Morgendliches Glatteis, Schnee fällt und wenn es regnet, droht Blitzeis. Wenn es dazu noch dunkel ist nimmt im Flachland bei vielen Autofahren die Angst vor der nächsten Autofahrt zu. Der Stresslevel steigt.

Was die Temperaturen betrifft, ist der Winter in den vergangenen Tagen im Flachland angekommen – und Schnee und Glätte drohen auch da, wo man eher weniger an den Umgang mit diesen Phänomenen gewöhnt ist. Winterliche Straßenverhältnisse sind eine Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmer. Ob Fahrradfahrer, Fußgänger oder Autofahrer, das Stresslevel steigt. Um dieses während der Fahrt mit dem Auto möglichst gering zu halten, sollte man schon vorher alle zusätzlichen Unsicherheitsfaktoren ausschalten, rät Matthias Habel, Meteorologe bei WetterOnline.

Checkliste für Autofahrer

Die notwendige Ausrüstung für das Fahrzeug steht ganz oben auf der Checkliste: Winterreifen, geladene Batterie, Frostschutz im Wischwasser und ein funktionierender Kühler sollten vorhanden sein, der Tank ausreichend gefüllt. Eiskratzer und Schneefeger sowie Enteisungsspray sollten außerhalb des Autos vor der Fahrt griffbereit sein. Eine warme Decke, ein Handykabel und ein heißes Getränk gehören bei längeren Fahrten für den Fall eines größeren Staus in das Auto. Auch eine Sonnenbrille sollte im Auto parat liegen, um das Blenden durch die tiefstehende Sonne zu verhindern. Hinter dem Steuer schränkt dicke Winterkleidung die Bewegungsfreiheit ein, deshalb sollte man diese vorher ausziehen. Ein ganz wichtiger Faktor zur Stressvermeidung ist Zeit. Diese braucht man für das vollständige Befreien des Autos von Schnee und Eis und vor allem auch während der Fahrt.

Achtsame Fahrweise

Für ein Fahrsicherheitstraining ist es jetzt zu spät. Wenn Sie sich aber einmal gezielt auf de Winter vorbereiten möchten, dann sollten Sie über Fahrtraining nachdenken. Das hilft Ihnen nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer oder Herbst bei Aquaplaning. Eine gute mentale Vorbereitung ist auch, die Situation hinter dem Steuer gedanklich einfach durchzuspielen. Beim Anfahren gilt es, wenig Gas zu geben. Haben Sie sich festgefahren, hilft es das Auto durch vorsichtiges Gas geben ins Schunkeln zu bringen und dann im richtigen Moment etwas mehr Gas zu geben.

Vernünftig Bremsen

Da der Bremsweg auf glatten Straßen deutlich länger ist, ist es besonders wichtig Abstand zu halten. Rechtzeitiges und vorsichtiges Bremsen verhindert das Ausbrechen des Wagens. Kommt man doch ins Rutschen: Fuß von der Bremse, Kupplung treten und gegenlenken. Ruckartige Manöver sind generell zu vermeiden. Bei einer notwendigen Vollbremsung reagiert das Antiblockiersystem. Mit diesem bleibt das Auto lenkbar und einem Hindernis kann ausgewichen werden. Beim Bremsen eines alten Autos ohne ABS hilft die „Stotterbremse“. Und schließlich gilt: Wer im Hinterkopf hat, dass neben einem selbst auch andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen und ebenso unter Stress stehen können, der fährt generell vorsichtiger.

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