Es war nicht der Tag von des VC Wiesbaden. In den entscheidenden Momenten schlichen sich zu viele Fehler ein. Aber es war knapp.

Das Spielanfang der Damen vom VC Wiesbaden war durchaus vielversprechend. Lauren Plum konnte dank stabiler Annahme die Bälle gleichermaßen an die Angreiferinnen verteilen, um sie so ins Spiel zu bringen. Straubing, die mit Ex-VCW-Spielerin Celine Stöhr in der Starting-Six spielten, fanden ebenso schnell in die Partie. So wechselte die Führung über weite Strecken des Satzes hin und her, ohne dass sich ein Team entscheidend absetzen konnte. Nach der zweiten technischen Auszeit (16:13) war es Straubing, der das Zepter an sich riss und mit mutigen Angriffen21:16 davonzog und den Satz mit 25:22 für sich entschied.

„Am Ende war es die Durchschlagskraft im Angriff, die uns gefehlt hat, um die wichtigen Punkte nicht an Straubing abzugeben.“

Tanja Großer, VCEW-Außenangreiferin

Im zweiten Durchgang spielten beide Teams lange zeit auf Augenhöhe. Bis zum Stand von 22:22 konnte sich kein Team vom Gegner absetzen. Dann erzielte Celine Stöhr mit einem mutigen Side-out das 23:22. Im Anschluss folgte ein langer entscheidender Ballwechsel, bei dem die VCW-Mädels mehrere gute Chancen liegen ließen. Schließlich war es Magdalena Gryka, die für NawaRo die Chance nutzte und auf 24:22 für erhöhte. Aus der eigenen Annahme hatte der VCW nun die Chance auf 24:23 zu verkürzen. Es fehlte jedoch die Präzession und so flog der Angriffsschlag von Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus ohne Touch ins Aus und Straubing ging mit einer 2:0 Führung in die Satzpause.

„Am Ende waren es heute sehr wenige Punkte, die über Sieg oder Niederlage entschieden haben. Wenn wir es schaffen, an diesen Stellen unsere Nervosität abzulegen, dann gewinnen wir Spiele wie dieses auch. Wir arbeiten dran!“

Laura Plum, VCW-ZUspielerin

Im dritten Satz änderte das Team um Headcoach Christian Sossenheimer seine Taktik. Zuspielerin Plum spielte nun verstärkt die Mittelblockerinnen an – mit Erfolg. Kapitänin Selma Hetmann punktete zur 4:6-, 4:7- und 5:8-Führung für den VCW. Nun spielten sich die VCW-Mädels – beflügelt von den lautstarken VCW-Fans – in einen regelrechten Rausch. Nach vielen Punktserien stand es zwischenzeitlich sogar 13:19 und alles sah nach dem ersten Satzerfolg in der neuen Spielzeit aus. Dann aber drehten die Straubingerinnen noch einmal auf und brachten ihr gesamtes Können aufs Feld. Durch mutige Angriffsschläge und spektakuläre Abwehraktionen kamen die Gastgeberinnen auf 23:23 heran. Dank eines cleveren Angriffsschlages an den Block verschaffte Diagonalangreiferin Renate Bjerland dem VCW trotzdem noch einen Satzball, der aber aufgrund eines Aufschlagsfehlers nicht genutzt werden konnte. Beim Spielstand von 24:24 waren es wieder die Nerven, die den VCW-Spielerinnen im Weg standen: Zunächst scheiterte Großer beim Versuch, den Block anzuschlagen und anschließend blieb Bjerland mit ihrem Angriffsschlag im Block hängen. Somit ging auch der dritte Satz an die Niederbayerinnen, die nun die ersten drei Punkte auf ihrem Konto verbuchen können.

„Mein Team hat heute auf der einen Seite sehr um jeden Punkt gekämpft und sich richtig in das Match reingekniet.“

Christian Sossenheimer, VCW-Trainer

Christian Sossenheimer blickte bereits kurz nach Abpfiff nach vorne: „Mein Team hat heute auf der einen Seite sehr um jeden Punkt gekämpft und sich richtig in das Match reingekniet. Auf der anderen Seite haben wir – insbesondere auf den Außenpositionen – schlichtweg zu wenige Punkte gemacht. Jetzt haben wir bis zum nächsten Spiel zweieinhalb Wochen Zeit, um an unseren Baustellen zu arbeiten und um uns weiter zu verbessern“, so Sossenheimer. 

Ergebnisse, 1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2019.2020

DresdenPotsdam1:3 / 92:95 (23:25 22:25 25:20 22:25) 
VilsbiburgSuhl3:1 / 100:90 (25:16 21:25 25:22 29:27) 
MünsterStuttgart1:3 / 81:88 (25:13 17:25 20:25 19:25) 
StraubingWiesbaden3:0 / 76:68 (25:22 25:22 26:24) 

Tabelle, 1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2019.2020

MannschaftSpieleSiegeSätzePunkte
1NawaRo Straubing1103:003
2Rote Raben Vilsbiburg1103:013
3Allianz MTV Stuttgart1103:013
4SC Potsdam1103:013
5Ladies in Black Aachen1103:022
6SSC Palmberg Schwerin1002:031
7Schwarz-Weiß Erfurt0000:000
8Dresdner SC1001:030
9USC Münster1001:030
10VfB Suhl LOTTO Thüringen1001:030
11VC Wiesbaden1000:030

Ausblick

In zweieinhalb Wochen, am 23. Oktober, schlägt der VCW endlich wieder in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit auf. Dann geht es im ersten Heimspiel der Saison gegen den SC Potsdam. Tickets können noch unter https://www.vc-wiesbaden.de/tickets.html erworben werden. (Foto: Detlef Gottwald)

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Die offizielle Internetseite des VC Wiesbaden finden Sie unter www.vc-wiesbaden.de

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