Eine Oper mit Balladencharakter: Richard Wagners „Holländer“ steht an der Schwelle zum durchkomponierten Musikdrama.

Im September 2015 schrieb die Frankfurter Rundschau, dass es in Wiesbaden mit Erika Sunnegårdh in der Rolle der Senta Anlass zum neuerlichen Hören und Schauen gäbe. Nun, sie ist nicht mehr dabei.  Vida Mikneviciute wird ihr stimmlich nicht nachstehen und sich als hochdramatische und sich und ihre Umgebung keinesfalls schonende, ideale Senta zeigen.

Staatstheater Wiesbaden, kurzgefasst

Oper – „Der fliegende Holländer“
Wann: Sonntag, 18. Februar 2018, 19:30 bis 22:30Uhr
Wo: Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus, Christian-Zais-Straße 3, 65189 Wiesbaden (Karte + Navigation)
Eintritt: zwischen 9,90 und 62,70 Euro

Weitere Termine sind: 25., 31. März, 8., 14. April ff.

Seit dem der Holländer zuletzt in Wiesbaden in See gestochen ist, hat ebenso die musikalische Leitung gewechselt. Am Pult steht nicht mehr Zsolt Hamar, sondern Patrick Lange, der mit dem Orchester einen Leidenschaft, Lautstärke und Schärfe nicht scheuenden Wagner präsentieren wird.

Zur Handlung

Das Schiff des Daland gerät in einen schweren Sturm und geht unweit des Heimathafens in einer geschützten Bucht vor Anker. Während die Mannschaft ruht, taucht dort auch gespenstisch wie aus dem Nichts das Schiff des Holländers auf, der einst gotteslästerlich geschworen hatte, er werde in Ewigkeit nicht ablassen, das Kap der Guten Hoffnung zu umrunden, und der deswegen tatsächlich dazu verdammt worden ist, für ewig auf See zu sein. Nur alle sieben Jahre ist ihm vergönnt, an Land zu gehen. Fände er dort eine Frau, die ihm treu bliebe, so wären er und seine Mannschaft erlöst. (1. Aufzug, Quelle Wikipedia)

Ballade, Senta

„Nur eine Hoffnung soll mir bleiben,
nur eine unerschüttert stehn:
so lang der Erde Keime treiben,
so muss sie doch zugrunde gehen.
Tag des Gerichtes! Jüngster Tag!
Wann brichst du an in meiner Nacht?
Wann dröhnt er, der Vernichtungsschlag,
mit dem die Welt zusammenkracht?
Wann alle Toten auferstehn,
dann werde ich in Nichts vergehn, in Nichts vergehn…
Ihr Welten, endet euren Lauf!
Ew’ge Vernichtung, nimm mich auf!“

Partien und Ensemble

Die Titelpartie in der Inszenierung von Michiel Dijkema übernimmt Oliver Zwarg, der zuletzt in Wiesbaden als Barak in »Die Frau ohne Schatten« zu sehen war. Sopranistin Vida Mikneviciute gibt ihr Rollendebüt als Senta. Albert Pesendorfer, der in dieser Spielzeit auch als Hagen in »Götterdämmerung« und Landgraf in »Tannhäuser« auf der Wiesbadener Bühne steht, singt Daland. In der Wiederaufnahme-Vorstellung übernimmt diese Partie Wilfried Staber. Richard Furman ist alternierend mit Aaron Cawley als Erik zu erleben. Romina Boscolo singt Mary, Joel Scott den Steuermann.

Internationalen Maifestspiele 2018

Während der Internationalen Maifestspiele 2018 ist in der Titelpartie der lettische Bassbariton Egils Silins zu erleben. Die schwedisch-amerikanische Sopranistin Erika Sunnegårdh ist Senta und Thomas Blondelle singt Erik.

Leitung und Besetzung

Musikalische Leitung GMD Patrick Lange Inszenierung und Bühne nach Michiel Dijkema Kostüme Claudia Damm
Licht
Andreas Frank
Chor
Albert Horne
Video
Gérard Naziri
Dramaturgie
Karin Dietrich 

Der Holländer Oliver Zwarg
Senta Vida Mikneviciute
Darland Wilfried Staber / Albert Pesendorfer
Erik Richard Furman / Aaron Cawley
Mary Romina Boscolo
Steuermann Joel Scott
Chor, Extrachor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

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