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Neubau in Schierstein: Das Ordnungsamt arbeitet nun gebündelt unter einem Dach mit klarer Struktur.

Ordnungsamt bündelt Kräfte in Schierstein

Mit dem neuen Verwaltungsgebäude für das Ordnungsamt setzt Wiesbaden auf gebündelte Kräfte, moderne Arbeitsplätze und bessere Erreichbarkeit. In Schierstein entsteht ein Ort, der Verwaltung neu denkt – funktional, nachhaltig und mit überraschend viel Weitblick bis hin zur Dachterrasse.

Volker Watschounek 1 Monat vor 0

Mit dem neuen Verwaltungsgebäude bündelt Wiesbaden Kräfte, schafft moderne Arbeitsplätze und verbessert den Bürgerservice spürbar.

Mit einem Schnitt durch das Band und einer guten Portion politischer Zuversicht hat Wiesbaden ein neues Kapitel aufgeschlagen: In der Stielstraße 3 in Schierstein nahm das Verwaltungsgebäude für das Ordnungsamt offiziell seinen Betrieb auf. Rund 6,4 Millionen Euro investierte die WiBau Wiesbaden in den dreigeschossigen Neubau – und schuf damit mehr als nur neue Büroräume.

Behördenzentrum, Eckdaten zum Projektablauf

Projektstart/Spatenstich: März 2023
Fertigstellung & Eröffnung: Die neue Zulassungsstelle wurde im Juni 2024 eingeweiht.
Folgeprojekt: Im Oktober 2024 begann der Neubau eines weiteren Verwaltungsgebäudes für das Ordnungs- und Gewerbewesen
Grundsteinlegung: Februar 2025
Richtfest: Juni 2025
Fertigstellung: Mai 2026

Fertigstellung & Eröffnung: Die neue Zulassungsstelle wurde im Juni 2024 eingeweiht.

Projektstart/Spatenstich: März 2023.

Bauzeit: März 2023 bis Frühjahr 2024. Die alte Zulassungsstelle blieb während der Bauzeit in Betrieb

Bündelung statt Behördendschungel

Bislang arbeiteten mehrere Abteilungen des Ordnungsamtes über das Stadtgebiet verteilt. Nun rücken sie zusammen. In dem neuen Gebäude finden Ordnungswesen, Gewerbewesen, das Veranstaltungsbüro sowie die Bereiche Waffen-, Jagd- und Fischereiwesen ihren Platz.

Im Erdgeschoss dürfte künftig besonders viel Betrieb herrschen: Hier sitzen das Veranstaltungsbüro und die Abteilung für Waffen-, Jagd- und Fischereiwesen – jene Einheit, die erfahrungsgemäß den größten Publikumsverkehr anziehen dürften. Die Planer reagierten darauf und legten Wege, Zugänge und Raumaufteilung entsprechend an. Wer hier ein Anliegen klären möchte, soll nicht lange suchen müssen.

Die Zentralisierung verändert den Alltag. Abstimmungen laufen schneller, Rückfragen klären sich oft im direkten Gespräch statt per E-Mail. Für Bürger bedeutet das vor allem eines: weniger Wege, weniger Zeitverlust, mehr Übersicht.

Ein kleines Behördenzentrum wächst

Der Standort entwickelt sich damit weiter. Im Zusammenspiel mit der bereits 2024 eröffneten KFZ-Zulassungsstelle ist im Bereich der Hausnummer 3 ein kleines, aber modernes Behördenzentrum entstanden. Zwei Gebäude, die funktional zusammenarbeiten – und sich auch optisch nicht fremd sind.

Weiße Fassadenelemente, abgerundete Ecken und markante orangefarbene Eingangsbereiche prägen das Erscheinungsbild. Zulassungsstelle und Ordnungsamt wirken wie Zwillinge: eigenständig, aber klar verwandt.

Architektur mit Haltung

Der Neubau setzt auf klare Linien und eine robuste Gestaltung. Ein Gründach ergänzt das Konzept, die Fassade wirkt langlebig und zurückhaltend. Bau- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol betonte bei der Einweihung die nachhaltige Bauweise – ein Anspruch, der sich hier sichtbar in Materialwahl und Konstruktion übersetzt.

Und dann gibt es noch die Dachterrasse. Ein Ort, der zeigt, dass selbst in der Verwaltung kleine Freiräume entstehen können – für Gespräche, für Pausen, vielleicht auch für neue Ideen.

Ein Projekt mit Tempo und Teamgeist

Vom ersten Abbruch im Sommer 2024, dem Richtfest im vergangenem Jahr bis zur Fertigstellung im März 2026 vergingen rund 15 Monate Bauzeit. Ein vergleichsweise straffer Zeitplan, der gehalten wurde. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD), Baudezernent Andreas Kowol (Grüne), Ordnungsdezernentin Maral Koohestanian (Volt) und WiBau-Geschäftsführer Christoph Golla betonten, dass das nicht selbstverständlcih sei … und nahmen das Gebäude zusammen mit Gästen offiziell in Betrieb .

Rücksicht auf Natur und Alltag

Auch der Naturschutz spielte eine Rolle: Vor dem Abriss des Altbestands siedelten Fachleute Jungtiere von Gartenschläfern um. Ein Detail, das zeigt, dass selbst bei städtischen Bauprojekten nicht alles dem Zeitplan geopfert wird.

Mit dem neuen Verwaltungsgebäude setzt Wiesbaden auf Struktur statt Streuung. Die Stadt bündelt Kräfte, schafft moderne Arbeitsplätze und verbessert den Zugang zur Verwaltung. Oder, etwas weniger förmlich gesagt: In Schierstein zieht die Ordnung ein – und bringt gleich ein bisschen Übersicht mit.

Foto – Einweihung des Ordnungsamts in Schierstein ©2026 LH Wiesbaden

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