig zu sein. Gerade in der Weihnachtszeit entfaltet diese Haltung ihre stille Kraft.
Foto – Oliver Malerius, Ruth Ewen, Hendrik Schmehl und Jörg Höhler v.l.n.r.
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Mehr zum Projekt Schulpaten helfen auf der Website der Landeshauptstadt..



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