Im Ortsteil Erbenheim fühlen sich die Bürger von der Stadt im Stich gelassen. Anlass dafür geben die Ereignisse am Spielplatz Emil-Krag-Straße.

Es passiert einfach nichts oder einfach das Falsche. Wenn es um den Kinderspielplatz in der Emil-Krag-Straße geht, steht Loreen A. mit ihrer Meinung nicht alleine da. Sie erinnert sich: Das erste Mal habe sie sich vor vier Jahren schon wegen Zustand und des Sicherheitsrisiko an das Grünflächenamt gewandt und mit dem Dezernat telefoniert. Ihren mündlichen Ausführungen hat sie  danach in einer E-Mail  Nachdruck verliehen. Das alles, weil sich ihr Sohn, an dem Drehkarussel verletzt hatte.

Vor Ort Termin

Nach den Schilderungen von Loreen habe sich ein Mitarbeiter des Grünflächenamts der Sache angenommen und sich das angesprochene Karusell angesehen. Wie es zu der starken Quetschung am Ohr des Kind kommen konnte, war für den Mitarbeiter nur schwer nachzuvollziehen. Vermutlich gab es einen Schlag – wie aber ein Teil des Ohrs zwischen die sich drehenden Teile gezogen werden konnte? Eine missliche Situation eben. 

Unterschriftenaktion

Zurecht gab sich Loreen A. damit nicht zufrieden und ergriff erneut die Initiative. Verstärkung holte sie sich von Sabrina L. Zusammen haben sie 2015 eine Unterschriftenaktion gestartet. Mit Listen und der Überschrift Lasst unseren Spielplatz schöner werden sowie einer beigefügter Mängelliste ist sie losgezogen – nicht ohne das Ergebnis dem Grünflächenamt mitzuteilen. Ein paar Kleinigkeiten wurden dann erledigt.

Die für die Nutzer des Spielplatzes wichtigsten Dinge sind aber liegen geblieben. Zum Beispiel gibt es immer noch eine Türklinke am Eingangstor anstelle eines Knaufs – sodass die Kinder die Tür nicht selbst öffnen und auf die Straße rennen können. Die Rutsche auf dem Spielplatz ist für kleine Kinder einfach zu steil und steht in der prallen Sonne. An richtig heißen Tagen, die gab es in diesem Sommer genug, ist die Metallrutsche unbrauchbar. Sie wird glühend heiß. Auch an dem gefährlichen Karussell wurde nichts verändert!

Vier Jahre Stillstand

Das mit dem Karussell ist besonders ärgerlich. Erst in diesem Jahr hat sich Loreens Sohn erneut verletzt, als er von der oberen Plattform gestürzt war, und dabei dem Kopf auf das untere Metallrohr geknallt war. Er musste gleich ins Krankenhaus. Die Diagnose: Gehirnerschütterung. Das Grünflächenamt wurde auch darüber informiert. Unter Strich bleibt: Die letzten Jahre wurde viel  geredet. Es soll auch eine Neuplanung  geben. 2017 wurde angekündigt, dass etwas geschehe, dass der Ortsbeirat Erbenheim Geld für zwei neue Spielgeräte für Kleinkinder zur Verfügung stelle. Mit einbezogen wurden die Bürger aber nicht. Und geschehen, ist letzten Endes auch zu wenig.

Warum werden wir nicht ernst genommen?

Stopp! Vier Jahre später kam der ersehnte Bagger. Die Nutzer des Spielplatz an der Emil-Krag-Straße hatten gehofft das jetzt alles gut werde. Allen Anschein hatten die Eltern zu viel erwartet. Aktuell sieht es danach aus, dass sie wieder enttäuscht werden. So heißt es, dass das gefährliche Karussell stehen bleibe. Nach Loreen A.s Informationen soll außerdem wieder etwas großes aufgestellt werden. So wie es derzeit aussieht, scheint es nicht für Kleinkinder geeignet zu sein.

wird der Spielplatz nicht attraktiver?

Es ist es Verständlich, dass Loreen A. und die Bürgerschaft um sie herum enttäuscht und wütend sind. A. und L. denken, dass gerade doch der Ortsbeirat die Situation richtig einschätzen können müsse. Tatsächlich verkenne er die Situation: das etwa der Spielplatz im Einzugsgebiet mehrerer Kitas liegt, Kindertagesstätten, die dort hin immer wieder Ausflüge unternehmen. Die Bürger fragen deshalb: Warum werden wir nicht ernst genommen und warum wird der Spielplatz nicht attraktiver für die Kleinkinder gestaltet? So wie die Sache aktuell aussieht, schwebt bei den Eltern immer wieder die Angst mit, dass wieder etwas passiert – insbesondere auf dem  Drehkarrussel.

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