Frankfurt ist Hauptstadt des Jazz in Deutschland. Nirgendwo sonst treten so viele Exzentriker in Erscheinung. Nirgendwo sonst gibt es eine ähnlich konservative Musikhochschule, die mit der Stadt Jazzstipendien vergibt.

In Zeiten rückrollender Energien in Kultur und Politik, erheblicher Unübersichtlichkeit, Zersplitterung und Unberechenbarkeiten, schlägt sich die allgemeine Situation auch auf kreative Musiker der Echtzeit zurück. Hörbar ist das am Samstag mit der Alfred Harths Revolver 23.

Jazz in Wiesbaden, kurz gefasst

Alfred 23 Harth präsentiert – Revolver 23
Wann: Samstag, 29. September, 20:00 Uhr
Wo: Stadtbibliothek Wiesbaden – Mauritius-Mediathek, Hochstättenstraße 6-10, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt: 8,00 Euro

Konzeptionell orientierte Komponisten wie Alfred 23 Harth und seine aktuelle Gruppe Revolver 23 entsichern wieder überdenkend ihre Mittel aufs Neue, zurückrollende Aussagerichtung, Skeptizismus und Zielvorstellung ad hoc für die Bühne live zu moderieren. Gewachsene Stilmittel der Postmoderne, strukturierte Improvisationen, dadaistisch verdrehte Textfragmente, Rückgriffe auf jazziges Vintage und Noise werden nochmals durchwandert im Remix von „When the Future was Now“, so der aktuelle Albumtitel eines Duos des Gitarristen Nicola L. Hein mit A23H, und dessen Trio Album „Confucius Tarif Reduit“ zusammen mit Marcel Daemgen und Jörg Fischer. Zu viert sind sie Revolver 23, mit musikalischer Munition aus mehr als sechs Kammern gewappnet.

Rückblick

2014 tourte Harth mit Chris Cutler in Japan und mit Carl Stone und Uchihashi Kazuhisa in Südafrika. Auch war er an einem Lindsay-Cooper-Memorial anlässlich des London Jazz Festival und des Huddersfield Contemporary Music Festival und in Forlì, Italien, beteiligt. Mit Kazuhisa Uchihashi, Mitsuru Nasunound Chris Cutler trat er 2015 auf dem Frankfurter Jazzfestival als Hope auf. Harth ist mit der koreanischen Künstlerin Yi Soonjoo verheiratet.

Alfred Harth

Er ist am 28. September 1949 in Kronberg im Taunus geboren und gilt als genreüberschreitender Musiker, Komponist und Multimedia-Künstler. Als Sohn des Frankfurter Kaufmanns Friedrich Harth und seiner Frau Käte (geb. von Zeletzki) wuchs er in Kronberg auf. Sein älterer Bruder ist der Literatur- und Kulturwissenschaftler Dietrich Harth. Nach Improvisationsunterricht bei Carlo Bohländer und Emil Mangelsdorff gründete Harth bereits in der Schulzeit ein Jazztett. Mit seinem Essay Über Synästhesie begann er 1967 seine kreativen Horizonte einer großen Vielfalt von künstlerischen Bereichen zu öffnen. (Quelle: Wikipedia)

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