Unwetteralarm im Norden. Viele Bäume sind Ende August so braun wie Ende September. Die Blätter sind schwach. Das Sturmtief Kirsten kündigt den ersten  Herbststurm an. 

Der Hochsommer verabschiedet sich mit Pauken und Trompeten. Tiefs beeinflussen das Wetter vor allem im Norden. Sie bringen teils ruppigen Wind und kühle Atlantikluft mit. Ein Tief über dem Atlantik zieht weiter Richtung Großbritannien. Zur Wochenmitte erfasst sein Sturmfeld mit dem ersten Herbststurm dann voraussichtlich auch Deutschland.

„Am Mittwoch zieht ein erster kräftiger Herbststurm über die Nordhälfte Deutschlands hinweg. Er bringt neben teils schweren Sturmböen besonders zu den Küsten hin auch ergiebigen Regen mit und es reicht kaum für 20 Grad.“ – Birgit Heck, WetterOnline

Auch wenn 70 bis 100 Kilometer pro Stunde nicht nach einem sehr heftigen Sturm klingen und im Winter auch keine allzu großen Probleme mit sich bringen würden, sieht es jetzt im Sommer anders aus. Denn die belaubten Bäume bieten dem Wind eine große Angriffsfläche und so einen großen Widerstand, damit reichen Böen mit Tempo 70 bis 90 völlig aus, um große Äste abzubrechen oder ganze Bäume umzuwehen. Aber auch die durch das Fichtensterben vielerorts vertrockneten Nadelbäume lassen sich durch die Böen leicht umblasen.

 „Nach derzeitigen Stand haben wir es in der Nordhälfte des Landes dann mit Böen zwischen 70 und 100 Kilometer pro Stunde zu tun.“ – Birgit Heck, WetterOnline.

In den Frühstunden erreicht Sturmtief KIRSTEN die südliche Nordsee. An der deutschen Nordseeküste frischt der Südwestwind stürmisch auf, auf den Inseln sind erste Sturmböen dabei. In den Morgenstunden kommt das Windfeld landeinwärts voran. Verbreitet erreicht der Wind in Böen 60 bis 70, an der Nordsee und in den Hochlagen der Eifel bis 80 Kilometer pro Stunde.

Am Vormittag erfasst das Windfeld mit Ankunft der Kaltfront die westlichen Mittelgebirge. Im Flachland werden Böen von 60 bis 70, in höheren Lagen und an der Nordsee von 70 bis 90 Kilometer pro Stunde erreicht. In den Hochlagen der Eifel, des Sauerlandes und des Harzes gibt es Spitzenböen bis Tempo 100.

Über Mittag dehnt sich der Sturm auch in die östlichen Mittelgebirge aus. Er bläst weiterhin mit Spitzenböen auf den Bergen teils sogar mit über 100 Kilometer pro Stunde. Die Gefahr von herabstürzenden Ästen ist jetzt am größten.

Spitzenböen bis 100 Kilometer

Im Laufe des Nachmittags dreht der Wind immer mehr auf westliche Richtungen und schwächt sich im westlichen Deutschland abseits von Schauern schon etwas ab. Nach Osten hin drohen dagegen jetzt die stärksten Böen. Örtlich sind Spitzenböen bis 100 Kilometer pro Stunde dabei. In den Abendstunden schwächt sich der Wind im Westen ab und auch in Schauern sind dort kaum noch Sturmböen dabei. Im Osten weht er dagegen immer noch mit 60 bis 80, in höheren Berglagen auch noch mit Böen um 90 Kilometer pro Stunde.

Am späten Abend schrumpft das Windfeld weiter, Windspitzen von 60 bis 80 Kilometer pro Stunde werden nun auch im Osten seltener. Hinter dem inzwischen zur südlichen Ostsee abgezogenen Tief dreht der Wind über westliche mehr und mehr auf nordwestliche Richtungen.

Donnerstag früh ist Sturm KIRSTEN vorbei. 

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Foto: ©2020 Wetteronline

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