Allen Zweiflern zum Trotz ist die neu gestaltete Friedrich-Ebert-Allee zwischen dem RheinMain CongressCenter und dem Landesmuseum eingeweight worden.

Am 23. Januar, wurde die neu gestaltete Friedrich-Ebert-Allee zwischen dem RheinMain CongressCenter (RMCC) und dem Landesmuseum durch Oberbürgermeister Sven Gerich, Verkehrsdezernent Andreas Kowol, Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel und Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler (zuvor Vorsitzender des Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr) feierlich eingeweiht.

Neue Räume

Den neuen Bereich kurz auf den Punkt gebracht: Höhere Aufenthaltsqualität, einheitliche Farbgebung, mehr Raum für Fußgänger, Fahrradschutzstreifen, Wasserspiegel vor Landesmuseum und RMCC, neue Bäume und eine Litfasssäule, die immer schon da war – und mit der Zeit im Kleid der Baumallee unauffälliger werden wird.

Gelungener Ausblick

Nach gut einem Jahr Bauzeit wurde die städtische Baumaßnahme mit der Pflanzung der neuen Alleebäume fristgerecht abgeschlossen werden. In der Verantwortung der Stadt waren die neuen Gehwege auf der Museumsseite, die Straßengestaltung der Friedrich-Ebert-Allee samt neuer Mittelinsel und Radfahrstreifen sowie die neuen Wasserspiegel vor dem Museum.

Frühjahr 2018

Die Flächen vor dem RMCC werden von dem Bauherrn TriWiCon gestaltet; am Museum renoviert das Land Hessen zusätzlich die Kolonnaden. Zur Einweihung des RMCC sollen bis Mitte April auch die Arbeiten am Vorplatz des CongressCenters abgeschlossen sein. Auch die Renovierung der Kolonnaden und der Freitreppe des Landesmuseums soll im Frühjahr fertig sein.

„Schon bald können wir den Gästen des Ball des Sports eine neue Facette unserer Stadt zeigen, darauf bin ich stolz.“ – Oberbürgermeister Sven Gerich

Erfolgreiches Großprojekt – Dass eine so komplexe Baumaßnahme, die ämterübergreifend und unter Einbindung diverser externer Partner zu leisten ist und dann perfekt im zeitlichen Rahmen liegt, ist mit Verweis auch die Elbphilharmonie oder den Stuttgarter Hauptbahnhof nicht selbstverständlich. „Wie für den Hochbau des RheinMain Congress Centers selbst, gilt auch für die Tiefbauarbeiten davor: Wiesbaden kann Großprojekte“, so Oberbürgermeister Gerich in seiner Ansprache.

Die größere Aufenthaltsqualität wird für die Bürger und alle Besucher durch breitere Fußwege, Rastmöglichkeiten und neuangelegte Radfahrstreifen erlebbar.“

Der für die Baumaßnahme verantwortliche Verkehrsdezernent Kowol sprach den  Mitarbeitern des Tiefbau- und Vermessungsamtes sowie des Stadtplanungsamtes seine Anerkennung aus und betonte, dass die ästhetische Aufwertung des Eingangs zur Innenstadt auch durch die Neuordnung der Verkehrsflächen erreicht wurde: „Ziel war die Aufwertung des Straßenraums zu einem attraktiven Stadt- und Aufenthaltsbereich unter Beibehaltung der Verkehrsfunktion.“

Wiesbadens Aushängeschild

Wirtschaftsdezernent Bendel machte deutlich, dass Wiesbaden mit der Neugestaltung des RheinMain CongressCenter, der Friedrich-Ebert-Allee und des direkt gegenüberliegenden Museums „bundesweit zu den Top-Standorten für Kongresse und Messen gehören werde und sich damit einen erheblichen Wettbewerbsvorteil in der nationalen und internationalen Wahrnehmung erstreiten werde“.

Zahnräder greifen ineinander

Der Bauverlauf  – Was über das Jahr 2017 wie eine einzige große Baustelle aussah, war in Einzelschritten ein aufeinander abgestimmter Bauablauf. Verschiedene Gewerke griffen Hand in Hand. Bereits im März 2017 wurde in dem Baufeld wurde ESWE-Fernwärmeleitung fertiggestellt. Im Anschluss wurde eine Brunnenkammer für die Wasserspiegel gesetzt. Erst danach konnte das Tiefbau- und Vermessungsamt mit dem Neubau von Gehwegen, Fahrbahnen und Mittelinseln beginnen . Als letzte Tiefbauarbeit in Verantwortung der Stadt wurden im Januar 2018 auf der Friedrich-Ebert-Allee neue Bäume gepflanzt, deren Anordnung die Blickachse in Richtung Adelheidstraße freigibt.

Flächengestaltung

Ein Ensemble – Das RMCC und das Landesmuseum als ein zusammengehöriges Ensemble zu präsentieren, war ein Ziel der Neugestaltung. Zentral dafür war die Verwendung von weißgrauen und hellbraunen Materialien im Straßenbereich und auf den Gehwegflächen, welche die Farbgebung von Kongressgebäude und Kunsthalle aufnehmen. So wurden für Gehwege, Museumsvorplatz und die Mittelinsel nach einem speziellen Plan sieben leicht verschiedenfarbige Betonsteinsorten gesetzt. Insgesamt kamen hierbei 17.666 Steine mit einem Einzelgewicht von 50 Kilo zum Einsatz. Der Straßenabschnitt zwischen Reisinger-Anlage und Rheinstraße wurde passend dazu mit einer speziellen sandfarbenen Oberfläche versehen.

Raum für Verkehrsteilnehmer

Mit der Neugestaltung bekommen Fußgänger mehr Platz und der Radverkehr erhält in beiden Richtungen einen Radfahrstreifen. Dafür wurden die vormals sieben Fahrspuren auf vier vor dem Museum und drei im Bereich der Tiefgaragenzufahrt des RMCC reduziert. Eine breite Mittelinsel soll zudem die Überquerung für die Fußgänger vereinfachen und die Wirkung als gestalteter Platz unterstützen.

Die öffentliche Straßenbeleuchtung wurde mit vier Stelen auf der Mittelinsel platziert, um sich auch beleuchtungstechnisch von der Gestaltung der Wilhelmstraße abzusetzen und das Thema des Übergangs in einen anderen Stadtraum zu unterstützen.

Besseres Klima

Ebenfalls zur Unterstützung der Platz- und Fassadenwirkung wurden vor dem Museum und dem RMCC Wasserbassins angelegt, in denen sich die jeweiligen Fassaden spiegeln werden. Um die Wasserelemente herum werden Sitzgelegenheiten angeboten, die die Besucher zu einem längeren Verweilen einladen sollen. Neben der Erhöhung der Aufenthaltsqualität und der ästhetischen Aufwertung des Platzes, werden die Wasserspiegel durch die permanente Verdunstung auch zu einem verbesserten Mikroklima beitragen.

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