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Isithunzi: Monthati Masebe: Musiktheater von Monthati Masebe:

Uraufführung: Isithunzi bringt Klang und Ahnen ins Jetzt

Wenn Klänge erzählen und Körper antworten: „Isithunzi“ bringt Musiktheater in Bewegung. Zwischen elektronischem Puls, indigenen Sounds und gelebter Spiritualität entsteht am 22. Mai ein Abend, der Grenzen verschiebt und Fragen stellt – über Identität, Erinnerung und die Kraft von Klang und Gemeinschaft.

Volker Watschounek 6 Stunden vor 0

„Isithunzi“ feiert Wiesbaden-Premiere: Musiktheater zwischen Ritual, Elektronik und Körper – intensiv, überraschend und hochaktuell.

Manchmal reicht ein Ton, um eine Tür zu öffnen. Manchmal braucht es ein ganzes Orchester – und eine Stimme, die zwischen den Welten wandert. Mit „Isithunzi“ kommt genau so ein Abend nach Wiesbaden: ein Musiktheater, das nicht still sitzen will, sondern atmet, pulsiert und die Bühne zum Resonanzraum macht.

Internationale Maifestspiele , kurz gefasst

Musiktheater Isithunzi von Monthati Masebe:
Eintritt: 18,00 Euro
Wann: Freitag, 22. Mair 2026, 19:30 Uhr
Wo: Hessisches Staatstheater, Christian-Zais-Strasse 3, 65189 Wiesbaden

Einführung 18.45 Uhr: Als Extra im Rahmen der Internationalen Maifestspiele moderiert Intendantin Dorothea Hartmann das Einführungsgespräch mit Jonathan Nott.

Am 22. Mai hebt sich im Studio des Hessisches Staatstheater Wiesbaden der Vorhang für eine Arbeit, die sich nicht in Schubladen sperren lässt. „Isithunzi“ ist Oper, Ritual, Konzert – und dann wieder alles zugleich.

Zwischen Ahnen und Algorithmus

„Isithunzi“ bedeutet Würde. Oder Geist. Oder beides. Und genau so bewegt sich dieses Musiktheater zwischen Welten. Drei Figuren tasten sich durch Erinnerungen, Träume und die unsichtbare Verbindung zu ihren Ahnen. Sie hören Stimmen, die vielleicht nur sie hören – oder die wir längst vergessen haben.

Die Komponistin Monthati Masebe mischt dabei nicht einfach Klänge. Sie bringt sie ins Gespräch. Westliche Instrumente treffen auf indigene Sounds, Live-Elektronik mischt sich ein, Kehlkopfgesang setzt Kontrapunkte. Das Ergebnis klingt nicht nach „Crossover“, sondern nach Aufbruch.

Der Groove hat das letzte Wort

Hier zählt nicht nur, was erklingt – sondern wie es den Körper erreicht. Der Groove wird zur Sprache, der Rhythmus zur Handlung. Wer zuhört, merkt schnell: Diese Musik will nicht gefallen, sie will etwas bewegen. Unter der Leitung von Tim Hawken spielen Musikerinnen, singen, reagieren. Die Komponistin selbst steht auf der Bühne, greift zu Instrumenten, setzt Stimmen frei. Und plötzlich verschiebt sich der Raum.

Die Inszenierung von Theresa Maria Schlichtherle setzt auf klare Bilder, die Choreografie von Tumi Sharon Mkhondo bringt Bewegung in jede Note. Hier tanzt nicht nur der Körper – hier denkt er mit.

Ein Blick über den Tellerrand – und zurück

„Isithunzi“ entstand ursprünglich für die Münchener Biennale und kommt nun als erste Wiesbadener Aufführung zu den Internationalen Maifestspielen. Es ist ein Stück, das Fragen stellt: Wem gehören Klänge? Wer erzählt Geschichten? Und wer hört eigentlich zu?

Monthati Masebe denkt Musik weiter. Als Komponistin, Performerin und Archivar*in bewahrt sie indigene Klangtraditionen und bringt sie zugleich in neue Kontexte. Vergangenheit und Gegenwart reiben sich – und erzeugen Funken.

Foto – Isithunzi: Monthati Masebe ©2026 Laura Nickel

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Mehr zu den Internationalen Maifestspielen lesen unter www.staatstheater-wiesbaden.de.

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