Der SV Wehen Wiesbaden führt lange, verliert aber AUCH in Cottbus wie zuletzt oft spät. Ein Traumtor lässt Aufstiegsträume der Lausitzer wachsen.
Der SV Wehen Wiesbaden stand am 37. Spieltag der 3. Liga auswärts im Spiel gegen Energie Cottbus lange stabil. Aber am Ende jubelte wieder nur einer – und das laut. Energie Cottbus riss die Partie in den Schlussminuten an sich und gewann mit 2:1. Ein Treffer, der nachhallt
SV Wehen Wiesbaden, 3. Liga, 37. Spieltag
Energie Cottbus – SV Wehen Wiesabden
09. Mai 2026, 14:00 Uhr
Mannschaftsaufstellung Energie Cottbus: Marius Funk – Henry Rorig – King Samuel Manu – Nyamekye Awortwie-Grant – Simon Straudi – Domenic Pelivan – Lucas Michelbrink – Jannis Boziaris – Moritz Hannemann – Justin Butler – ErikEngelhardt
Reservebank: Sebald (Tor), Campulka, Ml. Cvjetinovic, Lucoqui, Biankadi, Tolga Cigerci, J. Hofmann, Moustfa, Tattermusch
Trainer: Claus Wollitz
Mannschaftsaufstellung: SV Wehen Wiesbaden
Florian Stritzel – Jakob Lewald – Jordy Gillekens – Justin Janitzek – Ben Nink – David Suarez, Tarik Gözüsirin – Niklas May – Fatih Kaya – Moritz Flotho – Lukas Schleimer
Reservebank: Brdar (Tor), El Ouarti, Mockenhaupt, Neubert, Franjic, Kalem, Agrafiotis, Ati Allah, Stehle
Trainer: Daniel Scherning
Wiesbaden begann konzentriert. Die Mannschaft störte früh, eroberte Bälle und ließ den Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Die Kulisse in Cottbus drückte, doch Wehen ließ sich nicht beeindrucken. Die Gäste kombinierten sicher, fanden Räume – nur der letzte Pass fehlte.
Dann belohnte sich das Team. Nach einem abgewehrten Ball reagierte Lukas Schleimer am schnellsten und schob zur Führung ein. Der Treffer passte zum Spielverlauf. Wiesbaden wirkte wacher, strukturierter, zielstrebiger. Aber die Führung hielt nicht lange. Cottbus antwortete prompt. Moritz Hannemann nutzte eine unklare Situation im Strafraum und traf aus der Drehung. Plötzlich stand es 1:1 – und das Spiel begann von vorn.
Spannung statt Spielfluss
Nach der Pause entwickelte sich ein offenes Duell. Beide Teams suchten den Weg nach vorn, doch die Präzision blieb aus. Wiesbaden kam zu Chancen, doch Fatih Kaya vergab aus guter Position. Auf der anderen Seite tastete sich Cottbus heran, ohne wirklich Druck zu erzeugen. Das Spiel lebte nun von der Spannung. Jeder Fehler konnte entscheiden. Beide Mannschaften kämpften, rangen, suchten den Lucky Punch.
Der Moment des Spiels
Er kam spät. Sehr spät. In der 89. Minute nahm Tolga Cigerci den Ball auf, zog aus rund 25 Metern ab – und traf perfekt. Flach, präzise, unhaltbar. Der Ball schlug unten links ein, der Jubel brach los. Wiesbaden reagierte, warf alles nach vorn. Doch die Defensive der Gastgeber hielt stand. Die letzten Minuten verstrichen, ohne dass sich noch eine echte Chance ergab.
Bitterer Abend für Wiesbaden
Für den SV Wehen Wiesbaden bleibt ein bitteres Gefühl. Lange spielte die Mannschaft auf Augenhöhe, phasenweise sogar besser, – nur ohne letzte Konsequenz. Cottbus dagegen darf träumen. Mit diesem Sieg rückt der Aufstieg in greifbare Nähe. Ein Unentschieden am letzten Spieltag könnte reichen.
Stimmen zum Spiel
Nach der 1:2-Niederlage des SV Wehen Wiesbaden beim FC Energie Cottbus zeigte sich Trainer Daniel Scherning enttäuscht über die fehlende Belohnung: Seine Mannschaft habe das Spiel kontrolliert, mutig agiert und müsse „mindestens einen, vielleicht sogar drei Punkte“ mitnehmen, lasse jedoch Großchancen ungenutzt und kassiere spät den Gegentreffer. Cottbus-Coach Claus-Dieter Wollitz sprach dagegen offen von einem „sehr glücklichen Sieg“, kritisierte das eigene Spiel mit vielen langen Bällen und zollte Wiesbaden Respekt für dessen Auftritt und klaren Siegeswillen
Archivfoto – Fatih Kaya ©2026 Volker Watschounek
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