Wiesbaden hat im Halbfinale klar gegen Ober-Roden, seine Chancen konsequent genutzt und steht jetzt verdient im Finale des Hessenpokals.
Der SV Wehen Wiesbaden hat von Beginn an auswärts bei Germania Ober-Roden die Kontrolle übernommen und den Außenseiter sofort unter Druck gesetzt. Ein erster Abschluss von Robin Kalem sorgte in der 7. Minute im Strafraum der Hessen für Unruhefrüh – und schließlich zum 0:1. Ein Abwehrspieler lenkte den Ball ins eigene Tor. Wiesbaden führte – und spielte weiter nach vorne.
Die Gäste hielten das Tempo hoch, kombinierten sicher und blieben zielstrebig. Nach einer Ecke stand Jordy Gillekens Gold-richtig und erhöhte zum 0:2. Schon vor der Pause deutete alles auf einen klaren Ausgang hin.
SVWW blieb konsequent
Nach dem Seitenwechsel ließ Wiesbaden nicht nach. Die Mannschaft bewegte sich gut zwischen den Linien, fand immer wieder Räume und nutzte sie. Milad Nejad traf aus spitzem Winkel zum 3:0 und baute die Führung aus.
Ober-Roden kämpfte, doch der Klassenunterschied zeigte sich deutlich. Wiesbaden blieb ruhig, spielte die Angriffe sauber zu Ende und setzte kurz vor Schluss den vierten Treffer. Ryan Johansson vollendete nach Vorarbeit von Fatih Kaya.
Finale und DFB-Pokal im Blick
Das Finale findet am Samstag, 23. Mai, im Stadion am Bieberer Berg in Offenbach statt. Dort trifft der SVWW auf die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, die sich bereits am Vortag im Regionalliga-Duell gegen Kickers Offenbach nach Elfmeterschießen durchgesetzt hatte.
Für Wiesbaden geht es nun um mehr als den Titel – der Erfolg bedeutete zugleich den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokal.
Stimmen zum Spiel
Es begann mit einem Moment, den Robin Kalem nichtg leich begriff. Er lag noch auf dem Boden, hatte gerade einen Schlag abbekommen, spürte den Schmerz – und hörte plötzlich seine Mitspieler rufen. „Tor, Tor, Tor.“ Der Ball war im Netz. Kurz zuvor hatte er den Angriff eingeleitet, den Außenpfosten getroffen, nachgesetzt und damit das frühe 1:0 erzwungen.
Auch Jordy Gillekens spürte, wie entscheidend dieser frühe Moment war. „Das hat uns vieles erleichtert“, erklärte er. Der SV Wehen Wiesbaden blieb konzentriert, hielt das Tempo hoch und suchte weiter den Abschluss. Als Tarik Gözüsirin den Ball präzise in den Strafraum brachte, stand Gillekens bereit und vollendete. „Ich habe gesehen, dass die Ecke genau kommt“, sagte er – ein kurzer Augenblick, eine klare Entscheidung zum 2:0.
Trainer Daniel Scherning blickte auf die Partie mit einem anderen Fokus. Er hatte die Dynamik kommen sehen. Flutlicht, rund 2.000 Zuschauer, ein Außenseiter, der nichts zu verlieren hatte. „Da entwickelt sich eine eigene Energie“, sagte er. Genau deshalb habe seine Mannschaft von Beginn an konzentriert agiert. Das frühe Tor gab Sicherheit, das zweite stabilisierte das Spiel. Und doch blieb er kritisch: Im letzten Drittel habe sein Team mitunter zu umständlich gespielt. In der Pause forderte er mehr Klarheit – und bekam sie. Das dritte Tor fiel, die Kontrolle blieb.
Auf der anderen Seite stand Fabian Bäcker, der den Abend aus einer anderen Perspektive erlebte. Seine Mannschaft versuchte, mutig aufzubauen, suchte den Weg nach vorne. „Wir wollten sie überraschen“, sagte er. Zwei Ballgewinne direkt nach der Pause hätten die Partie vielleicht noch einmal öffnen können. Doch die Angriffe verpufften. Wiesbaden blieb konsequent, nutzte die Fehler – und entschied das Spiel.
So setzte sich am Ende das durch, was sich früh angedeutet hatte: ein Favorit, der das Tempo vorgab, Chancen nutzte und nichts anbrennen ließ. Und ein Außenseiter, der kämpfte, Momente hatte – und dennoch anerkennen musste, dass dieser Abend Wiesbaden gehörte.
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