Die ELW schenkt den Schülern der 122 Schulklassen an 32 Wiesbadener Schulen insgesamt 2.583 Trinkbecher, um Abfall zu vermeiden.

Die Aktion ist bekannt. Seit 2002 erhalten Wiesbadens Schüler zum ersten Schultag nicht poppige Ranzen und eine prall gefüllte Schultüte mit manchen Überraschungen, sondern auch den Moffel-Poffel Trinkbecher.

„Die Trinkbecher helfen, Abfall zu vermeiden“ – Bürgermeister Dr. Oliver Franz

Den Inhalt für die Trinkbecher, den organisieren die Eltern gemeinsam mit den Lehrern. Sie kümmern sich darum, dass es beispielsweise anstelle von Einweggetränkepäckchen im Schulranzen Mineralwasserkästen im Klassenzimmer gibt.

3 Millionen Getränkepäckchen

Rechnet man hoch, was zusammen käme, wenn die neuen Wiesbadener Schüler während ihrer vierjährigen Grundschulzeit die Moffel-Poffel-Becher nicht nutzen würden, entstünde ein Berg aus rund drei Millionen Getränkepäckchen. Abfall, der sich vermeiden lässt!

Hintergrund

Wie groß das Müllproblem durch Einwegbecher und Einwegdosen tatsächlich ist –  ist alles andere als klar. Allein bei den Kaffeebechern von Starbucks & Co. gehen die Experten in Deutschland von 320.000 Bechern pro Stunde aus. Das entspräche rund 2,8 Milliarden Kaffeebechern pro Jahr , so die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die bei ihren Berechnungen von einem pro Kopf und Jahr Kaffeekonsum von 162 Litern ausgegangen ist.

Abfallvermeidung

Den Zahlen der DUH stehen die Zahlen des Umweltbundesamtes gegenüber. Im Jahr 2012 hat die Behörde aus den Daten der Abfallwirtschaft und Umweltstatistiken ermittelt, dass 106.000 Tonnen Wegwerfbecher in Deutschland verbraucht worden seien: nicht nur Kaffeebecher, sondern auch solche für Kaltgetränke sowie die kleinen Rührstäbchen aus Plastik. Lassen wir die Theorie. Freuen wir uns, dass in Wiesbadens Schulen wieder zum ersten Schultag auf die Abfallvermeidung geachtet wird.

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