Schlittschuhflaufen Fehlanzeige. Weihnachtsmarkt-Cluster in der Stadt verteilt. Die Winterstubb auf dem Mauritiusplatz und dreimal Eisstock-Schießen vor dem Kurhaus. 

Der Winter steht vor der Tür und die Auflagen zum Schutz vor der Verbreitung des Corona-Virus haben das Geschehen fest in der Hand. Hygienekonzepte und AHA-Regeln geben den Takt an und zeigen auf, was geht und was nicht. Haben einige Städte ihren Weihnachtsmarkt für 2020 abgesagt, hält Wiesbaden an seinem beliebten Sternschnuppenmarkt fest.

Sternschnuppenmarkt, kurz gefasst

Wann: 24. November bis zum 23. Dezember 220
Wo: Schlossplatz Wiesbaden, Kranzplatz, Bowong Green, Mauritiusplatz
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 10:30 bis 21:00 Uhr – Freitag und Samstag von 10:30 bis 21:30 Uhr – Sonntag von 12:00 bis 21:00 Uhr

Natürlich bedeute Corona, dass konzeptionell Kompromisse gefunden werden müssten und diese brauchten die Bereitschaft auf allen Seiten. Der konstruktive Austausch hierzu mit allen Beteiligten in der Stadt zeige, dass Wiesbaden gut aufgestellt sei. Mit dem Sternschnuppenmarkt, der ESWE-Eiszeit und der Winterstubb könnten sich die Besucher auf tolle Erlebnisse freuen. Im Vergleich der Städte schneide Wiesbaden hier sehr gut ab, betont Bürgermeister Dr. Oliver Franz.

 „Ich bin sehr froh, dass wir für die Wiesbadener unter Beachtung der Corona-Auflagen ein vielfältiges Angebot im Winter und in der Vorweihnachtszeit ermöglichen.“ – Bürgermeister Dr. Oliver Franz

Nach intensiven Abstimmungen und Planungen in Zusammenarbeit mit den Genehmigungsbehörden wurden für alle drei Veranstaltungsformate Konzepte entwickelt. Zusammen und alleine bieten sie den Besuchern unter Einhaltung der Corona-Auflagen attraktive Erlebnisse. Die Erfahrungen aus den Sommerveranstaltungen haben gezeigt, dass sich die Bürger vorbildlich an die Einhaltung der Corona-Auflagen halten. Sie leisten damit einen entscheidenden Beitrag, die verschiedenen Outdoor-Formate unter Corona-Auflagen möglich zu machen. Für den Winter stimmt dies zuversichtlich.

„Es wird nicht so sein wie sonst. Die Erwartungen müssen wir an die aktuellen Gegebenheiten anpassen: eine Herausforderung ist. Wir sehen es aber als eine Verpflichtung den Bürgern gegenüber, ein Angebot zu schaffen.“ – Johannes Ohlig, Winzer

Die Planungen zum Sternschnuppenmarkt sind in vollem Gange. Der Weihnachtsbaum heißt es, werde am 10. November aufgestellt. Ein Krippe wird es in diesem Jahr nicht geben. Dafür komme ein Stand unter den Weihnachtsbaum. Bis zum 24. November werde dann der Sternschnuppenmarkt hergerichtet. Nachdem die Hessische Landesregierung am 15. August die Verordnung mit den Bedingungen zur Ausrichtung von Weihnachtsmärkten erlassen hatte, hat Wiesbaden dem Land ein tragfähiges Konzept zur Realisierung eines Weihnachtsmarkts vorgestellt.

„Wir sind dankbar und froh, dass wir auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt die Chance bekommen, unsere Produkte anbieten zu können. Wir sind sehr erleichtert, dass der Sternschnuppenmarkt stattfinden kann.“ – Melanie Storb, Seifenmanufaktur

Diesmal nicht zentral, sondern entzerrt auf die vier Standorte KranzplatzLuisenplatzSchlossplatz und Bowling Green erwartet die Besucher das vorweihnachtliche Angebot des Sternschnuppenmarkts. Wie jedes Jahr sind ein Kunsthandwerk, ein gastronomisches Angebot sowie verschiedene Fahrgeschäften für Kinder mit dabei. Dabei wird niemand alleine gelassen. Alle Marktbeschicker aus dem letzten Jahr sind auch 2020 zugelassen. Corona-bedingt bringen die  Planungen der Marktflächen jedoch einige Veränderungen für die Besucher des Sternschnuppenmarkts mit sich. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden wir darüber berichten.

„Das dies so gelungen ist, ist für die Marktkirche ein tolles Weihnachtsgeschenk, wir können so ein außergewöhnliches Angebot schaffen – trotz und mit Corona-Auflagen.“ – Pfarrer Dr. Holger Saal

Pfarrer Dr. Holger Saal von der Marktkirchengemeinde freut sich, dass die Weihnachtskrippe in diesem Jahr nicht unter dem Weihnachtsbaum, sondern als Bestandteil des Konzepts seitlich der Marktkirche aufgestellt wird. Dort wird auch das Krippenspiel am Heiligen Abend in Verbindung mit der Krippe coronatauglich unter freiem Himmel realisiert.

