Fernsehkrimifestival zeigt Beziehungen am Arbeitsplatz einmal anders: Das Schauspiel als fragiles Liebespaar hatte die Jury überzeugt. Der Ehrenpreis des 16. Deutschen Fernsehkrimifestival geht an Barbara Auer und Matthias Brandt. 

Barbara Auer und Mathias Brandt spielen in den von Christian Petzold inszenierten Polizeiruf 110-Folgen das Ermittlerduo Constanze Hermann und Hanns von Meuffels und fragiles Liebespaar, das in einer düsteren Welt trotz allem der menschlichen Sehnsucht eine Stimme verleiht, heißt es in der Begründung der Jury vom Fernsehkrimifestival. Die drei gemeinsamen TV-Auftritte seien unvergesslich und Kriminalfilme in Vollendung. Im Rahmen der Ehrung und Filmvorführung von Kreise outete sich Brandt als Krimi-Legastheniker. Wenn es darum gehe, einen. Krimi zu schauen, sei er kein guter Freund. Er verstehe sie schlichtweg zu wenig – das scheint das passende Rezept für einen Schauspieler zu sein, einen Ermittler wie Hanns von Meuffels entgegen den Mainstream darzustellen.  Christian Petzold war bei der Ehrenpreisverleihung ebenfalls anwesend.

Krimi-Serienwettbewerb

Ganz dem neuen Krimi-Serienwettbewerb „Folgenschwer“ sind die Vorführungen am Montag, 2. März ab 16.30 Uhr, gewidmet. Nominiert und gezeigt werden Folgen aus den Serien „23 Morde“ (Sat.1/Joyn), „Der Pass“ (Sky), „4 Blocks“ (TNT Serie), „Die verlorene Tochter“ (ZDF) sowie „Babylon Berlin“ (X Filme/ARD Degeto/Sky/WDR/Beta Film).  Zum Gespräch werden unter anderem Regisseur Özgür Yıldırım und Drehbuchautor Christian Jeltsch erwartet. Studierende aus Hochschulen und Universitäten der Rhein-Main-Region entscheiden über die beste Produktion.

Der Auftakt zum Wettbewerb findet am 3. März mit der Premiere von Tatort – Die Guten und die Bösen (HR) statt, zu der die Schauspieler Isaak Dentler, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Dennenesch Zoudé, Regisseurin Petra K. Wagner, Drehbuchautor David Ungureit und Redakteurin Liane Jessen erwartet werden. In der HR-Produktion ist die 2019 verstorbene Hannelore Elsner in einem ihrer letzten Fernsehauftritte zu sehen.

Insgesamt laufen zehn TV-Produktionen im Wettbewerb in der Caligari FilmBühne; darunter drei weitere Premieren mit Das Gesetz sind wir (ZDF), Tatort – Lass den Mond am Himmel stehn (BR) und der NDR-Produktion Polizeiruf 110 – Der Tag wird kommen. Eine weitere Premiere außer Konkurrenz wird mit der ZDF/Arte-Produktion Der Schneegänger am Abend des 4. März um 20 Uhr im Murnau-Filmtheater zu sehen sein.

Schulvorstellung

Mit den Schulvorstellungen Das Gesetz sind wir (ZDF) am 4. März und Der gute Bulle – Friss oder stirb (ZDF/Arte) am 5. März, jeweils um 9:30 Uhr in der Caligari FilmBühne, richtet sich das Festival gezielt an Schulen und den jungen Nachwuchs. In Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden wird Schülern die Gelegenheit gegeben, im Dialog mit Filmemachern vor Ort zu diskutieren und den Arbeitsalltag in der Filmbranche aus erster Hand zu erfahren.

Das Festival widmet sich außerdem in einem Doku-Crime-Abend am 5. März, dem aktuell virulenten Thema rechtsradikaler Entwicklungen in Deutschland, unter anderem mit der Doku Der Mordfall Lübcke und rechter Terror in Deutschland (NDR/WDR/MDR). Auch der Wettbewerb Deutschlands spannendster Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs wird wieder veranstaltet, bei dem vier Autoren mit ihren Stoffen nominiert sind. Die nominierten Stoffe liest der Schauspieler Florian Batholomäi am Abend des 5. März ab 19:00 Uhr in der Caligari FilmBühne.

Preisverleihung des Deutschen FernsehKrimi-Preises

Die Preisverleihung des Deutschen FernsehKrimi-Preises findet am 6. März, um 20:00 Uhr in der Caligari FilmBühne statt. Zum Abschluss des Festivals findet am 7. März, ab 18 Uhr, die Lange FernsehKrimi-Nacht statt. Bis zum Morgen des 8. März werden alle zehn Wettbewerbsbeiträge in der Caligari FilmBühne als Wiederholung zu sehen sein.

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Die offizielle Internetseite zum FernsehKrimi Festival finden Sie unter fernsehkrimifestival.de.

 

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