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„Ballon“, Fluchtversuch mit drei Anläufen

Zwischen Mauerbau und Mauerfall gelingt mindestens 5075 DDR-Bürgern die Flucht durch die Sperranlagen nach Westberlin. Die Caligari Filmbühne zeigt am 19. März den Film „Ballon“ – eine Flucht über den Luftraum.

Volker Watschounek 5 Jahren vor 0

800 Menschen flüchteten durch die Kanalisation. 1000 Menschen kamen in Autos in Hohlräumen versteckt. Andere versuchten es mit einem Ballon.

Das Internet gab es noch lange nicht. Das Nachrichtennetz bestand aus Telegraf, Funk und Telefon. Bis sich Nachrichten herumgesprochen haben, vergingen Tage. In diese Zeit fällt die Flucht der Familien Strelzyk und Wetzel.

Caligari Film Bühne, kurz gefasst

Seniorenbeirat – „Ballon“
Wann:
Dienstag, 19. März 2019, 15:30 Uhr
Wo: Caligari Film-Bühne, Marktplatz 2, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen)
Eintritt: 5,00 Euro

Die im zweiten Anlauf geglückte Flucht im September 1979 zählt mit zu den spektakulärsten seit dem Bau der Berliner Mauer. Von langer Hand vorbereitet sammelten Kollegen in monatelanger Arbeit mit ihren Ehefrauen die erforderliche Stoffmenge, nähten daraus einen Ballon, fertigten eine Gondel an … Die Stasi erhält Hinweise auf den Fluchtversuch. Mit kommt die Stasi den flüchtenden dichter auf den Fersen – ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Kurz nach Mitternacht haben wir uns auf den Weg gemacht… Da mein Wartburg nicht einsatzbereit war, bin ich und Frank, der große Sohn der Strelzyks mit meinem Moped „Java-Mustang” gefahren.“ – Günter Wetzel

Auf der Webseite Ballonflucht.de schreibt Günter Wetzel, dass viele Jahre vergangen seien, seitdem er mit dem selbstgebauten Heißluftballon die ehemalige DDR verlassen hätten. Es hat sich seitdem vieles verändert, auch die DDR gibt es nicht mehr. Vieles aus dieser Zeit scheine in Vergessenheit geraten zu sein. Andererseits gebe es viele junge Menschen, die diese Zeit gar nicht mehr kennengelernt hätten, oder zu jung seien, um sich noch daran zu erinnern – deshalb ist es wichtig dass Filme wie „Tunnel“ oder „Ballon“ immer wieder an diese Zeit erinnern. Das es Webseiten gibt. Dass die schier unglaublichen Geschichten lebendig bleiben.

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.