Das Robert Koch Institut hat am Morgen verspätet die Corona-Zahlen bekannt gegeben. Wieder liegt die Zahl der Neuinfektionen über der 1000-Schwelle. Zu wenige achten die AHA-Regeln?
Den Informationen des RKI nach, haben die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages 1427 neue Corona-Infektionen erfasst. Damit sei die Reproduktionszahl in Deutschland von 1,03 (Donnerstag) auf 1,04 gestiegen. Das heißt, dass eine Person aktuell in Deutschland etwas mehr as eine weitere Person ansteckt. Ganz ähnlich ist die Lage in Hessen. Nach 179 Neuinfektionen gestern, meldet das Hessische Gesundheitsministerium heute 231 Neuinfektionen. Damit gibt es in Hessen 14260 Infektionsfälle. Auffällig ist, dass im Gegensatz zu den Anfängen der Verbreitung immer mehr junge Personen betroffen sind. Und die AHA-Regeln? Die Situation gibt Rückschlüsse darauf, dass Reisen, Feiern im Familien- und Freundeskreis, erhöhte Freizeitaktivitäten und vermehrte Kontakte im beruflichen Umfeld die Hauptursachen für diese Entwicklung sind.
„Die steigenden Fallzahlen in Hessen und Deutschland bereiten uns Sorgen. Aufgrund der Entwicklung ist es umso wichtiger, dass sich alle Bürger an die AHA-Regeln halten: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmasken tragen.“ – Sozial– und Integrationsminister Kai Klose
Hessens Minister appelliert insbesondere an Rückreisende aus Risikogebieten, der kostenlosen Testverpflichtung nachzukommen. Klose weist darauf hin, dass sich auch Rückkehrende aus Nicht-Risikogebieten binnen 72 Stunden kostenlos testen lassen können. Der Minister ruft außerdem dazu auf, die Bögen zur Kontaktpersonennachverfolgung, zum Beispiel in Restaurants, korrekt auszufüllen. Nur so könnten im Ernstfall Infektionsketten schnell und zuverlässig nachverfolgt werden und alle Personen schnell informiert werden.
„Lassen Sie sich testen und erfüllen Sie damit Ihre Verpflichtung, aber auch Ihre Verantwortung gegenüber Ihrer Gesundheit und Ihren Mitmenschen!“ – Sozial- und Integrationsminister Kai Klose

Corna Ampel System ©2020 Ministerium
Die Situation sei regional durchaus angespannt, Fahrlässigkeit und Egoismus seien jetzt fehl am Platz. Um regionale Beschränkungsmaßnahmen zu vermeiden, müssten alle an einem Strang ziehen und sich verantwortungsbewusst verhalten. Den weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens haben wir zu einem guten Teil selbst in der Hand, hebt der Minister hervor.
Präventions- und Eskalationskonzept
Mit dem Präventions- und Eskalationskonzept habe die Landesregierung ein gutes Frühwarnsystem entwickelt, um entsprechend der Zuwächse an Neuinfektionen zielgenau, schnell und flexibel reagieren zu können. Wir beobachten derzeit, dass insbesondere im Ballungsraum zunehmende kritischere Stufen unseres Eskalationskonzepts erreicht werden. Wir stehen im engen Kontakt mit den betroffenen Kommunen, um sie bei den entsprechenden Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen zu beraten und zu unterstützen, erklärt Klose abschließend.
Steigende Infektionszahlen in Hessen
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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.