Stadt – Jugend – Stil: Es gab keine Denkgrenzen für die Künstler. In einer Sonderausstellung zeigt das Stadtmuseum auf welch einen fruchtbaren Boden die Reform-Ideen in Wiesbaden gefallen sind.

Historische Zeugnisse und Exponate aus den Sammlungen der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden sowie institutioneller wie privater Leihgeber führen durch die Ausstellung. Sie enthüllen, inwiefern die Aufbruchstimmung von damals bis heute seine Wirkung hat. Beleuchtet wird die Zeit zwischen 1880 und 1932.

sam – Stadtmuseum am Markt, kurz gefasst

Stadt – Jugend – Stil – Lebensreform in Wiesbaden
Wann: 23. Oktober 2019 bis 29. März 2020
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 11:00 bis 17:000 Uhr
Geschlossen an Karfreitag, Pfingstmontag, Heiligabend, 24. Dezember, 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, Silvester, 31. Dezember, Neujahr, 1. Januar
Eintritt: 6,00 Euro, ermäßig 4,00 Euro Führung + 3,00 Euro
Wo: sam – Stadtmuseum am Markt, Marktplatz 3, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)

Jugendstil gleich Wendezeit. Die kunstgeschichtliche Epoche zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert wird gerne auch Art nouveau genannt. Es ist eine Zeit, die vom Abbruch gekennzeichnet ist. In Europa sind es verschiedene Strömungen und verschiedene Namen die die Zeit kennzeichnen – der Reformstil (nach der Reformbewegung), der Secessionssti (nach der Wiener Secession), Modernisme (bezogen auf Katalonien), in Russland Modern, tschechisch Secese, slowakisch Secesia, polnisch Secesja, ungarisch Szecesszió.

Jugendstil: Sehnsucht nach Natur

Von den deutschsprachigen Zentren des Jugendstils Wien, Berlin, Weimar und Darmstadt fließen viele Impulse in Wiesbadens Stadtentwicklung. Die Zeichen alter Tage sind in Wiesbaden überall in der Architektur zu bestaunen, im Heil- und Badebetrieb – bis hin ins Geschäftsleben. Die Schlagworte Jugendstil und Lebensreform – stehen für die Sehnsucht nach mehr Natur in der Kultur, für ein gesünderes Leben und mehr Freude am Körper.

Jugendstil in Wiesbaden

Um die Jahrhundertwende werden in Wiesbaden neue Erholungs- und Sportanlagen eröffnet, ein stadtnahes Licht- und Luftbad, ein vegetarisches Restaurant. Im neuen Hauptbahnhof und im neuen Kurhaus werden – dem historistischen Geschmack Kaiser Wilhelms II. zum Trotz – Jugendstil-Details „eingeschmuggelt“, Trinkwasser-Brunnen in diesem Stil werden gebaut. Die Stadt krönt ihre Glanzzeit mit einer stolzen Selbstdarstellung, der „Ausstellung für Handwerk und Gewerbe, Kunst und Gartenbau“ im Jahr 1909. Die Weltausstellung im Kleinformat lockt über eine Million Besucher an, ist online auf der Seite der Stadt nachzulesen und im Stadtmuseum facettenreich dokumentiert.

Eintauchen

Mitmach-Stationen wie ein Mustergenerator oder eine Stereoskop-Apparatur runden das breite Angebot ab und laden die Besucher ein, selbst kreativ zu werden. Hier können Sie ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.  Der Eintritt in die Ausstellung beträgt sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung gibt es jeweils sonntags, von 14:00 bis 15:00 Uhr, am: 2. Februar 2020 und 8. März 2020.

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Die offizielle Internetseite des Stadtmuseums finden Sie unter www.wiesbaden.de

 

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