In Wiesbaden gibt es 38 Grundschulen. Zu wenig, umallen Kindern im Grund- oder Vorschulalter ein angemessenes und individuell ausgerichtetes Angebot zu bieten.

Am Dienstag gab der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden den Startschuss zur Neuentwicklung des Geländes der Sporthalle an der Wettiner Straße. In den nächsten Jahren soll dort eine vierzügige Grundschule inklusive Zwei-Feld-Turnhalle entstehen

Grundschule und Kita für Südost

Das Lernen in der Schule sollte sich immer an den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Kinder orientieren. Nur so ist es möglich, das Wissen von Kindern und ihre Fähigkeiten zu vertiefen und zu fördern. Altersspezifisch – und das dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen notwendig sind ist nicht neu. Im Ortsteil Südost kennen die Bürger die Mängel seit längerem. Mit seinem Beschluss vom 22. Januar möchte der Magistrat die Situation verbessern. Dem Wiesbadens Schuldezernent Axel Imholz zufolge soll hierfür das Gelände der Sporthalle an der Wettiner Straße neu entwickelt werden

Durch neue Siedlungsgebiete und Nachverdichtung im Schulbezirk der Adalbert-Stifter-Schule ist eine neue vierzügige Grundschule dringend erforderlich.“ – Axel Imholz, Schuldezernent

Auf der Gesamtplanung der SEG, die die komplette Maßnahme zwischen den städtischen Betrieben koordiniert, zeichnet die städtische WiBau GmbH für die Umsetzung der neuen vierzügige Grundschule in der Wettiner Straße sowie neuen Sporthalle verantwortlich. Die Baukosten für die Grundschule mit einer Zwei-Feld-Turnhalle belaufen sich nach aktuellen Vorgaben auf rund 19.776.000 Euro zuzüglich der Mittel für eine genehmigungsfähige Planung von rund 1.255.920 Euro geschätzt.

„Durch den geplanten Neubau von rund 270 Wohneinheiten auf dem Parkplatzgelände an der Balthasar-Neumann-Straße wird nun auch ein zusätzlicher Kindertagesbetreuungsbedarf von zwei Krippen- und drei Elementargruppen entstehen, den wir in den bestehenden Einrichtungen im Ortsbezirk nicht mehr abdecken können. Deshalb wird der Neubau einer fünfgruppigen Kindertagesstätte notwendig sein.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Ziel von Imholz und Manjura ist es eine gemeinsame Campus-Lösung auf dem Grundstück entlang der Wettiner Straße voranzutreiben. Unter Einbeziehung weiterer städtischer Teilgrundstücksflächen im Süden umfasst das Areal dann eine Fläche von rund 7.000 Quadratmetern.

„Auch der Neubau einer fünfgruppigen Kindertagesstätte notwendig sein.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Für die Realisierungsmöglichkeiten von Grundschule, Turnhalle und der Kita ist die Stadtentwicklungsgesellschaft mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. „Wir sind auf die Vorschläge für einen modernen Bau, der die Bedürfnisse eines attraktiven Bildungsstandortes aufgreift gespannt. Die Stadtverordnetenversammlung wird dann darüber zu entscheiden haben, wie wir konkret weiter vorgehen sollen“, beschreiben die beiden Dezernenten das weitere Verfahren.

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