Im Prozess vor dem Wiesbadener Arbeitsgericht geht es um die ausgesprochene Kündigung und mögliche Abfindungsansprüche. Manche Blüte kommt dabei zum Vorschein: eine Arztrechnung für eine Magenverkleinerung. AWO

Nicht nur stattliche Gehälter und dicke Dienstwagen, teure Mobiltelefone und mit tausenden Euro aufgeladene Kreditkarten, auch die Gesundheit ihrer Spitzenkräfte ließ sich die Wiesbadener Arbeiterwohlfahrt (Awo) etwas kosten, schreibt der Wiesbadener Kurier in seiner Montagsausgabe am 14. Juni. 11200 Euro für eine Magenverkleinerung werden genannt. Das können Adrian Gabriel, Vorsitzender Die Linke.Wiesbaden und Ingo von Seemen, Fraktionsvorsitzender Die Linke. Stadtfraktion Wiesbaden nicht unkommentiert stehen lassen.

Pressemitteilung Die Linke Rathausfraktion

Der aktuelle Bericht des Wiesbadener Kurier mit Hintergründen aus einem der AWO-Verfahren ist absolut erschütternd. Die Arbeiterwohlfahrt e.V.  ist für die Fürsorge sozial Benachteiligter von größter Bedeutung. Mit umso größerer Sorge sehen wir die nicht enden wollenden Enthüllungen um die Hintergründe der AWO-Affäre. All dies ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die in den zahlreichen AWO Einrichtungen wertvolle soziale Arbeit leisten und ebenfalls derjenigen, die sich ehrenamtlich in den regionalen Gremien engagieren und für die AWO Grundwerte wie „Solidarität“, „Gleichheit“ und „Gerechtigkeit“ einstehen. Es muss ebenso darum gehen, dass diejenigen persönliche Verantwortung für Korruption, Schamlosigkeit und Vorteilsnahme übernehmen wie die AWO als Organisation zu erhalten, so Adrian Gabriel

Ingo v. Seemen, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. Stadtfraktion Wiesbaden

Dass man sich nicht nur einfach bereichern wollte, sondern es dann als 17 Einzelbuchungen aufgeteilt hat, zeugt von stark ausgeprägter krimineller Energie. Die Richters haben scheinbar alles dafür getan die Arbeiterwohlfahrt als anerkannten Sozialverband moralisch zu diskreditieren. Nachdem es in den letzten Wochen einigermaßen ruhig um die AWO geworden war, scheint es noch mehr zu geben als das, was wir bisher wissen. Wir fragen uns mit was uns die Richters als nächstes enttäuschen werden. Der AWO-Sumpf muss trockengelegt werden!

Foto: Volker Watschounek 

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