20131 Straftaten in 2018 stehen im Gesamtaufkommen 19898 Straftaten im vergangenem Jahr gegenüber. Die Anzahl der festgestellten Delikte ist damit um 233 Fälle zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang um 1,1 Prozent.

Rückblick. Wiesbadens Polizisten und Fachkommissariate haben im vergangenen Jahr gute Arbeit geleistet. Von 20131 Fällen wurden insgesamt 12981 Straftaten aufgeklärt. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 64,5 Prozent und damit einem neuen Höchststand. Dabei gibt Delikte, die das Sicherheitsempfinden der Bürger einer Stadt besonders beeinflussen. Auch in Wiesbaden ist das die sogenannte Straßenkriminalität, sind das vor allem Taten, die auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen begangen werden. Außerdem wird das Sicherheitsgefühl in besonderem Maße von Einbrüchen mit geprägt.  Umso erfreulicher ist es, dass gerade im Bereich der Wohnungseinbrüche deutlich weniger als noch im Vorjahr zu verzeichnen sind.

Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass es zwischen 2006 und 2018 insgesamt 5555520 Straftaten gab. Das entspricht 6710 Delikte pro 100000 Bürger. Im Jahr 2018 gehen allein 1936315 Fälle auf polizeilich erfasste Diebstahldelikte zurück. – Destatis

Im Jahr 2019 ist auch die Zahl der Straftaten im Bereich der Straßenkriminalität um 281 auf 3858 Fälle zurückgegangen. Zum ersten Mal seit 1989 wurden weniger 4000 Taten pro Jahr registriert. Wiesbadens Polizeipräsident führt das insbesondere auf das gezielte Vorgehen gegen Mehrfach- und/oder Intensivtäter sowie auf die hohe Präsenz von Polizeikräften im öffentlichen Raum zurück.

„Wir wissen, dass die Menschen Wohnungseinbrüche als besonders einschneidend und gravierend empfinden, was nicht selten schlimme Folgen für die Opfer hat. Daher ist der Rückgang der Fallzahlen für Wiesbaden eine äußerst positive Entwicklung, aber auch ein Beleg für die gute Arbeit der Polizei.“ – Polizeipräsident Stefan Müller

Positiv ausgewirkt hat sich nach Einschätzung der Verantwortlichen auch die Einführung der Waffenverbotszonen in der Innenstadt. Die Erfahrungen zeigen, dass sie die Maßnahmenals probates Mittel sowie als Teilelement der Gesamtstrategie bewährt haben, um Wiesbadens Innenstadt sicherer zu machen. Damit ist Waffenverbotszone zu einem wichtigen Baustein der Sicherheitsarchitektur geworden. Eingebettet in das Gesamtkonzept Gemeinsam Sicheres Wiesbaden, das medial auf allen Kanälen begleitet wurde, hat wirkt sich das positiv auf das Sicherheitsgefühl der Bürger aus.

„Die Ergebnisse der Kontrollen zeigen eindrucksvoll, dass nach wie vor zu viele Menschen mit Messern unterwegs sind, obwohl die Entwicklung rückläufig ist.“ – Dr. Oliver Franz

An insgesamt 104 gemeinsamen Kontrolltagen im Rahmen des Programmes Gemeinsam Sicheres Wiesbaden, haben die Einsatzkräfte der Stadt, des Polizeipräsidiums Westhessen und der Hessischen Bereitschaftspolizei im Verlauf des vergangenen Jahres starke Präsenz gezeigt und den Kontrolldruck auf der Straße spürbar erhöht. Daneben führt die Stadtpolizei fast täglich punktuelle Kontrollen in der Waffenverbotszone durch. Als Ergebnis dieser Maßnahmen haben Wiesbadens Polizisten in der Waffenverbotszone 6384 Personen kontrolliert und dabei 132 Gegenstände sichergestellt. In 110 Fällen hat es sich dabei um ein Messer gehandelt.

