Sie bitten ihr Opfer um Geld. Geben vor von Polizei oder Staatsanwaltschaft anzurufen. Sie bitten, Wertgegenstände im Garten zu deponieren – über den Balkon vermeintlichen Helfern Wertsachen zuzuwerfen werden. Alles Fake!

Am Dienstagnachmittag waren sie wieder getarnt als Polizei unterwegs. Gegen Gegen 14:00 Uhr erhielt eine 75-Jährige aus Nordenstadt einen Anruf einer Person, die sich als Polizistin ausgab Mitarbeiterin. Sie überbrachte der Seniorin die erschütternde Nachricht, dass ihr Patenkind in Frankfurt einen Verkehrsunfall verursacht hätte. Bei dem Unfall sei die Mutter zweier schwer verletzter Kinder verstorben. Das Patenkind wäre festgenommen worden und würde nur bei Zahlung einer Kaution in Höhe von mehreren Tausend Euro frei gelassen. Als schließlich das wirkliche Patenkind bei der Dame auftauchte, wurde der Schwindel glücklicherweise aufgedeckt. Die Polizei warnt: So etwas komme  nicht vor! 

Methodik und Muster

Die Masche ist bekannt. Möchte der Angerufene hilfsbereit sein, kommen Polizeibeamte vorbei um das Geld abzuholen. Anstelle der Polizei kommen Ganoven. Bei den Übergabemodalitäten überraschen Kriminelle mit immer neuen Methoden. Entweder kommt tatsächlich eine Person vorbei. In anderen Fällen sollen die Wertsachen auf dem Grundstück oder in der Nähe deponiert werden, sodass die Opfer die Abholer noch nicht einmal zu Gesicht bekamen. Es kam auch schon vor, dass die Täter in der Dunkelheit vor dem Balkon der ahnungslosen Opfer erschienen und die Wertsachen dann auf Zuruf von den Opfern vom Balkon geworfen wurden.

Technische Tricks von Gängstern

Immer häufiger kam es in der Vergangenheit auch vor, dass die Täter mit technischen Tricks ihre Opfer verwirren oder von der Richtigkeit der Anrufe überzeugen möchten. In einzelnen Fällen wurde den Opfern schon erzählt, dass man sie an den Notruf „weiterleiten“ werde, und man sich dort vergewissern könne, dass alles seine Richtigkeit hat. Nach einem kurzen Piepton meldete sich dann tatsächlich eine andere Person am Telefon und stellte sich zum Beispiel als Polizeinotruf Wiesbaden vor. Natürlich handelte es sich auch hier um einen Betrüger.

Weiterleitung vermeiden

Andere Opfer wurden schon aufgefordert, selbst die Notrufnummer 110 zu wählen. Dies taten sie dann auch, ohne jedoch selbst das Gespräch vorher mit den Betrügern beendet zu haben. Selbstredend, dass auch jetzt wieder ein Täter am Telefon war.

Gespräch selbst beenden

Beenden Sie unbedingt selbst das Telefonat, indem sie den Hörer auflegen oder die Taste zum Beenden des Gesprächs drücken. Erst dann ist die Verbindung zu den Betrügern tatsächlich beendet und erst jetzt können sie sicher die 110 wählen.

Notruf 110

Grundsätzlich gilt: Die Polizei wird niemals Wertsachen bei Ihnen abholen oder sichern wollen! Auch keine Staatsanwaltschaft oder eine andere „Behörde“ wird dies tun. Beenden Sie solche Gespräche immer sofort und wählen Sie den Notruf 110. Bei den bis dato bei der Polizei gemeldeten Vorfällen gingen die Betrüger leer aus und der Schwindel wurde von den ausgesuchten Opfern erkannt. (Foto: Trickdiebe am Telefon. ©2018 ND Strupler / CC-BY-SA 2.0 / Flickr)

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Die offizielle Internetseite vom Polizeipräsidium Westhessen finden Sie unter www.polizei.hessen.de.

 

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