Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) findet nunmehr auch in Deutschland optimale Bedingungen für einen geeigneten Lebensraum und hat sich in den Wiesbadener Stadtteilen Südost, Kostheim sowie in Teilen von Kastel angesiedelt.
Die Mücke kann zu einer Plage werden und ist prinzipiell befähigt Krankheitserreger wie zum Beispiel das Dengue- und Chikungunya-Virus auf den Menschen zu übertragen. Dabei trägt die Tigermücke die Krankheitserreger nicht von Natur aus in sich, sondern muss zunächst einen infizierten Menschen stechen, um die Viren aufzunehmen. In Deutschland wird das Risiko einer Übertragung aktuell als niedrig eingestuft.
Durch kontinuierlich durchgeführte Begehungen und umfassende Beratungen der KABS konnte die Tigermückenpopulation im Stadtteil Südost in den vorausgegangenen Jahren bereits erfolgreich reduziert werden.
Auch im Jahr 2026 finden in gewohnter verlässlicher Zusammenarbeit mit der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS) wiederholt Präventionsmaßnahmen gegen die Tigermücke statt.
Für die Tigermücken-Saison 2026 ist eine Fortführung der bereits im Jahr 2025 begonnenen Begehungen betroffener Privatgrundstücke in den Stadtteilen Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel beabsichtigt. Fachkräfte der KABS führen individuelle Beratungen in den betroffenen Gebieten durch. Ziel ist es, die Ausbreitung der Stechmücke zu verzögern oder gar zu verhindern. Grundstückseigentümer erhalten vorab ein Informationsanschreiben zu den geplanten Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen. Der Vor-Ort-Termin ist kostenlos und dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Zusätzlich wird ein begleitendes Fallenmonitoring zur Ausbreitungskontrolle in den beiden Stadtteilen erfolgen.
Darüber hinaus wird die KABS ein zusätzliches Fallenmonitoring zur Ersteinschätzung in ausgewählten Stadtbezirken durchführen, in denen bislang noch keine Tigermücken nachgewiesen wurden.
Neben den Maßnahmen der Stadt ist das eigenverantwortliche Handeln der Bevölkerung von großer Bedeutung, um einer weiteren Ansiedlung der Tigermücke entgegenzuwirken.
Die wirksamste Maßnahme zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke ist die Vermeidung beziehungsweise Beseitigung von Brutmöglichkeiten. Tigermücken entwickeln sich innerhalb einer Woche in wassergefüllten Behältnissen (zum Beispiel Regentonnen, Übertöpfe, Untersetzer, Tiertränken). Zugleich stellen Hofgullys, verstopfte und/oder durchhängende Dachrinnen sowie hohle Zaunpfähle – aufgrund des möglichen Stauwassers – eine optimale Brutstätte dar. Da die Stechmücke nur wenige hundert Meter weit fliegt, befindet sich die Brutstätte entweder auf dem eigenen oder auf angrenzenden Grundstücken.
Maßnahmen gegen Tigermückenbrutstätten sollten unbedingt von April bis Oktober regelmäßig umgesetzt werden. Ausführliche Informationen und Beispiele zu Brutstätten sind auf der Homepage der KABS www.kabsev.de verfügbar.
Sollten die Maßnahmen nicht für alle Brutstätten umsetzbar sein, können die verbliebenen Brutmöglichkeiten alle 14 Tage mit Bti-Tabletten behandelt werden. Bti tötet lediglich Mückenlarven ab, für andere Insektengruppen und Tiere (zum Beispiel Bienen, Igel, Vögel, Haustiere) sowie für den Menschen ist der Wirkstoff unbedenklich. Die Tabletten sind kostenlos im Umweltladen, im Rathaus sowie in den meisten Ortsverwaltungen wie zum Beispiel Biebrich, Dotzheim, Kastel/ Kostheim und Schierstein erhältlich. Detaillierte Informationen sind auf der städtischen Homepage abrufbar: www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/umwelt-natur-klima/natur-landschaft/stechmuecken (Öffnet in einem neuen Tab)
Wenn trotz aller Maßnahmen weiterhin eine erhebliche Belästigung durch Tigermücken auftritt, können sich betroffene Bürgerinnen und Bürger direkt an die KABS wenden:
Online-Formular: www.kabsev.de/kontakt-tigermuecke (Öffnet in einem neuen Tab)
Eine Fachkraft wird dann Kontakt aufnehmen und einen Vor-Ort-Termin vereinbaren. Idealerweise nehmen ebenfalls Nachbarinnen und Nachbarn an diesem Termin teil.
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