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Jaidyn Blanchfield auswärst bei Ladies Black Aachen.

Nach fünf Matchbällen verloren

Es sind diese Spiele, die noch lange nachklingen und die den Puls auf und ab jagen. Der VC Wiesbaden und der SSC Palmberg Schwerin lieferten sich am Samstagaben einen wahren Volleyball-Thriller. Erst im Tiebreak fand diese nervenzerreißende Partie ihr Ende, mit einem knappen 19:21 nach fünf Sätzen (14:21, 25:19, 18:25, 25:18, 19:21)

Volker Watschounek 6 Monaten vor 0

Volleyball-Thriller am Platz der Deutschen Einheit. Der VC Wiesbaden und der SSC Palmberg Schwerin liefern sich ein Match auf Augenhöhe.

Der VC Wiesbaden im Spiel gegen den SSC Palmberg Schwerin am 4. Spieltag der Volleyball Bundesliga Frauen als Underdog gestartet, wurde von 1488 enthusiastischen Zuschauern frenetisch unterstützt und bot am einmal mehr ein Volleyball-Spektakel der Extraklasse. Wiesbadens Volleyballerinnen waren ganz dicht dran. Am Ende konnten sie sich jedoch nicht belohnen. Auf der anderen Seite durfte der SSC Palmberg Schwerin über einen hart erkämpften 3:2-Sieg jubeln. Besonders dramatisch wurde die Partie, als Schwerin im vierten Satz den Ausfall ihrer Außenangreiferin Linda Bock verkraften musste, die zu diesem Zeitpunkt bereits überragende 19 Punkte erzielt hatte. Der Titel MVP (Most Valuable Player) ging an Schwerins Diagonalspielerin Nova Marring aus den Niederlanden, die 13 Punkte beisteuerte. Den zweiten Platz in dieser Wertung sicherte sich Izabella Rapacz vom VC Wiesbaden, die trotz eines schwachen Starts im Spiel beeindruckende 25 Punkte erzielte.

Ich habe erwartet, dass diejenige Mannschaft, die gut startet, auch in einen guten Flow kommt. Im ersten Abschnitt waren wir schlichtweg überfordert.

Benedikt Frank

Im ersten Satz schien der VC Wiesbaden zunächst nicht auf dem Spielfeld präsent zu sein. Schwäche im Sideout und mangelnde Konzentration im Spielaufbau prägten die Anfangsphase. Schon beim Stand von 2:6 griff Headcoach Benedikt Frank zur ersten Auszeit. Schwerin dominierte den ersten Satz nahezu ungehindert (9:4, 13:5, 16:10, 22:12) und konnte sich bereits nach einer halben Stunde satte elf Satzbälle erarbeiten (24:13). Wiesbaden konnte zwar noch den 14. Punkt erzielen, musste jedoch den Satz mit 14:25 abgeben.

An die Schnelligkeit, die eine solch international erfahrene Mannschaft aufs Parkett bringt, müssen wir uns erst gewöhnen. Unser Zuspiel war in den verlorenen Sätzen nicht präzise genug. Im Verlauf des Spiels haben wir dann gemerkt, wie wir dagegenhalten können.

Benedikt Frank

Im zweiten Satz wendete sich das Blatt, nachdem die Traineransprache bei den Wiesbadenerinnen Wirkung gezeigt hatte. Der VCW erwachte aus seinem Tiefschlaf und führte mehrfach mit drei oder vier Punkten Vorsprung (5:2, 10:6 nach einem starken Doppelblock, 13:9, 16:12). Beim Stand von 20:16 lagen sogar erstmals sechs Punkte zwischen den Teams. Wiesbaden sicherte sich den Satz schließlich mit 25:19 und glich somit aus. Dies war vor allem dem besseren Zugriff in der Block-Feldabwehr und einer konstanten Annahme geschuldet. Die herausragenden Akteure in diesem Satz waren Izabella Rapacz und Schwerins Diagonalspielerin Tutku Burcu Yüzgenç aus der Türkei.

Im dritten Satz bejubelten die Zuschauer bis zum Stand von 11:11 eine ausgeglichene Partie, ehe der VCW allmählich in Rückstand geriet (13:17, 15:21). Trotz einiger frischer Impulse von Coach Frank, darunter Celine Jebens für Izabella Rapacz, Pauline Bietau für Milana Božić im Zuspiel und Melissa Langegger für Jaidyn Blanchfield im Außenangriff, konnte Wiesbaden den Satzverlust nicht verhindern (18:25). Die Abstimmung im Zuspiel war zuweilen ungenau, und man ging zu viel Risiko ein. Linda Bock wurde zur entscheidenden Figur auf Seiten von Schwerin, unterstützt von der Libera Anna Pogany, die viele Angriffe des VCW abwehrte.

