Wiesbaden hat mehr zu entdecken als das Rheinufer, den Kurpark oder das Nerotal. Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen – verwandeln das Goldsteintal zu einem Natur-Paradies.

Im Gegensatz zu den vielen Hot Spots in Wiesbaden war es Ostersonntag im Goldsteintal verhältnismäßig ruhig. An einer Hand konnte man die Spaziergänger abzählen, denen man auf einer 75-Minuten-langen-Runde begegnete. Wo man hinblickte, die Natur genießt die Ruhe und sucht sich ihre Wege. Das junge Grün völlig unberührt. Auf dem Weg dorthin die vielen Magnolien und Krokusse & Co, die mit ihren bunten Farben die Tristesse durchbrechen. Die Natur bietet jetzt wunderbare Frühlingsmotive. Darauf haben die Fotografen nur gewartet.

Wer aufmerksam durch Wiesbadens Grünanlagen und Wälder geht, sieht wie zaghaft die Natur erwacht ist und heranreift. Bei den angenehmen Temperaturen, geht alles plötzlich ganz schnell. Wiesbaden und die Welt werden bunter und Hummel & Co durchbrechen die Stille auf ‚Terrassien‘ und ‚Balkonien‘. Der Frühlingsanfang gibt mit seinen Bildern jetzt Impressionen, die sich für den Rest des Jahres so nicht mehr ergeben. Auch in der Literatur ist man sich dessen bewusst. Unzählige Gedichte berichten ausschweifend von der Faszination Frühling.

Frühling, von Auguste Kurs (1815-1892)

Und wieder ziehn am Himmelsbogen
Die hellen Frühlingswölkchen her,
Gleich Schwänen kommen sie gezogen
Vom Süd auf blauer Lüfte Meer.

Und mit den Wolken kehren wieder
Die Schwalben auf der luft’gen Bahn
Getreu zum gleichen Dach hernieder,
Wie sie vor Jahren schon gethan.

Sie zwitschern hell nach alter Weise
Vom Winter in der Wüste Sand,
Von ihrer pfeilgeschwinden Reise
Zur Heimat über Meer und Land.

Nun schwirren Käferchen und Immen,
Die Wellen plaudern fort und fort,
Es einen sich viel tausend Stimmen
Zu einem jubelnden Akkord.

Jedwede glänzend braune Hülle
Der grünen Blättchen ist gesprengt,
Unzählbar ist der Blume Fülle,
Die sich aus duft’ger Erde drängt.

Es klingt aus goldner Bläue nieder
Und auf zum Äther fern und nah
Und hallt in jedem Herzen wieder:
Der Himmelsbote, er ist da!

Nach langer, banger Wintertrauer
Aufatmet alles, was da lebt,
Es ist, als ob ein Wonneschauer
Die ganze Frühlingswelt durchbebt.

Als ob ein eigner Zauber walte
In wundersel’ger Maienzeit,
Daß sich das Alte neu gestalte
Zu nie geahnter Herrlichkeit.

Natur, die reiche, ewig treue,
Dasselbe beut sie jedes Jahr,
Doch jeder Frühling macht auf’s neue
Die alten Wunder offenbar.

Frühlingserwachen in Wiesbaden (Impressionen)

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Fotos: Volker Watschounek und Ralf Brinkmann (Schlosspark)

Habt Ihr auch schöne Frühlingsimpressionen gesammelt, dann scheut euch nicht diese fotografisch festzuhalten und uns zu schicken. Um so mehr Bilder und um so lückenloser Wiesbadens Frühling in diesem Jahr festgehalten wird, um so mehr freuen sich zuhause am Frühling teilzuhaben. Bitte schickt die Bilder an fruehlingsimpressionen@wiesbaden-lebt.de oder ladet Sie als Kommentar bei Facebook hoch. ∆

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