Freiheitsliebe. Klageschrift gegen Willkür und Macht. Egal wie sie den Film nennen – unterm Strich ignoriert Regisseur Jafar Panahis sein Berufsverbot erfolgreich.

Ein Taxi fährt durch die lebhaften Straßen Teherans. Die wechselnden Fahrgäste erzählen freimütig, was sie umtreibt: ein Filmschmuggler vertickt die neueste Staffel von „The Walking Dead“ und Filme von Woody Allen, zwei alte Frauen wollen Goldfische in einer Quelle aussetzen und ein vorlautes kleines Mädchen erklärt ihren Anspruch auf Frappuccino und ihre Nöte beim Verwirklichen eines Kurzfilmprojekts für die Schule.

Mit drei Kameras durch Teheran

Am Steuer sitzt der Regisseur Jafar Panahis selbst, der 2010 wegen „Propaganda gegen das System“ zu einem 20-jährigen Berufsverbot verurteilt wurde, und nun geheimnisvoll lächelnd einen neuen Film kreiert. Denn eine auf dem Armaturenbrett versteckte Kamera hält alles fest … Den Fahrgästen erzählt Panahis: Das diene der Sicherheit.

Kontrastprogramm durch Alltagsmomente

Alles klingt erst einmal plausibel. Dahinter verbirgt sich der Widerstand von Jafar Panahis – dem jungen Regisseur, der Taxi-fahrend in Teheran unterwegs ist und dabei Alltagsmoment als Kontrast zur aktuellen Nachrichtenlage humorvoll in Szene setzt. Ein Film, den er im Frühjahr zur Berlinale nach Berlin schmuggelt und dort einen Goldenen Bären gewinnt.

Die Kulisse: Theheran

Teheran ist die Hauptstadt Irans und der gleichnamigen Provinz. Im administrativen Stadtgebiet leben knapp 14 Millionen Menschen, in der Metropolregion werden rund 20 Millionen Einwohner geschätzt.
Den ersten Hinweis auf Teheran – damals noch eine unbedeutende Obstgärten-Siedlung in der Nähe der wichtigen Stadt Ray – stellt die entsprechende Nisbe im Namen des 874/75 oder 884/85 verstorbenen Gelehrten Abu Abdallah Muhammad ibn Hammad at-Tehrani ar-Razi dar. Der Ort selbst, dessen Bewohner zum Teil in unterirdischen oder halbunterirdischen Gängen und Höhlen lebten, wurde erstmals in Ibn Balchis Fars-nama erwähnt. (Quelle: Wikipedia)

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