Alle haben klasse gespielt. Wir haben einen Punkt geholt, und fast wären es zwei gewesen. Das hätte keiner von uns erwartet. Aber wir blicken nicht zurück, sondern voraus. Jetzt stehen fünf Spiele in 20 Tagen an.

Izabella Rapacz

Im vierten Satz gab Wiesbaden jedoch nicht auf. Die Hessinnen erwachten zu neuem Leben und erzwangen den Ausgleich zum 2:2 in Sätzen. Sie zeigten konsequente Angriffe und eine solide Block-Feldabwehr. Selbst umstrittene Schiedsrichterentscheidungen brachten das Team von Benedikt Frank nicht aus der Ruhe. Nach anfänglichen kleinen Rückständen setzte sich der VCW immer weiter ab (11:8, 16:13, 20:15). Die Verletzung von Linda Bock beim Stand von 22:16 brachte eine längere Unterbrechung, da sie unter starken Schmerzen von ihren Teamkolleginnen und der SSC-Physiotherapeutin Marta Gutierrez Perez aus der Halle getragen wurde. Den Satz sicherte sich Wiesbaden jedoch souverän mit 25:18 und erzwang somit den entscheidenden fünften Satz.

Fünf Punkte haben wir nach vier Spielen gemangelt. Angesichts des harten Programms eine super Bilanz. Wir müssen jetzt schauen, wie wir die Belastung ausbalancieren, weil die Taktung in den kommenden Wochen eng wird.

Im fünften Satz hätte der VCW das Spiel eigentlich nicht verlieren dürfen. Bei den Zwischenständen von 7:3 und 9:5 hatten sie bereits einen komfortablen Vorsprung erspielt. Doch dieser schmolz dahin (10:8, 11:10, 11:11), auch weil die Annahme zu wackeln begann. Die Mittelblockerin Nina Herelová hielt ihr Team jedoch im Spiel und erzielte einen umjubelten Heber in die hinterste Ecke des Schweriner Spielfelds zum 12:12. Beim Stand von 14:13 hatte der VCW tatsächlich seinen ersten Matchball. In den letzten Minuten wogte das Spiel hin und her. Auch Schwerin hatte Matchbälle. Während der VCW die Tür weit aufgestoßen hatte, konnte der Favorit mit einem 21:19-Sieg den Sieg davontragen. Der Rekordmeister entkam nur knapp einer unangenehmen Überraschung. Auf Seiten des VC Wiesbaden überwog die Enttäuschung, obwohl das Team sich teuer verkauft hatte. Neben Izabella Rapacz punkteten auch Tanja Großer (15), Jaidyn Blanchfield und Rachel Anderson (je 14) sowie

.

Nächste Termine

28. Oktober 2023 (19:00 Uhr): VCW – SSC Palmberg Schwerin
(Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit)

DVV-Pokal
04. November 2023 (Samstag, 18:00 Uhr): Schwarz-Weiß Erfurt – VCW
(Erfurt, Riethsporthalle)

1. Volleyball Bundesliga, Frauen, 2023.2024, 1. Spieltag, Ergebnisse

28. Oktober 2023, VCW – SSC Palmberg Schwerin > 2:3
22. Oktober 2023, Ladies Black Aachen – VCW > 0:3
11. Oktober 2023, VCW – Dresdner SC > 0:3
6. Oktober 2023, Allianz MTV Stuttgart – VCW > 3:2

1. Volleyball Bundesliga, Frauen, 2022.2023, 3. Spieltag, Tabelle

MannschaftSp.GSätzePkt.
1SSC Palmberg Schwerin339:09
2Allianz MTV Stuttgart339:28
3VfB Suhl LOTTO Thüringen328:37
4SC Potsdam326:36
5Dresdner SC326:36
6Rote Raben Vilsbiburg326:55
7VC Wiesbaden315:64
8VC Neuwied 77300:90
9Ladies in Black Aachen300:90
10USC Münster300:90
Tabelle: Volleyball Bundesliga Frauen, Saisons 2023.2024, 3. Spieltag

Foto oben ©2023 Detlef Gottwald

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Das Team des VC Wiesbaden und die Internetseite finden Sie unter www.vc-wiesbaden.de.

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.