Das Thema ist neu.Weil in Wiesbaden kein echtes Nachtleben zu finden ist, fordert das Jugendparlament die Einsetzung eines Nachtbürgermeisters.

Oberbürgermeister, Bürgermeister und künftig ein Nachtbürgermeister. Folgt Wiesbadens Stadtverordneten-Versammlung den Plänen des Jugendparlament (JuPa), könnte das Dreigestirn in Wiesbaden Realitäöt werden. Nach ihren Beschluss am 7. April legen die Jungparlamentarier ihren Antrag der Stadtverordnetenversammlung vor.

„Wiesbaden ist eine wachsende Stadt aber weitestgehend ohne Nachtleben. Die wenigen Bars und Clubs haben es schwer zu überleben, die Preise steigen stetig an und viele Wiesbadener zieht es zum Ausgehen in umliegende Städte, wie zum Beispiel nach Mainz oder Frankfurt.“ – Silas Gottwald, JuPa-Vorsitzender

Der Antrag sieht vor, den Nachtbürgermeister als vermittelnde Position zwischen Kulturschaffenden,  Veranstaltern,  Anwohnern sowie Politik und Verwaltung einzusetzen und dadurch das Wiesbadener Nachtleben zu beleben, Konflikte zwischen den Akteuren zu verhindern bzw. abzumildern, sowie der Szene als zentrale Ansprechperson zu dienen.

Um das Wiesbadener Nachtleben zu beleben und um zwischen den verschiedenen Akteuren den Dialog zu stärken und zu vermitteln braucht unsere Stadt eine/n Nachtbürgermister/in, der/die sich den vielfältigen Herausforderungen annimmt“. – Silas Gottwald, JuPa-Vorsitzender

Darüber hinaus soll der Nachtbürgermeister als Sprachrohr der Szene fungieren, beispielsweise in Planungsprozessen. Dazu soll er mit den entsprechenden Kompetenzen ausgestattet werden. Die erste Amtszeit soll zwei Jahre dauern. Für den Findungsprozess eines möglichen Nachtbürgermeisters soll die Verwaltung einen Plan entwickeln, der Bürger und Kulturschaffende beteiligt. In anderen Städten auf der ganzen Welt gibt es bereits Nachtbürgermeister, die erfolgreich arbeiten. Amsterdam, London, Paris, Zürich, New York, Toronto und Mannheim haben bereits ein solches Amt in die Realität umgesetzt.

Um eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung zu erhalten wird das Jugendparlament die nächsten Wochen nutzen, um Gespräche mit den Fraktionen zu führen.

Der JuPa-Vorsitzende Silas Gottwald begründet den Antrag auch damit, dass es einfach nicht gut sei, dass viele viele Wiesbadener zum Feiern anderswo hingingen und das Nachtleben in Wiesbaden aussterbe. „Das führte in den vergangenen Jahren zu wachsendem Unmut in Teilen der Stadtbevölkerung. Auf der anderen Seite schlagen Anwohnerbeschwerden über Lärm und Schmutz regelmäßig hohe Wellen und das Sicherheitsgefühl sinkt zu später Stunde rapide, so Gottwald abschließend.

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