Verschärfte Maskenpflicht, neue Regeln für Privatfeiern. Das haben die Bundeskanzlerin und die Länderchefs am Mittwochabend beschlossen – und die  Kontaktnachverfolgung wird zu einer Herausforderung.

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat anlässlich der Beratungen der Kanzlerin mit den Ländern klargestellt: Wir stehen an einem wichtigen Punkt. Die Infektionszahlen steigen deutschland- und hessenweit an. Die kalte Jahreszeit und die Grippewelle stehen vor der Tür. Jetzt entscheidet sich, ob wir weiterhin gut durch die Corona-Pandemie kommen. Wir müssen jetzt gemeinsam die richtigen Maßnahmen treffen, damit wir unsere Schulen und Kitas offen und unsere Wirtschaft am Laufen halten können.“ Die Ausbreitung des Virus verlaufe derzeit mit einer ähnlichen Dynamik wie im April. Daher haben sind die Minister und die Bundeskanzlerin auf verschiedene Punkte geeinigt. Einer davon sind strengere Regeln für die Maskenpflicht.

„Der große Unterschied zur ersten Corona-Welle ist: Damals standen wir vor einem Sommer. Jetzt steht der Winter vor der Tür. Das zeigt den Ernst der Lage.“Ministerpräsident Volker Bouffier

Die gestern Abend beschlossenen einheitlichen Regelungen nannte Hessens Ministerpräsident immens wichtig, damit wir dem Infektionsgeschehen am Ende nicht hinterherlaufen. Bund und Länder haben sich darauf verständigt, ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner die bestehenden Corona-Beschränkungen zu verschärfen. Damit wurde die Schwelle herabgesetzt. Zu den Verschärfungen zählen beispielsweise eine Ausweitung der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, das Einziehen lokaler Sperrstunden und eine Limitierung der Teilnehmenden bei Feiern.

„Wir sind bislang gut damit gefahren, auf lokale Corona-Ausbrüche auch lokal zu reagieren. Aber natürlich haben wir auch im Blick, dass sehr kleinteilige Regelungen dazu führen können, dass die Menschen nicht mehr wissen und verstehen, was wo gilt.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Lokal zu reagieren bedeute aber auch, dass in Mainz etwas anderes gelten könne als in Wiesbaden. In Frankfurt etwas anderes wie in Darmstadt. Das könne am Ende die Akzeptanz verhindern. Deshalb seien die einheitlichen Kriterien, auf die sich heute verständigt wurde, ein wichtiger Schritt. Auch wenn Hessen die Maßnahmen vor Ort natürlich immer individuell anpassen müsse, so Bouffier weiter.

„Es ist gut, dass in schwierigen Situationen zur Kontaktnachverfolgung jetzt die Möglichkeit besteht, verstärkt auf die Bundeswehr zurückzugreifen.“ Ministerpräsident Volker Bouffier

Bouffier betonte, dass neben den coronabedingten Einschränkungen die Kontaktnachverfolgung zentral sei für den weiteren Verlauf der Pandemie. Wir müssen hier wieder stärker in die Vorhand kommen. Je höher die Infektionszahlen, desto schwieriger wird das allerdings, sagte der Ministerpräsident nach dem Treffen der Regierungschefinnen und –chefs der Länder mit der Bundeskanzlerin. Über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse in Hessen wird zeitnah das hessische Corona-Kabinett beraten.

Baden-Württemberg:Baden-Baden (52,6), Esslingen (80,2), Heilbronn (51,3), Ludwigsburg (51,2), Schwäbisch Hall (50,3), Stuttgart (71,4) – Augsburg-Stadt (55,3)

Bayern
Augsburg-Stadt (55,3) – Berchtesgadener Land (72,7) – Augsburg-Stadt (55,3) – Fürstenfeldbruck (62) – Mühldorf/Inn (73,4) – München Stadt (54,6) – Regen (78,8) – Rosenheim Kreis (54) – Rosenheim Stadt (64,5), Rottal-Inn (81,5) – Schweinfurt Stadt (67,4) – Schweinfurt Kreis (60,6) – Weiden/Oberpfalz (72,5)

Berlin( gesamt: 69,1)‘
Charlottenburg-Wilmersdorf (61) – Friedrichshain-Kreuzberg (79,4) – Mitte (112,5), Neukölln (161,6) – Reinickendorf (73,9) – Spandau (67,4) – Tempelhof-Schöneberg (93,9)

Bremen:
Stadt (79,3)

Hessen:
Frankfurt/Main (69,2) – Groß-Gernau (61,7) – Hochtaunuskreis (52,9), –Kassel Stadt (97,5) – Main-Taunus-Kreis (61,9) – Offenbach am Main (84,4) –  heingau-Taunus-Kreis (56,6) – Wiesbaden (53,1)

Niedersachsen:
Bentheim (75,1) – Cloppenburg (99) – Delmenhorst (96,7) – Emsland (51,7) – Oldenburg (50,4) – Vechta (58,8)

Nordrhein-Westfalen:
Aachen (50,6) – Bielefeld (51,5) – Bochum (53,3) – Dortmund (50,7) – Duisburg (64,8), Düsseldorf (55,6) – Essen (51,1) – Gelsenkirchen (65,9) – Hagen (56,2) – Hamm (66,1) – Herne (95,2) – Köln (69,2) – Leverkusen (67,8) – Mettmann (54,4) – Mülheim (68)– Olpe (53,7) – Recklinghausen – Remscheid (51,2) – (70) – Solingen (71) – Unna (54,4) – Wuppertal (63,4)

Rheinland-Pfalz:
Eifelkreis Bitburg-Prüm (131,2) – Mainz (66,8)

Saarland:
Neunkirchen (66,2) – St. Wendel (97,7)

Sachsen:
Erzgebirgskreis (52,2)

Thüringen:
Eichsfeld (67)

Die Zahlen basieren auf den Daten des Robert-Koch-Instituts (15.10.2020) und  können von den Angaben der Bundesländer abweichen.

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