Der Kaiser-Wilhelm-Turm oben auf dem Schläferskopf ist das Pendant zum Kellerskopf. Am Tag des offenen Denkmals steht er allen offen. Der historische Gastraum mit dem „Kaisersaal“ wird ebenfalls geöffnet.

Es ist Wiesbadens Beitrag zu den European Heritage Days, und er findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt. Koordiniert wird der Tag des offenen Denkmals seit 26 Jahren von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert – und wer mag, kann dabei ganz Deutschland kennen lernen.

Kaiser-Wilhelm-Turm, kurz gefasst

Tag des offenen Denkmals – er thront auf dem Schläferskopf
Wann: Sonntag, 8. September 2019, 11:00 bis 16:00 Uhr
Wo: Schläferskopf, 65199 Wiesbaden (Anfahrt planen!)

Ganz Deutschland, viele Baudenkmäler in Wiesbaden und auch der Kaiser-Wilhelm Turm stehen am 8. September im Fokus. Wer die vielen Stufen bis heute nicht erklommen hat, es lohnt sich. Besondere am Tag des Denkmals ist nicht nur, dass der Turm geöffnet ist – obzwar die gastronomische Nachfolge des Kaiser-Wilhelm-Turms nichtendgültig geklärt ist, wird zu diesem Anlass der historische Gastraum mit dem sogenannten „Kaisersaal“ geöffnet.

Geschichte hautnah

In dieser Zeit haben Besucher die Chance, sich über die Bedeutung des Kaiser-Wilhelm-Turms als einzigartiges Kulturdenkmal zu informieren. Als Ansprechpartner stehen der Vorsitzende des Rhein-Taunus-Klub e.V., Jörg Sobek und weitere Mitglieder des Vereins zur Verfügung. Auch der Leiter der städtischen Denkmalbehörde, Stadtkonservator Martin Horsten, wird am späten Vormittag vor Ort sein und über die Geschichte dieses nach dem Jagdschloss auf der Platte zweithöchsten Kulturdenkmals der Stadt Wiesbaden, sowie über die in den letzten Jahren von der Stadt am Turm durchgeführten Sanierungsmaßnahmen informieren.

Kaiser-Wilhelm-Turm

Bereits 1883 wurde auf dem Schläferskopf ein hölzerner Aussichtsturm errichtet, der wegen Baufälligkeit im Jahre 1900 abgetragen wurde. Bei dem heutigen, insgesamt rund 30 Meter hohen Turm, der aus Taunusquarzit und Basaltlava gebaut wurde, handelt es sich um den Nachfolgerbau. Er entstand in den Jahren 1905/1906 auf Betreiben des damals sehr aktiven Wiesbadener Verschönerungsvereins. Nach den Plänen des Architekten Euler wurde ein pittoresker Rundturm errichtet, der mit seinem auf der Aussichtsplattform aufsitzenden Warttürmchen einem mittelalterlichen Wachturm oder auch Bergfried nachempfunden ist.

Gegenläufige Spiralen

Der Turm ist – zusammen mit dem angrenzenden Kaisersaal – ein wesentlicher Baustein im Rahmen des systematischen Ausbaus der Wiesbadener Kur-Landschaft, der vor allem durch die Bürger der Stadt selbst vorangetrieben wurde. Gestaltung, Namensgebung und Inschrift sind zugleich politische Manifeste mit überregionalem Anspruch. Architekturgeschichtlich bemerkenswert ist vor allem die Treppenanlage mit zwei gegenläufig gesetzten Spiralen, die oben und unten zu separaten Ein – oder Ausgängen führen und einen getrennten Auf – oder Abstieg ermöglichen.

Kaiser-Wilhelm-Turm

Der Turm ist – zusammen mit dem angrenzenden „Kaisersaal“ – ein wesentlicher Baustein im Rahmen des systematischen Ausbaus der Wiesbadener Kur-Landschaft, der vor allem durch die Bürger der Stadt selbst vorangetrieben wurde. Gestaltung, Namensgebung und Inschrift sind zugleich politische Manifeste mit überregionalem Anspruch.

Architekturgeschichtlich bemerkenswert ist vor allem die Treppenanlage mit zwei gegenläufig gesetzten Spiralen, die oben und unten zu separaten Ein – oder Ausgängen führen und einen getrennten Auf – oder Abstieg ermöglichen.

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Die offizielle Internetseite zum Tag des offenen Denkmals finden Sie unter www.tag-des-offenen-denkmals.de

 

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