Der Laien erhält mit interessant konstruierten Charakteren spannende und sehr reale Einblick in die Welt des Drogenhandels im Kleinkriminellenmilieu.

Zoë Beck, geboren als Henrike Heiland im Lahn-Dill Kreis, wuchs zweisprachig auf und pendelt zwischen Großbritannien und Deutschland. Am Donnerstag ist die Wiesbadener Krimistipendiatin 2019 zu Gast im Litaraturhaus. KrimiMärz, kurz gefasst

KrimiMärz, kurz gefasst

Gespräch und Lesung – Die Lieferantien
Wann: Donnerstag, 7. März, 20:00 Uhr
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: 8,00 Euro, ermäßigt 7,00 Euro zuzüglich (nur Abendkasse)

Im Gespräch mit Gerwig Epkes vom SWR stellt Beck, die aktuell tun der Landeshauptstadt für einen neuen Roman recherchiert, zum Auftakt des dritten KrimiMärz ihren aktuellen Thriller Die Lieferantin vor. In „dem Thriller entwirft die Schriftstellerin ein Bild von London nach dem Brexit: Nationalisten versuchen, eine knallharte Drogenpolitik durchzusetzen, der Rechtskurs der Bürgermeisterin ruft Demonstranten auf die Straßen. Ellie Johnson, die Lieferantin, bringt Drogen in höchster Qualität per Drohne zu ihren Kunden. Praktisch die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von Ellies Geschäftsmodell bedroht und setzt ein Kopfgeld auf sie aus.

„So komplex die Handlung, so rasant liest sich dieser Roman weg, den als ‘Thriller‘ zu bezeichnen – rein literarisch gesehen – eigentlich eine Untertreibung ist. … Und nicht nur in handwerklicher Hinsicht ragt dieser Kriminalroman weit heraus aus der großen Genre-Masse.« – Katharina Granzin, taz. die tageszeitung 18.11.2017

Die Geschichte um die „Lieferantin“ ist eine ebenso spannende wie beklemmende Mixtur aus Gesellschaftskritik und Gangsterthriller. Ein politischer Kriminalroman, der an die Gegenwart andockt und diese konsequent weiterinterpretiert. Er  zeigt eine Ansammlung von Ereignissen, die alle miteinander zusammen hängen und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

KrimiMärz, kurz gefasst

Gespräch und Lesung – Westend
Wann: Donnerstag, 31. Januar 2019, 17:30 Uhr
Wo: Caligari Film-Bühne, Marktplatz 2, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: 9,00 Euro, ermäßigt 7,00 Euro, zzgl. Vorverkaufsgebühr

Am 9. März ist dann Volker Kutscher, der Krimistipendiat des letzten Jahres, in der Caligari Filmbühne. Kutscher stellt im Filmtheater seinen Wiesbaden-Kurzkrimi Westend vor. Kutscher hat seinen Wiesbaden-Kurzkrimi im Jahr 1937 angesiedelt: Im Westend lebt ein Weinlieferant, ein Mann mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, der offensichtlich nicht entdeckt werden will. Als er eines Tages nach einem langen Arbeitstag heimkehrt, findet er eine Leiche in seiner Wohnung und eine Frau, die er aus gemeinsamen Berliner Tagen kennt: die Gräfin Sorokina. Sie bittet den Mann um Hilfe, und um sein Geheimnis zu wahren, willigt er ein. Er hilft ihr und wird in einen Erpressungsfall hineingezogen. Es geht um viel Geld, um Sowjets und Nazis und um ein Geheimnis, das um jeden Preis gewahrt werden muss.

Moderiert wird der Abend von der Krimi-Expertin Margarete von Schwarzkopf. Im Anschluss an die Lesung läuft ab 21:00 Uhr die Arthur Conan Doyle-Verfilmung Der Hund von Baskerville von Carl Lamac aus dem Jahr 1937. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr.

Zur Person Zoë Beck

Zoë Beck wurde 1975 im Lahn-Dill-Kreis geboren. Sie lebt in Berlin, leitet zusammen mit Jan Karsten den Culturbooks-Verlag und arbeitet als Synchronregisseurin für Film und Fernsehen. 2010 erhielt sie den „Friedrich-Glauser-Preis“ in der Sparte „Kurzkrimi“, 2016 den „Deutschen Krimi Preis“.

Zur Person Volker Kutscher

Volker Kutscher wurde 1962 im Bergischen Land geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte arbeitete er zunächst als Tageszeitungsredakteur. 2007 begann er mit dem Roman „Der nasse Fisch“ seine Serie um Kriminalkommissar Gereon Rath, die den Stoff für die international erfolgreiche TV-Serie „Babylon Berlin“ lieferte.

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