Die Lebensweise der Königspython ist im Detail weitgehend unbekannt. Als gesicherte gilt aber, dass er dämmerungs- und nachtaktiv ist. Tagsüber scheint sie sich gerne zu sonnen.

Am Mittwoch, den 19. Oktober wurde eine Streife der Wasserschutzpolizeistation Wiesbaden zu einer Fundsache der exotischen Art gerufen. Der Betreiber einer Bootswerft hatte auf seiner Steganlage eine Königspyton entdeckt. Offensichtlich genoss die Schlange  die letzten Sonnenstrahlen des Altweibersommers auf den Holzplanken des Stegs. Die Streife staunte nicht schlecht, als sie das Reptil entdeckten. Nach ersten Recherchen musste es sich um eine Königspython handeln, die zum Glück nicht giftig ist.

Polizei weckt Fluchtinstinkt

Beim Anblick der blauen Uniform der Beamten versuchte die Python die Flucht zu ergreifen. Da die Tierrettung der Stadt Wiesbaden noch nicht eingetroffen war, musste dringend gehandelt werden. Bewaffnet mit Eimer, Handschuhen und Schlagstock konnte die Flucht der Schlange vereitelt und das Tier anschließend der Tierrettung übergeben werden. Die Herkunft der Schlange ist bislang unklar. Es wurde ein
Strafverfahren wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Königspython und Mensch

Sollten Sie mit der Haltung Ihres Tieres überfordert sein, wenden sie sich bitte an qualifiziert Institutionen in ihrer Nähe. Dieser Aufwand sollte ihnen ihr geliebtes Haustier wert sein.

Der Königspython wird in großen Mengen für die Terrarienhaltung gezüchtet und gefangen. Er wird aufgrund seiner Schönheit, seiner vergleichsweise geringen Größe und des geringen Verkaufspreises sehr häufig gehalten, was offensichtlich einer der Gründe ist, warum in der Terraristik bisher 73 unterschiedliche Farbvariationen (=Morphen) gezüchtet wurden.

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Königspythons steht auf der Vorwarnliste

Genaue Zahlen aus dem Gesamtverbreitungsgebiet der Art sind nicht verfügbar, aber allein aus Ghana wurden von 1989 bis 1993 insgesamt 98179 Königspythons exportiert, davon 29935 nach Europa. Obwohl die Art lange als ungefährdet galt, führt die IUCN Königspythons mittlerweile auf der Vorwarnliste (potentiell gefährdet), da aufgrund der starken Nutzung für den Haustierhandel sowie als Nahrungs- und Lederlieferant die Bestandszahlen stetig sinken und die Art zumindest lokal verschwinden könnte. Königspythons waren in landwirtschaftlich genutzten Bereichen häufig und spielen dort vermutlich eine wichtige Rolle bei der Regulation von ernteschädlichen Nagetieren, weshalb sie bei den Bauern dort gern gesehene Gäste sind. In einigen Gebieten Ghanas und auch Benins gilt die Art sogar als heilig und darf nicht getötet werden, auch außerhalb dieser Gebiete werden die Schlangen dort nur selten getötet. (Quelle: Wikipedia)

Bild Oben: Schlange wird von der Wasserschutzpolizei eingefangen @2022 Wasserschutzpolizei

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Weitere Informationen zur Königspython finden Sie unter www.zooroyal.de

 

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