Eine Oper mit Balladencharakter: Richard Wagners „Holländer“ steht an der Schwelle zum durchkomponierten Musikdrama.

Im September 2015 schrieb die Frankfurter Rundschau, dass es in Wiesbaden in der Rolle der Senta mit Erika Sunnegårdh Anlass zum neuerlichen Hören und Schauen gäbe. Sie spiele die Senta erschreckend – engagiert, stimmlich hochdramatisch und schone sich keinesfalls. In der neuen Spielzeit wird Senta von Gabriela Scherer gespielt. Sie wird ihr stimmlich nicht nachstehen.

Staatstheater Wiesbaden, kurzgefasst

Oper – „Der fliegende Holländer“
Wann: Donnerstag, 6. Februar 2020, 19:30 bis 22:30Uhr
Wo: Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus, Christian-Zais-Straße 3, 65189 Wiesbaden (Karte + Navigation)
Eintritt: zwischen 9,90 und 62,70 Euro

Weitere Termine sind: 16. Februar, 5. März, 11. April ff.

Seit dem der Holländer zuletzt in Wiesbaden in See gestochen ist, hat ebenso die musikalische Leitung gewechselt. Am Pult steht nicht mehr Zsolt Hamar, sondern Patrick Lange, der mit dem Orchester einen Leidenschaft, Lautstärke und Schärfe nicht scheuenden Wagner präsentieren wird.

Zur Handlung

Das Schiff des Daland gerät in einen schweren Sturm und geht unweit des Heimathafens in einer geschützten Bucht vor Anker. Während die Mannschaft ruht, taucht dort auch gespenstisch wie aus dem Nichts das Schiff des Holländers auf, der einst gotteslästerlich geschworen hatte, er werde in Ewigkeit nicht ablassen, das Kap der Guten Hoffnung zu umrunden, und der deswegen tatsächlich dazu verdammt worden ist, für ewig auf See zu sein. Nur alle sieben Jahre ist ihm vergönnt, an Land zu gehen. Fände er dort eine Frau, die ihm treu bliebe, so wären er und seine Mannschaft erlöst. (1. Aufzug, Quelle Wikipedia)

Ballade, Senta

„Nur eine Hoffnung soll mir bleiben,
nur eine unerschüttert stehn:
so lang der Erde Keime treiben,
so muss sie doch zugrunde gehen.
Tag des Gerichtes! Jüngster Tag!
Wann brichst du an in meiner Nacht?
Wann dröhnt er, der Vernichtungsschlag,
mit dem die Welt zusammenkracht?
Wann alle Toten auferstehn,
dann werde ich in Nichts vergehn, in Nichts vergehn…
Ihr Welten, endet euren Lauf!
Ew’ge Vernichtung, nimm mich auf!“

Partien und Ensemble

Die Titelpartie in der Inszenierung von Michiel Dijkema übernimmt Derrick Ballard, aus dem Ensemble des Staatstheaters Mainz, der mit großen Bariton-Partien u. a. auch am Staatstheater am Gärtnerplatz, Oldenburgischen Staatstheater und Theater Bremen zu erleben war. Sopranistin Gabriela Scherer, nach ihrer Zeit im Ensemble der Bayerischen Staatsoper nun als Gast u. a. in Leipzig, Dresden und Paris gefragt, gibt als Senta ihr Rollen- und Hausdebüt. Der finnische Bass Timo Riihonen kehrt nach »Eugen Onegin« in der Partie des Daland ans Hessische Staatstheater zurück. Thomas Blondelle, aktuell in Wiesbaden auch Tassilo in »Gräfin Mariza«, ist alternierend mit Aaron Cawley als Erik zu erleben.

Internationalen Maifestspiele 2018

Während der Internationalen Maifestspiele 2020 ist in der Titelpartie der gefeierte Wagner-Interpret Michael Volle zu erleben.

Leitung und Besetzung

Musikalische Leitung GMD Patrick Lange Inszenierung und Bühne nach Michiel Dijkema
Kostüme
Claudia Damm
Licht
Andreas Frank
Chor
Albert Horne
Video
Gérard Naziri
Dramaturgie
Karin Dietrich

Der Holländer Derrick Ballard
Senta Gabriela Scherer
Daland Timo Riihonen
Erik Thomas Blondelle
Mary Romina Boscolo
Steuermann Julian Habermann
Chor, Extrachor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des Hessischen Staatstheaters finden Sie unter www.staatstheater-wiesbaden.de.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!