Hessens Impfzentren sollen maximal bis zum 30. September 2021 betrieben werden. Danach sollen Impfungen in der ärztlichen Regelversorgung und in Unternehen erfolgen. Genaue Pläne für das Impfzentrum Wiesbaden gibt es noch nicht.

Die 28 hessischen Impfzentren sollen maximal bis zum 30. September 2021 betrieben werden. Das hat das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung beschlossen. Die Landkreise und kreisfreien Städte als Betreiber der Impfzentren wurden über den Beschluss von der Taskforce Impfkoordination des Landes informiert. Bis Ende des dritten Quartals ist eine Finanzierung durch den Bund und die Länder (hier: Hessen) – jeweils zur Hälfte – sichergestellt. Impfungen werden dann weiterhin in der ärztlichen Regelversorgung in Arztpraxen und durch Betriebsärzte erfolgen.

„Ich konnte mir selbst in mehr als einem Dutzend Zentren ein Bild von der sehr guten Arbeit vor Ort machen. Mit dem gestrigen Beschluss geben wir den Kommunen in erster Linie Planungssicherheit. Es wird bis Ende September gleichwohl mit großem Einsatz weitergeimpft, die Ärmel bleiben auch bei den engagierten Kräften in den Impfzentren bis dahin hochgekrempelt.“ – Innenminister Peter Beuth

Hessens Innenminister betonte am Dienstag nach der Sitzung des Hessischen Landtags noch einmal, dass die Impfkampagne auf drei wichtigen Säulen basiere – und das zu den Impfzentren und Praxen jetzt auch die Betriebsärzte die Möglichkeit erhielten, die schützenden Dosen zu verabreichen. Bereits im November 2020 habe die Landesregierung unterstrichen, dass das Ziel sei, die Schutzimpfungen gegen das Corona-Virus in die Regelversorgung zu überführen, sobald es möglich sei. Ende des dritten Quartals werde das der Fall sein. Schon jetzt ginge der überwiegende Teil der Impfstoffe in die Regelversorgung der Haus- und Betriebsärzte. Dort würden sukzessive mehr Impfungen stattfinden können.

„Die 28 Impfzentren sind und waren ein Stabilitätsanker in der hessischen Impfstrategie. Sie wurden in kürzester Zeit aufgebaut und seit der landesweiten Öffnung nach höchsten Standards betrieben.“ – Innenminister Peter Beuth

Für die 28 hessischen Impfzentren erhält das Land derzeit durchschnittlich rund 180000 Impfdosen pro Woche. Weitere Impfstofflieferungen gehen über die Apothekenstruktur in die Regelversorgung der Ärzteschaft, seit gestern auch an Betriebsärzte. Der Bund hat steigende Impfstofflieferungen für die Regelversorgung angekündigt, so dass in den Praxen ein weiter aufwachsendes Impfangebot entstehen wird.

„Wir stehen mit der Impfallianz Hessen im Austausch, um die weitere Verimpfung durch die ärztliche Regelstruktur gut zu planen – dies auch vor dem Hintergrund eventuell notwendiger Auffrischungsimpfungen. Zu diesem Thema stehen die Länder und der Bund in Verbindung mit dem Robert-Koch-Institut und der Ständigen Impfkommission.“ – Gesundheitsminister Kai Klose

Seit dem Beginn der Impfungen durch die Hausärztinnen und-ärzte Anfang April und der inzwischen erfolgten Einbeziehung von Fach- und Betriebsärztinnen und -ärzten steht die Impfkampagne auch parallel zu den Impfzentren auf einem breiteren Fundament. Mehr als 1,1 Millionen Impfungen wurden bis zum Ende der 21. Kalenderwoche (6. Juni 2021) in der Regelstruktur verimpft. Damit haben die etablierten Strukturen, die traditionell für Impfungen zuständig seien, gezeigt, wie leistungsfähig sie seien, ergänzte Gesundheitsminister Kai Klose fest. Mit dem schrittweisen Aufbau der zweiten (Haus- und Facharztpraxen) und dritten Säule (Betriebsärzte) der Impfkampagne verlagern sich die Impfungen und die Impfstofflieferungen zunehmend dorthin.

„Die Impfzentren und mobilen Impfteams haben insbesondere bei den Impfungen der Alten- und Pflegeheime sehr wertvolle Arbeit geleistet. Wir werden dafür sorgen, dass der Impfschutz für die besonders sensiblen Gruppen auch weiterhin sichergestellt ist.“ – Gesundheitsminister Kai Klose.

Die Impfzentren wurden durch die Landkreise in unterschiedlichen Liegenschaften aufgebaut. Durch die 28 hessischen Impfzentren werden zeitnah fast zwei Millionen Personen [aktuell mehr als 1,9 Millionen] mindestens einmal geimpft worden sein. Rund 486000 Registrierte konnten aufgrund der nach wie vor nicht ausreichenden Menge an Impfstoff noch kein Terminangebot erhalten. Ihnen werden in den Impfzentren voraussichtlich bis Ende Juni Terminangebote unterbreitet werden können. Sobald die priorisiert zu impfenden Personen, die sich bis einschließlich 6. Juni 2021 für eine Impfung in den Impfzentren registriert haben, Termine erhalten haben, werden nach dem Zufallsprinzip auch den seit gestern registrierten Personen Termine zugewiesen. Jeder, der seine Erstimpfung in einem Impfzentrum bekommen hat, wird auch noch die Möglichkeit bekommen, seine Zweitimpfung in einem Impfzentrum zu erhalten. Sollte die Nachfrage nach Impfterminen in den 28 Zentren bis zur Schließung sinken, so sind die Gebietskörperschaften angehalten, das eingesetzte Personal vor Ort im Rahmen der vertraglichen Möglichkeiten zu reduzieren.

Corona-Impfungen im Überblick

Foto: ©2021 Volker Watschounek

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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