IHK-Organisation ehrt ihre Spitzen-Azubis in Berlin. Dabei erhält der Heidenroder Tobias Erb von Bundesbildungsministerin die Auszeichnung „Bester Berufskraftfahrer Deutschlands“..

Der beste Berufskraftfahrer Deutschlands kommt aus dem Rheingau-Taunus-Kreis: Tobias Erb hat seine Prüfung bei der IHK Wiesbaden mit 98 von 100 möglichen Punkten abgelegt – und damit den besten Abschluss bundesweit erzielt. Der 26-Jährige wurde am 9. Dezember bei der 14. Nationalen Bestenehrung der IHK-Organisation in Berlin von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer ausgezeichnet. Seine Ausbildung hat er bei der Engelhardt Omnibusbetrieb GmbH in Heidenrod absolviert.

„Wir sind stolz, dass einer der Top-Azubis aus unserer Region kommt.“ – Christine Lutz, Geschäftsführerin Bildung bei der IHK Wiesbaden

Christine Lutz  hat den Erb bei der Preisverleihung in der Berlin begleitet. Rund 1.000 Gäste haben insgesamt teilgenommen – darunter die Familien der Besten sowie Vertreter der Ausbildungsbetriebe, Berufsschullehrer, Bundestagsabgeordnete sowie Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammern. Der gebürtige Wiesbadener gehört zu den deutschlandweit besten Azubis in ihren Berufen – und zwar von mehr als 300.000 Prüfungsteilnehmern.

„Mit seiner Leistung macht er anderen Mut. Er zeigt, dass man manchmal mehrere Anläufe nehmen muss, um im Traumberuf anzukommen – und, dass es sich lohnt, am Ball zu bleiben.“ – Christine Lutz, Geschäftsführerin Bildung bei der IHK Wiesbaden

Der Weg zur Auszeichnung als bester Azubis seines Berufes verlief alles andere als geradlinig: Nach drei erfolglosen Ausbildungen war der damals 24-Jährige bei dem Busunternehmen in Heidenrod nochmal neu gestartet. Er war sehr dankbar für diese Chance, mit 24 nochmal eine Ausbildung zu beginnen zu können, sagt Erb. Dabei sei es sein Kindheitstraum gewesen, einmal große Fahrzeuge zu bewegen, so wie sein Vater, der als LKW-Fahrer arbeitet.

„Schließlich konnten sie nicht sicher sein, dass ich dieses Mal dabei bleibe.“ – Tobias Erb

Während der Ausbildung sammelte Erb in der Werkstatt technische Erfahrungen, absolvierte Fahrstunden, lernte die Verkehrssicherheit seines Fahrzeugs zu prüfen und Transportgut richtig zu verstauen. Als Berufskraftfahrer muss er neben den Straßenverkehrsregeln im In- und Ausland auch die rechtlichen Grundlagen im Güter- und Personenverkehr und die Fahrphysik von Kraftfahrzeugen kennen.

„Nur mit der Ausbildung im eigenen Betrieb können wir dem Mangel an Personal in Zukunft etwas entgegensetzen.“ – Frank Engelhardt

Für uns ist es wichtig, dass unsere Auszubildenden alle Abläufe kennenlernen und damit auch die täglichen Probleme im laufenden Betrieb einschätzen können, sagt Frank Engelhardt, der das Busunternehmen gemeinsam mit seinem Bruder leitet. Eine große Rolle spielen dabei Zuverlässigkeit, der Umgang mit den Fahrgästen und natürlich auch das Bewusstsein, mit einem Fahrzeug dieser Größe eine große Verantwortung zu haben. Tobias Erb hat das scheinbar ohne große Anstrengung und mit der dafür erforderlichen Ernsthaftigkeit gemeistert. Derzeit hat das Unternehmen zwei Auszubildende – für den Geschäftsführer ein wichtiger Baustein, um junge Menschen für den Beruf zu begeistern: Das Unternehmen Engelhardt beschäftigt 80 Mitarbeiter in zwei Betrieben: eines betreibt ÖPNV, das andere Reiseverkehr durch Europa. (Foto: Jens Schicke)

Hintergrund: Ausbildung zum Berufskraftfahrer/in

Ausbildungsdauer, drei Jahre
Voraussetzung, Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Betriebe erwarten aber meist mindestens einen Hauptschulabschluss. Aufgrund der Führerscheinregelungen kann eine Ausbildung erst mit dem 16. (Lastkraftwagen) oder 18. Lebensjahr (Omnibusse) begonnen werden.
Tätigkeit, Berufskraftfahrer arbeiten im Güterverkehr oder in der Personenbeförderung. Sie transportieren Güter mit Lkw aller Art. Im Personenverkehr führen sie Linien- und Reisebusse. Sie achten dabei auf Sicherheit sowie wirtschaftliche und umweltschonende Aspekte, kontrollieren, warten und pflegen Fahrzeuge und wissen, wie sie sich bei Unfällen und Zwischenfällen verhalten müssen.
IHK-Ansprechpartner:  Sascha Vohla, Telefon 0611 1500-185, s.vohla@wiesbaden.ihk.de

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Die offizielle Internetseite der IHK-Wiesbaden finden Sie unter www.ihk-wiesbaden.de.

 

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