Der neue Mietspiegel trifft Wiesbadens Mieter mit voller Wucht. Entscheidung für Mietpreisbremse bei städtischen Wohnungen war richtig!

Wiesbaden hat einen neuen Mietspiegel, der sich, wie es seit vielen Jahren Praxis ist, auf den Daten der städtischen Bewertungsstelle im Tiefbau- und Vermessungsamt, sowie von Mieterbund und Haus und Grund bezieht. Klart ist: Für viele Mieter kommt die Mieterhöhungen angesichts der Corona-Pandemie zur Unzeit. Fünf Jahre nach der letzten Beschlussfassung sei es jedoch wichtig, dass ein neuer Mietspiegel in Kraft trete, kommentiert Sozialdezernent Christoph Manjura die Präsentation des Mietspiegels durch die städtische Bewertungsstelle, den Mieterbund und Haus & Grund.

„Der Mietspiegel von 2016 war als Orientierungsinstrument für die Miethöhe beim Neuabschluss oder der Veränderung bestehender Mietverträge inzwischen nicht mehr geeignet und angreifbar. Die dort zugrundeliegenden Daten sind einfach zu alt und entsprechen nicht mehr der aktuellen Marktlage.“ – Christoph Manjura, Wohnungsdezernent

Dass die Mieten im neuen Mietspiegel höher ausfallen als die des vorhergehenden war zu erwarten gewesen: Eklatante Steigerungswerte von zehn und mehr Prozent finden sich vor allem in den Baualtersklassen Gruppe I – Baujahr bis 31.12.1949 – und Gruppe III – Baujahr von 01.01.1975 bis 31.12.1999 – gefolgt von Gruppe IV (Baujahr ab dem 01.01.2000) und Gruppe II (Baujahr vom 01.01.1050 bis 31.12.1974). Damit knüpft der aktuelle Mietspiegel an die teils enormen Steigerungen von 2012 und 2016 an.

„Wir haben die jüngste gesetzliche Änderung, den Betrachtungszeitraum für die ortsübliche Vergleichsmiete von vier auf sechs Jahre zuverlängert, denn die Steigerungen sollten eigentlich nicht über der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes liegen.“ – Christoph Manjura, Wohnungsdezernent

Der von Mieterbund und Haus & Grund erarbeitete Mietspiegel sei als Richtlinie zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete in Wiesbaden etabliert. Gleichzeitig habe die anhaltend hohe Nachfrage nach Mietwohnungen auch in Wiesbaden zu einem extrem hohen Anstieg der Angebotsmieten geführt, der bisweilen deutlich über dem Anstieg der Bestandsmieten liege, so Manjura weiter.

„Die Begrenzung der Mietsteigerungen bei GWW und GeWeGe ist absolut notwendig, um die Mieten in der gesamten Stadt auf einem bezahlbarem Niveau zu halten.“ – Simon Rottloff, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Rathausfraktion

Für Manjura – auch Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWW und GeWeGe – ist der vor einem Jahr für diese Gesellschaften beschlossene Mietendeckel wichtig: „Der Mietendeckel bremst nicht nur für zehntausend Haushalte potentielle Mieterhöhungen deutlich ab, er sorgt auch dafür, dass die Mieten der Wohnungsbestände von GWW und GeWeGe im bezahlbaren Rahmen bleiben.“ Nicht zu unterschätzen sei aber auch die Tatsache, dass viele, vor allem kleinere, private Vermieter, über Jahre hinweg auf Mieterhöhungen zugunsten von stabilen Mietverhältnissen verzichteten.

Mietpreisspiegel für Wiesbaden

Mietpreisspiegel für Wiesbaden @2021 wohnungsboerse.net

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Die offizielle Internetseite zum Mietspiegel und Mieterschutz finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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