Eine Orange Bank vor dem Staatstheater Wiesbaden sendet ein klares Signal: Hinschauen statt schweigen.
Vor dem Staatstheater Wiesbaden leuchtet seit Sonntag ein kräftiges Orange. Wer die Treppe hinaufgeht, sieht sie sofort: die neue Orange Bank. Sie lädt nicht nur zum Sitzen ein. Sie fordert zum Hinsehen auf.
Ein Platz, der Fragen stellt
Die Bank kam nicht leise. Am Internationalen Frauentag versammelten sich Gäste, Expertinnen und Interessierte im Theater. Sie hörten zu, diskutierten, widersprachen, suchten Wege aus Gewaltbeziehungen. Danach trugen Helferinnen die leuchtende Bank nach draußen – dorthin, wo täglich viele Menschen vorbeigehen.
Valentina Eimer, Dramaturgin und Vermittlerin im JUST, begrüßte das Publikum. Sie gab dem Treffen Energie und Richtung. Bärbel Riemann vom Zonta Club Wiesbaden sprach deutlich. Gewalt gegen Frauen und Mädchen nimmt zu, sagte sie. Besonders häusliche und sexualisierte Gewalt wächst. Viele Taten bleiben unsichtbar. Viele Betroffene schweigen.
Orange gegen das Schweigen
Genau deshalb steht die Bank jetzt dort. Sie strahlt, sie irritiert, sie erinnert. Wer vorbeigeht, fragt sich: Warum diese Farbe? Warum hier?
Die Antwort liegt in einer weltweiten Bewegung. Seit November 2024 stellt Wiesbaden im Rahmen von „Orange the World“ orangefarbene Bänke auf. Mehr als 30 stehen bereits auf Plätzen, an Wegen, vor Institutionen.
Jede Bank sendet dieselbe Botschaft: Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen.
Der neue Platz vor dem Theater passt gut. Kultur lebt vom Gespräch. Und genau dieses Gespräch soll die Bank auslösen – auf dem Weg zur Vorstellung, nach der Pause oder einfach beim Vorübergehen. Vielleicht setzt sich jemand kurz. Vielleicht beginnt ein Gespräch. Vielleicht entsteht daraus mehr.
Foto – Die neue Orange Bank vor dem Staatstheater Wiesbaden setzt ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. ©2026 Staatstheater
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