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Eröffnung im Dichterviertel: Das Quartiershaus bringt Wohnen, Pflege und Gemeinschaft unter ein Dach.

Mehr als ein Zuhause: Dichterviertel bekommt Quartiershaus

Im Dichterviertel eröffnet ein Quartiershaus, das Wohnen, Pflege und Gemeinschaft neu denkt. Die GWW setzt auf kurze Wege, starke Netzwerke und ein Modell, das Menschen ermöglicht, länger selbstbestimmt im vertrauten Umfeld zu leben – mitten in Wiesbaden.

Volker Watschounek 3 Stunden vor 0

Im Dichterviertel gibt es ein Ort für selbstbestimmtes Leben: Das Quartiershaus verbindet Wohnen, Pflege und Gemeinschaft direkt im Alltag der Menschen.

Wiesbaden bekommt einen Ort, der mehr will als vier Wände und ein Dach. Im Dichterviertel öffnet die GWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft ein Quartiershaus – und setzt damit auf Nähe, Unterstützung und Alltagshilfe direkt vor der Haustür.

Ein Modell für die Zukunft

Am 10. April hob sich im Gemeinschaftsraum der Wolfram-von-Eschenbach-Straße 1A zum ersten Mal der Vorhang für das neue Quartiershaus Dichterviertel. Vertreter aus Stadt, Wohnungswirtschaft und sozialen Einrichtungen waren zusammengekommen, hörten Reden, nickten zustimmend – und diskutierten ein Thema, das immerzu drängt: Wie gelingt gutes Leben im Alter?

Die Antwort versucht im Dichterviertel das Quartiershaus zu geben. Es verbindet Wohnen, Pflege und soziale Angebote im direkten Umfeld. Kein Neubau auf der grünen Wiese, sondern ein weiterentwickeltes Bestandsgebäude. Kurze Wege, vertraute Nachbarschaft, Hilfe im Alltag – das Konzept orientiert sich am sogenannten Bielefelder Modell und passt es an Wiesbaden an.

Gemeinsam statt nebeneinander

Die Idee dahinter ist so einfach wie anspruchsvoll: Menschen sollen bleiben können. In ihrer Wohnung, in ihrer Straße, in ihrem Viertel. Auch dann, wenn der Alltag schwieriger wird. Pflegedienste wie Robins Care sind bereits vor Ort aktiv, beraten, unterstützen und bringen Struktur in den Alltag. Weitere Kooperationen entstehen. Die Johanniter servieren Mittagessen, E-Lotsen helfen bei digitalen Fragen, soziale Träger vernetzen Angebote.

Es entsteht ein Geflecht, das trägt. Nicht spektakulär, aber wirksam.

Politik und Praxis ziehen an einem Strang

Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher spricht von einem notwendigen Schulterschluss. Stadt, Wohnbaugesellschaften und soziale Träger müssten zusammenarbeiten, um Antworten auf den demografischen Wandel zu finden. Genau das passiert hier.

Auch GWW-Geschäftsführer Thomas Keller bleibt konkret. Er spricht nicht von Visionen, sondern vom Alltag: von Wohnungen, die vertraut bleiben sollen, von Nachbarschaften, die funktionieren, von Verantwortung, die man übernimmt.

Ein Haus, das lebt

Zur Eröffnung wurde nicht nur gesprochen. Der Chor Cantanti e.V. sang, Gäste griffen zu, Gespräche entstanden. Das Quartiershaus zeigte, was es kann: Begegnung schaffen.

Und genau darin liegt seine Stärke. Es organisiert nicht nur Hilfe – es stiftet Gemeinschaft. Wer hier wohnt, soll nicht allein wohnen. Sondern eingebunden leben

Foto von der Erölffnung ©2025 LH Wiesbaden

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