Viele kamen aus Syrien, aus Afghanistan… und suchten Schutz in Europa. Überall waren Barrieren. Bei einigen ist der Aufenthaltsstatus inzwischen geklärt. Sie bleiben oder …

Sie kommen in der Nacht, sie reißen Familien aus dem Schlaf und setzen sie in ein Flugzeug: Sogenannte Zuführkommandos von Polizei und Ausländerbehörden haben im vergangenen Jahr 25.000 Asylbewerber aus Deutschland abgeschoben.

Caligari Film Bühne, kurzgefasst

Filmvorführung: „Deportation Class“
Wann: Freitag und Samstag, 2. und 3. Juni 2017,  18:00 Uhr
Wo: Caligari Film-Bühne, Marktplatz 2, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt: 6,00 Euro, ermäßigt 5,00  Euro

Eintrittskarten gibt es auch bei der Tourist Information am Marktplatz.

Der Dokumentarfilm „Deportation Class“ zeichnet ein umfassendes Bild dieser staatlichen Zwangsmaßnahmen: Von der Planung einer Sammelabschiebung über den nächtlichen Großeinsatz in den Unterkünften der Asylbewerber bis zu ihrer Ankunft im Heimatland und der Frage, was die Menschen dort erwartet.

Nächtliche Abschiebungen

Erstmals hatten Carsten Rau und Hauke Wendler die Möglichkeit, eine Sammelabschiebung zu filmen. Dabei wurden 200 Asylbewerber nach Albanien ausgeflogen: bewegende, teils schockierende Bilder, die in Deutschland so noch nicht zu sehen waren. Der Film aber nicht nur ein präzises, nüchternes Bild dieser nächtlichen Abschiebungen.

Wenn Blutrache droht

Der Film gibt auch denjenigen ein Gesicht, eine Stimme und damit ihre Würde zurück, die in den Fernsehnachrichten nicht zu Wort kommen: Menschen wie Gezim J., der in Deutschland auf eine bessere Zukunft für seine Kinder hoffte und ohnmächtig zusehen muss, wie sein Traum zerplatzt. Oder die Familie von Elidor und Angjela H., die vor der Blutrache flüchten musste und nach der Abschiebung in Albanien ins Bodenlose stürzt.

Pressestimmen

Deportation Class zeigt so sachlich wie schonungslos, wie eine behördlich angeordnete Sammelabschiebung läuft.“ – Ruth Bender, Kieler Nachrichten

„Da steht ein Mann nachts im Schlafanzug in seiner Wohnung. Fassungslos sieht er, wie der Flur voller Polizisten ist, von denen einer ihm erklärt, dass er und seine Familie in wenigen Minuten in einen Bus verfrachtet und zu einem Flugzeug gebracht werden, das sie zurück in ihr Heimatland Albanien bringen wird. Diese Szene der absoluten Machtlosigkeit ist schwer zu ertragen, und es stellt sich die Frage, ob es nicht unanständig ist, sie zu zeigen. Sie ist nur zu rechtfertigen, wenn die Geschichte auch aus der Perspektive dieses Mannes und seiner Familie erzählt wird. Und genau dies ist den Filmemachern Carsten Rau und Hauke Wendler in ihrer Dokumentation Deportation Class gelungen.“ – Wilfried Hippen, taz

„Es ist die große Stärke des Films, dass er die unterschiedlichen Stimmen relativ sachlich nebeneinander stellt und sich darauf beschränkt, den Ablauf zu protokollieren. Auch wenn die Haltung der Filmemacher klar ist, fällt der Film keineswegs tendenziös aus. (…) Deportation Class ist eine fundierte, überzeugende, wichtige, so nüchterne wie aufwühlende Systemkritik.“ – Julia Teichmann, Filmdienst

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