„Unsere Maßnahmen belegen, dass die Prognosen in Bezug auf die Örtlichkeiten und die erzielten Ergebnisse der getroffenen Maßnahmen richtig waren und das die Einrichtung der Waffenverbotszone nicht nur ihre Berechtigung gefunden hat, sondern auch positive Außenwirkungen.“ – Bürgermeister Dr. Oliver Franz

Von den bislang eingeleiteten Verfahren wegen festgestellter Verstöße sind mittlerweile 59 Verfahren rechtskräftig. Die überwiegende Anzahl von Sicherstellungen der aufgefundenen Gegenstände erfolgte in der Fußgängerzone, vor allem am Ende der Langgasse und am Mauritiusplatz. Ein weiterer Schwerpunkt bildet der Bereich rund um den Platz der Deutschen Einheit. Die Sicherstellungen erfolgten zum größten Teil bei männlichen Personen, wobei es sich bei Besitzern von 100 sichergestellten Gegenständen um Bürger aus Wiesbaden handelte.

„Wir gehen auch weiterhin gegen die Unkultur des Messertragens vor. Unsere polizeilich präventive Arbeit im öffentlichen Raum dient unmittelbar zur Verhinderung von Straftaten.“ – Polizeipräsident Stefan Müller

Neben den gezielten Maßnahmen in der Waffenverbotszone und dem Vorgehen gegen Intensivtäter haben Wiesbadens Stadtpolizisten und mit den Einsatzkräften vom Polizeipräsidium Westhessen, im Rahmen des Fußstreifenkonzeptes an 67 Tagen mit Fußstreifen Präsenz gezeigt. Für die Belange der Bürger sowie für Gewerbetreibende waren die Einsatzkräfte so unmittelbar ansprechbar. Die beteiligten Behörden werden zukünftig auch weiter eng im Sinne der Bevölkerung zusammenarbeiten.

„Wir alle wissen, was der Einsatz eines Messers bei einer körperlichen Auseinandersetzung für katastrophale Folgen haben kann. Oft liegt zwischen Leben und Tod nur ein schmaler Grat. Daher trägt jedes Messer, welches wir in der Waffenverbotszone sicherstellen, zur Sicherheit bei.“ – Polizeipräsident Stefan Müller

Um weitere Vorhaben zu optimieren, hat das Amt für Statistik und Stadtforschung im Auftrag des Präventionsrates der Landeshauptstadt, Ende des vergangenen Jahres, eine repräsentative Befragung der Bevölkerung im Alter von 16 bis 29 Jahren durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass die jungen Leute ein erhöhtes Risiko für die eigene Sicherheit nicht darin sehen, Opfer einer schweren Straftat zu werden, sondern Unsicherheiten vielmehr das Resultat eines zunehmend gestörten sozialen Miteinanders im öffentlichen Raum sind. Die Ergebnisse der Befragung haben außerdem dazu beigetragen, potentielle Angsträume in der Stadt zu identifizieren und die Grundlagen für weitere Sicherheitsprojekte zu liefern. Eines dieser weiteren Projekte ist die Präventionsinitiative KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel).

Präventionsinitiative KOMPASS

Die Befragung von Amt für Statistik und Stadtforschung hat ergeben, dass das Westend und insbesondere auch der Platz der Deutschen Einheit, großen Einfluss auf das Sicherheitsgefühl junger Menschen hat. Damit könnte es gelingen, mit gezielten Maßnahmen eben in diesen Bereichen das Sicherheitsgefühl in Wiesbaden weiter zu steigern. Im Rahmen der Präventionsinitiative KOMOPASS werden daher im passgenaue Lösungen für die Bedürfnisse der Bevölkerung im Westend entwickelt.

Mehr Sicherheit für Wiesbaden

Auf Grundlage der Erfahrungen und Analyse werden in Zukunft weitere ämterübergreifende Ansätze erarbeitet, wobei auch Maßnahmen der Stadt – und Landespolizei eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus ist die Fortsetzung des Austausches zwischen der Stadt Wiesbaden, der Polizei, zwischen Gewerbetreibenden sowie´ Bürgern von entscheidender Bedeutung, damit unter der Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten im Bereich des Westends angepasste Maßnahmen vor Ort zu einem Erfolg geführt werden können. Gemeinsames Ziel ist es, durch die Optimierung aller Maßnahmen, für mehr Sicherheit im Sinne der Wiesbadener zu sorgen.

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Die offizielle Internetseite vom Polizeipräsidium Westhessen finden Sie unter www.polizei.hessen.de.

 

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