Der Kiezgarten belebt den Sedanplatz. Wenn es nicht regnet, sieben Tage die Woche ab 17:00 Uhr, samstags und sonntags ab 14:00 Uhr. Essen und Trinken in lauschiger Sommer-Atmosphäre.  

Schlange stehen für die Registrierung um auf den Platz zu kommen. Das lohnt sich. Etliche Bierzelt-Garnituren bieten rund 150 Gästen Platz. Vier Gastronomen haben sich zusammengeschlossen um den Kiezgarten zu betreiben. Zu viert teilen sich Alex vom Das Lokal, Massi vom Riesling im Hindukusch, Tim vom Schoppenhof und Linda vom Heaven die Arbeit und das Geschäft. Nach dem Check-In per QR-Code geht es zum Platz. Und wie im Biergarten üblich, versorgen sich die Gäste mit Getränken. Diese gibt es beim „Getränkestand auf dem Platz.“ Wer Appetit bekommt, bestellt sich sein Essen bei einem der umliegenden Gastronomen:  Samosa mit Mango-Chutney, Schafskäse nach Hindukusch Art, Wiener Schnitzel, Salate, Bratwurst, Pizza und Pasta – da ist für Jeden etwas dabei – nur der Bring-Service eben nicht. Sein Essen abholen muss jeder selbst.

„Die Gäste sind super goldig, sie halten sich an die Abstandsregeln, tragen ihren Mundschutz und sind sehr diszipliniert.  Auch wenn der Aufwand enorm ist, macht es doch viel Spaß.“ – Linda

Dank der Corona-Lockerungen sind im Kiezgarten gleich vom ersten Tag an Gruppen mit bis zu 10 Personen aus verschiedenen Haushalten erlaubt. Als die vier Gastronomen angefangen haben zu planen, sind sie noch von zwei Haushalten pro Tisch ausgegangen. Das verleiht dem Kiezgarten seinen individuellen Flair. Neben den Biertischgarnituren stehen auf dem Sedanplatz auch kleinere Tische: genau richtig für Pärchen oder Gruppen bis zu vier Personen.

„Der Nico von der Pizzeria Molise Da Nicola wollte sich nicht an der Organisation beteiligen – aber gerne sein Essen verkaufen. Klar, dass wir da nicht nein sagen.“ – Linda

Es geht nicht nur den Gastronomen schlecht. Vielen Musikern und Künstlern sind von Heute auf Morgen alle Einnahmen weggebrochen. Der Platz ist groß genug.  Im nördlichen Bereich ist der Bergarten, im südlichen Bereich ist Platz für Anwohner. Wir haben den Anwohnern für tagsüber dort Tische und Bänke aufgestellt Am Abend werden die dann in den Kiezgarten integriert. In der Mitte wäre genug Platz für eine kleine Bühne. Zusammen denken Alex, Massi, Tim und Linda darüber nach, Wiesbadens Musikern dort eine Plattform zu bieten, und einen Hut rumgehen zu lassen. Jeder gibt, was er geben mag. Außerdem besorgen sie Staffeleien, so dass bildende Künstler dort Kunst präsentieren können.

„Wir könnten uns gut vorstellen, samstags und sonntags das Angebot um Kaffee und Kuchen zu erweitern. Sebastian von Maldaner Coffee Roasters weiß nur noch nichts von seinem Glück.“ – Linda

Bei den Anwohnern scheiden sich die Geister. Die einen finden den Kiezgarten toll und genießen die Wohnzimmeratmosphäre außerhalb ihrer vier Wände, die anderen ärgern sich darüber, dass ihnen der Auslauf für ihre Vierbeiner genommen wurde. Man habe nichts gegeneinander, sagt Linda. Man wünsche sich für die nächsten Wochen nur umsichtiges Verhalten und Respekt. Das heißt: Frauchen und Herrchen sind zum Gassi Gehen willkommen. Nur sollten sie eben wie es vorgeschrieben ist, die Kacke auch beseitigen.

„Am ersten Tag haben alle um 22:00 Uhr zur Sperrstunde gesagt, oh, nein, wir wollen gern noch sitzen bleiben.“ – Linda

Geplant ist es, den Kiezgarten an sieben Tagen die Woche, ab 17:00 Uhr zu öffnen: samstags und sonntags bereits ab 14:00 Uhr. Natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt. Bei Regen hat der Biergarten geschlossen. Was die Sperrstunde betrifft, so wurde die von Seiten der Stadt auf 22:00 Uhr festgesetzt. Wir hoffen aber, wenn alles gut läuft, dass wir an den Wochenenden eine Verlängerung bis 23:00 Uhr bekommen. Bleibt noch Danke zu sagen an die Stadt, die dieses besondere Areal als Nutzfläche für den Kiezgarten freigegeben hat.

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Den Kiezgarten beim Hygiene-Ranger finden Sie unter hygiene-ranger.de.

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