Haben Sie nicht auch irgendwo im Bücherregal einen Ratgeber? Etwa zum Thema Glück oder Beziehung oder innere Ausgeglichenheit?

Seien Sie ehrlich! Steht da nicht ein Ratgeber? Oder ist da eher ein Exemplar aus der Reihe aktueller Veröffentlichungen vom Ende aller Dinge  – zwischen Insektensterben und dem Zusammenbruch des Kapitalismus?

GOJ T-A-TR thalhaus, kurz gefasst

GOJ T-A-TR: Utopie-Projekt – Teil II: „Es wäre möglich, es könnte anders sein …“
Wann: Freitag und Samstag, 8. + 9. März 2019
Wo: thalhaus, Nerotal 18, 65193 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: frei

Etwas fehlt (uns) eben immer … über banale Alltagswünsche und das, was eh schon da ist, hinaus. Und das ist gut so, behauptet das GOJ T-A-TR und folgt damit dem Prinzip Hoffnung des großen Philosophen Ernst Bloch. Denn gerade in unserer Unzufriedenheit liegt nämlich auch unsere Fähigkeit, Visionen zu entwerfen. Und am Anfang jeder Utopie steht die Erfahrung, nicht zu haben, was man haben müsste, um zufrieden zu sein. Indem wir hinfahren, erhebt sich die Insel Utopia aus dem Meer des Möglichen, sagt Bloch. Es geht um die Sehnsucht jedes einzelnen Menschen wie auch ganzer Gesellschaften das Potenzial noch nicht eingelöster Möglichkeiten zu entdecken.

Kein neuer Ratgeber

In Teil I seines Utopie-Projekts („Aber etwas fehlt …“) konnte das GOJ T-A-TR darüber eine Menge von seinem Publikum erfahren und hat versprochen, mit diesem Material weiterzuarbeiten: Das Versprechen löst das Theater mit neuen Texten und Szenen und mit viel Musik jetzt ein.

Ein neuer Ratgeber, gar endgültige Antworten sind allerdings nicht zu erwarten. Wohl aber eine sowohl vergnügliche wie nachhaltige, ja vielleicht sogar zukunftstaugliche Ermutigung für alle Träumer, Zweifler und Desillusionierten – frei nach Rio Reiser:

„Der Traum ist aus, aber ich werde alles tun, dass er Wirklichkeit wird.“

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