Österreichisches Jammern und Nörgeln mit deutscher Gründlichkeit: Das auf höchsten Niveau. Das ist Stefan Waghubinger auf der Bühne. Auch Wiesbaden.

Nachdem Stefan Waghubinger das thalhaus-Publikum bereits zweimal begeistert hat, steht er am Freitag wieder auf der Bühne. Eigentlich wollte der Kabarettist in Wiesbaden mit seinem neuen Kabarettprogramm glänzen, ein Programm, mit dem er die Welt erklärt. Doch dazu ist es nicht gekommen, weil er noch seine Steuererklärung fertig machen musste.

Stefan Waghubinger im thalhaus, kurgefasst

Kabarett: „Außergewöhnliche Belastungen“
Wann: Freitag, 13. Oktober 2017, 20:00 Uhr
Wo: thalhaus, Nerotal 18, 65193 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt: 24,00 Euro an der Abendkasse, 19,00 Euro ermäßigt. Im Vorverkauf 22,00 und 17,00 Euro.

Das ganze Jahr über hat Waghubinger Unsinn gemacht und jetzt muss er ihn auch noch versteuern. Warum nicht auf der Bühne? Diese Steuererklärung. Ein Mann und eine Steuer. Ein Steuermann. Auf dieser Bühne stehen noch ein Tisch, eine Schreibtischlampe, ein Stuhl und auf dem Tisch liegen ein paar Papierstapel.

Steuererklärung, das jüngste Gericht

Was nach eineinhalb Stunden dabei herauskommt, ist kein einziges ausgefülltes Formular, dafür ein tiefschwarzer, bissiger und trotzdem irgendwie liebevoller Blick auf den Sinn und Unsinn des Lebens. So treiben ihn die Kästchen in den grünen Bögen von der Erinnerung an seine erste Liebe und an seine erste Lüge bis zu apokalyptischen Visionen über das Jüngste Gericht, das erstaunlicherweise einer Steuerprüfung gleicht.

Außergewöhnliche Belastung

Am Schluss bleibt nur eine Frage. Ist dieses Leben eine außergewöhnliche Belastung oder ist es außergewöhnlich schön? Und was trage ich denn jetzt in die vielen weißen Kästchen der Steuererklärung ein?

Zur Person Stefan Waghubinger

Er ist Österreicher, lebt aber seit 30 Jahren in Deutschland. Geboren wurde er in Steyr in Oberösterreich, am ersten Oktober 1966 (an diesem Tag feiert er heute noch seinen Geburtstag). Weil Steyr nicht klein genug war, ist er in dem Dorf Leonstein im Steyrtal aufgewachsen. Seine Eltern hatten eine Betonwarenerzeugung, ein nicht nur sprichwörtlich hartes Brot, mit dem sie ihn und seine zwei Brüder ernährten.

1978 hatte er seine erste Sprechrolle als Josef im Weihnachtsstück der Leonsteiner Grundschule. Weil er dabei dem hellen Stern in die falsche Richtung folgte und die Darstellerin der Maria ihn so stark am Mantel zog, dass er hinfiel, gab es die ersten Lacher und Szenenapplaus. Und, und, und…

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