Um die Klimaziele von Land und Bund zu erreichen, braucht es ein Umdenken beim Thema Windenergie. Auch das ist eine der zentralen Herausforderungen für die kommenden Jahre, so Ralf Schodlok, 

Energiewende, Klimawandel, Digitalisierung oder demografischer Wandel: Die kommunale Unternehmen sehen sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Erschwerend hinzu kommen die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Der Vorsitzender der VKU-Landesgruppe Ralf Schodlok hielt in der vergangenen Woche zu Beginn der virtuellen Mitgliederversammlung fest, dass sich die kommunalen Unternehmen diesen Aufgaben engagiert stellen. Sie versorgen mit ihren Infrastrukturen und Dienstleistungen der Daseinsvorsorge unser Land und entwickeln mit ihrer Expertise Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit, so der Vorsitzende.

Die kommunalen Unternehmen sind in Krisenzeiten Stabilitätsanker. Dafür brauchen sie gute und verlässliche Rahmenbedingungen. Dann kann die Kommunalwirtschaft ihren Beitrag leisten, um verlässlich unser Land für die Menschen am Laufen zu halten.“ – Ralf Schodlok, Vorsitzender der VKU-Landesgruppe

Wesentliche Forderung der VKU-Landesgruppe ist es, den Windenergie-Ausbau in Hessen voranzubringen. Hessen brauche eine neue Dynamik, um die Windenergie weiter auszubauen um seinen Beitrag für die Klimaziele zu leisten. Repowering werde eine wesentliche Rolle dabei spielen, den Windenergieausbau in Hessen wieder auf Kurs zu bringen.

„Für das Repowering sollten im Genehmigungsverfahren nicht die gleichen Maßstäbe wie bei gänzlich neuen Standorten angelegt werden. Stattdesssen sollte die Vorprägung des Standorts durch die bestehende Anlage berücksichtigt und damit das Verfahren vereinfacht werden.“ – Ralf Schodlok, Vorsitzender der VKU-Landesgruppe

Die VKU-Landesgruppe fordert im Bereich kommunale Wasserwirtschaft die verstetigte Unterstützung des Landes bei Investitionen in wasserwirtschaftliche Infrastrukturen, wie beispielweise Verbundleitungen, Hoch- und Sammelbehälter zum Abpuffern von Spitzenzeiten. Weiterhin hebt Schodlok den Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung hervor.

Konkurrenzen um die Nutzung von Wasserressourcen, etwa in Dürre- und Hitzeperioden, die durch den Klimawandel verursacht sind, werden zunehmen. Der gesetzlich verankerte Vorrang der öffentlichen Trinkwasserversorgung ist umzusetzen.“ – Ralf Schodlok, Vorsitzender der VKU-Landesgruppe

Für die Hessische Landesregierung sagte Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir, dass „essen mit der Energiewende weiter vorangekommen sei. Inzwischen würden erneuerbare Energien 50 Prozent zur hessischen Stromerzeugung bei.tragen Das liege auch an der Windenergie, deren Zubau zwar 2019 wegen falscher bundespolitischer Entscheidungen eingebrochen sei, sich aber wieder langsam erhole.

„In Hessen haben wir die richtigen Weichen gestellt: mit der Ausweisung von Windvorrangflächen sowie der neuen Verwaltungsvorschrift zu Naturschutz und Windenergie.“Tarek Al-Wazir, Wirtschafts- und Energieminister

Hessens Energieminister verwies außerdem auf den anhaltenden Boom der Photovoltaik. „Das hessische Solar-Kataster, das inzwischen von mehr als 300000 Bürgern genutzt wurde, haben dem PV-Ausbau einen Schub gegeben. Das sei enorm wichtig: Denn erneuerbarer Strom wird benötigt, um die Wärmewende erfolgreich umzusetzen.

„Mit einem Sonderprogramm für Eigenheime, umfangreicher Beratung durch die Landesenergieagentur und den Wärmeleitfaden greift das Land hessen Kommunen und Bürgern bei der Wärmewende unter die Arme.“– Tarek Al-Wazir, Wirtschafts- und Energieminister

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien und Effizienzsteigerungen setzt das Land außerdem auf neue Technologien. Aktuell erarbeite Hessen eine Wasserstoffstrategie. Durch Aufbau einer erneuerbaren Wasserstoffwirtschaft in Verbindung mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien leisten wir in Hessen einen erheblichen Beitrag, um die verbindlich vereinbarten Klimaziele zu erreichen, so Al-Wazir. Mit Blick auf die Diskussion über den Um- und Ausbau von Verteilnetzen sagte der Minister: Ich verstehe sehr gut, dass Unternehmen für ihre Investitionen in Gasnetze eine Planungssicherheit benötigen. Wir werden uns als Land Hessen in dem regulato-rischen Prozess gegenüber der Bundesnetzagentur aktiv einbringen. 

Über die VKU-Landesgruppe

In Hessen sind 158 kommunale Unternehmen im VKU organisiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen in Hessen leisten jährlich Investitionen in Höhe von über 1,1 Milliarden Euro, erwirtschaften in 2019 einen Umsatz von 16 Milliarden Euro und sind wichtiger Arbeitgeber für über 25.000 Beschäftigte. 

Foto ©2017  ESWE Versorgung

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Die offizielle Internetseite der VKU-Landesgruppe finden Sie unter www.vku.de.

 

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