„Jetzt können wir in der Vorweihnachtszeit für uns wichtige Umsätze generieren, die wir ohne den Sternschnuppenmarkt, auch unter Corona-Auflagen, so nicht hätten erzielen können.“ – Renate Seipel-Weissmann, die Baumkuchen

Der Sternschnuppenmarkt öffnet vom 24. November bis zum 23. Dezember seine Pforten. Der Sternschnuppenmarkt unterliegt den aktuell gültigen Corona-Auflagen. Auf den insgesamt vier Marktflächen sind die Abstandsregeln zu beachten. In den eingezäunten Bereichen erfolgt eine Zugangskontrolle und die Erfassung der Personendaten. In den Bereichen der Kunsthandwerker-Stände besteht Maskenpflicht.

Weihnachtskarussell

Das Weihnachtskarussell von Kurt Laux steht auf dem Schlossplatz. Er macht klar: „Das wir überhaupt aufbauen können, ist für uns ein Gewinn. Natürlich müssen wir hart kalkulieren, damit wir auf unsere Kosten kommen, aber ein Sternschnuppenmarkt mit dem erarbeiteten Konzept ist besser als kein Sternschnuppenmarkt. Für die Umsetzung der Corona-Auflagen sind wir bestens vorbereitet.“

„Die ESWE-Eiszeit ist seit 18 Jahren eine beliebte Winterattraktion nicht nur für alle Wiesbadener, sondern auch für viele Gäste von außerhalb. UNd ja, es Eisstockschießen ohne Eisbahn ist ein Kompromiss. Ein guter wie ich finde, ein Angebot vor den Kurhaus Kolonnaden das wir als Namensgeber gerne. unterstützen.“ –  Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG

Die ESWE-Eiszeit war in diesem Jahr an ihrem neuen Standort auf dem Bowling Green geplant. Ein neues Konzept hätte die Wiesbadener dort erwartet. Die Corona-Einschränkungen fordern aber auch hier Flexibilität in der Umsetzung. Abgleitet aus der Gesamtrisikobewertung ergab sich für die ESWE-Eiszeit die Entscheidung, eine Eisstockbahn mit Gastronomie zu realisieren und auf eine Schlittschuhbahn zu verzichten. Unter den  Auflagen zum Betrieb einer Schlittschuhbahn wäre es aussichtlos gewesen einen Betreiber für die Eisbahn zu finden und die Bahn wirtschaftlich zu betreiben.

Wir freuen uns auf diese einmalige Gelegenheit, den Wiesbadenern ein außergewöhnliches Wintererlebnis bieten zu können. Auch wenn die Corona-Auflagen eine große Herausforderung darstellen, sind wir überzeugt, dass wir ein Erlebnis schaffen, dass in diesen besonderen Zeiten attraktiv ist und gleichzeitig den Anforderungen vollumfänglich gerecht wird.“ – Die Betreiber

Nachdem die Lumen Alm unter den aktuellen Bedingungen schlichtweg nicht möglich ist und sich die Stadt mit dem Betreiber der Alm nicht einigen konnte, zeichnet vom 24. November an die Betreibergemeinschaft Ay/Balthasar Ress/Urban für das gastronomische Angebot  der ESWE-Eiszeit verantwortlich. Vor dem Kurhaus präsentieren sie eine Winterlounge mit drei Eisstock-Bahnen. Ausgesuchte Spezialitäten aus der Küche und erstklassiger Weingenuss wie Winzerglühwein, hausgemachte Suppen, Spätzle und Kaiserschmarrn warten dort auf die Besucher. Die Nutzung der Veranstaltungsfläche inklusive Eisstockbahn unterliegt den Corona-Auflagen. Zugangskontrolle und Personendatenerfassung sind notwendig, 250 Personen können die Fläche gleichzeitig nutzen. Die Eiszeit vor den Kurhaus-Kolonnaden ist geöffnet vom 18. November bis 23. Dezember in der Zeit von 11 bis 22 Uhr.

Hessische Winterstubb

Die hessische Winterstubb auf dem Mauritiusplatz kann ihre Pforten öffnen. Das bestehende Konzept konnte so angepasst werden, dass hier die entsprechenden Corona-Auflagen erfüllt werden. Neben der Bewirtung im Innenbereich mit den entsprechenden Vorkehrungen zur Erfüllung der Corona-Auflagen bietet die Winterstubb auch einen To-Go-Verkauf der gastronomischen Spezialitäten an. Die Winterstubb öffnet vom 24. November bis zum 10. Januar von 10.30 Uhr bis 22 Uhr, sonntags von 12 bis 22 Uhr.

Sternschnuppenmarkt Impressionen aus 2019

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ESWE Eiszeit Impressionen aus 2019

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Die offizielle Internetseite zum Sternschnuppenmarkt finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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