So wie die Gletscher und die vielen Dreitausender-Berggipfel die Landschaft prägen, so gehören Schnee und Eis, aber auch Hütten und Almen wie selbstverständlich in das Bild vom Stubai-Tal. 

Im Winter wie im Sommer, das Stubai Tal ist immer eine Reise Wert. Das dachte sich auch der Großteil der rund 270 Starter, die sich bei der dritten Auflage des Stubaier Ultratrailder Herausforderung von 10000 Höhenmetern auf 65,5 Kilometern Wegstrecke gestellt haben. Sie sind von Dänemark, aus der Schweiz, Frankreich, Italien  … und aus dem Rhein-Main Gebiet angereist. Innsbruck, die Kaiserliche Hofburg, der Vorplatz des Landestheaters – dort starteten der Tross in der Nacht von Freitag auf Samstag zum erlebnisreichen und schwer zu vergessenden 65K-Abenteuer. Andere erkundeten da noch die Strecken der 35K-, 19K- und 8K-Läufe, die im Laufe des Samstagvormittags gestartet wurden. Mittendrin wir, mit dem kleinem Unterschied, dass wir unsere Exkursion lange vor dem Start am Freitagmorgen im Neustifter Ortsteil Milders begonnen hatten.

Frühstück auf der Milderaunalm

Unsere erste Etappe führte uns hinauf zur Milderaunalm. Nach einem empfehlenswerten Frühstück folgten wir der neuen Route entlang des Ultratrails rund 8 Kilometer über schmale Pfade, entlang von Wasserfällen und einzigartiger Natur in die Stubaier Berge. Über den sogenannten „Ring“ erreichten wir nach 5 Stunden die neue Regensburger Hütte. Unser Schnitt: gut 50 Minuten der Kilometer. Vor drei Jahren haben sich Martinaund Herbert Oferhoch über Falbeson  mit ihren zwei Kindern einen Traum erfüllt – und die Hütte vom Deutschen Alpen Verein, Sektion Regensburg, gepachtet. Am 12. Juli starten sie heuer in ihren vierten Sommer. Bis es los ginge, bliebe die Spannung wegen des neuen Nebengebäudes groß, so Martina und Herbert. Von außen betrachtet wirkt vieles fertig. Auch im Detail existiert an vielen Stellen bereits der Feinschliff. So hakten wir fest: Neubau du alte Hütte haben den Winter gut überstanden? Alles ist Bestens!

Frühstück auf der Milderaunalm

Frühstück auf der Milderaunalm

Die neue Regensburger Hütte

2013 unter besonderen Schutz gestellt, wird die Regensburger Hütte seit Juli 2018 behutsam umgebaut. Zuerst wurde sie um einen modernen dreistöckigen Zubau ergänzt. Die Küche wurde im Winter den gestiegenen Kapazitäten nach modernisiert, die große Zirben Stube neu ausgekleidet und modern hergerichtet. Das Foyer und der Treppenaufgang sind unverändert, zusammen mit den noch fertig zu stellenden Zimmern im ersten Stock, strahlt das Gesamtbild den Charme alter Tage aus. Ohne 12-Personen Matratzen-Lager. Die Gäste schätzten heute einfach mehr Komfort, erklärt Martina. Mit den Zwei-Bett und Vier-Bett-Zimmern und den neuen Sanitäranlagen für die rund 100 Nächtigungsgäste ist das gelungen. w

Wer gerne eine Hüttentour wagen möchte, seine Aversion gegen Etagenbetten aber nicht ablegen kann… Machen Sie sich keinen Kopf. In der neuen Regensburger Hütte sind Sie genau richtig. Buchen sie ein Zweibettzimmer. Legen Sie die Matratzen auf den Boden und genießen sie die Ruhe in den Bergen im hergerichteten Doppelbett. Das i-Tüpfelchen auf dem Weg von den Stuben zum Zimmer sind da die Unisex Crocs zum Wohlfühlen – lila für den Herren, Hellblau für die Damen, gratis und zum dazulassen.

Regensburger Hütte im Stubai Tal

Regensburger Hütte im Stubai Tal

65K Ultratrial

Zurück zum 65K Ultratrail. Nach dem Start um Mitternacht in Innsbruck, wurden die ersten Teilnehmer des Ultzratrails gegen 6:00 Uhr an der Regensburger Hütte erwartet. Wir staunten nicht schlecht, als der Spanier Christofer Clemente Morabereits nach fünf Stunden die und 30 Minuten die Regensburger Hütte passierte – und nach einem guten Marathon und 4949 Höhenmetern richtig frisch wirkte. Inzwischen waren auch die Läufer des Stubai 35K gestartet. Bis zum Start des Stubai 19k und Stubai 8K dauerte es aber, sodass wir im Rahmen unserer Exkursion nach Klaus Äuelebei Falbeson absteigen und dem Start der 19K Läufer beiwohnen konnten.  Die Strecke, die alle Läufer ab der Regensburger Hütte zurückgelegt hatten, nahmen wir nach einem Zwischenstopp im Hotel mit einer der neuen großen Gondeln am Stubaier Gletscher. Wie Lemminge wirkten die Läufer von hier. Langsam und behutsam stiegen sie auf zu der Eisgrat Bergstation, keine 2 Kilometer vor dem Zeil, das Clemente bereits lange erreicht hatte.  dort bekamen wird dann auch einen letzten Eindruck des abwechslungsreichen Trails mit seiner einzigartigen Strecke und dem unmöglichen Schlusssport. Der Schlussanstieg über 1800 Meter mit 250 Höhenmeter, für alle Läufer gleich, führte die über Schnee und Eis.

Impressionen vom Ultratrail

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Urlaub statt Höchstleistung

Die Timelimits unterwegs können Stress bereiten. Für alle Starter galt 18:30 Uhr als finaler Zielschluss. Das heißt, im Durchschnitt 3,6 Kilometer die Stunde bei rund 550 Höhenmeter. Das es auch gemächlicher geht, haben wir auf unserer Exkursion gesehen. Anstelle der vorgegebenen 90 Minuten haben wir uns von der Milderaunalm bis zur neuen Regensburger Hütte richtig Zeit gelassen. Nach einer kühlen Dusche und einer Mütze voll Schlaf hätte es dann weiter gehen können. Etwa auf dem Stubaier Höhenweg – von einer Hütte zur nächsten. Dabei ist kein Trail wie der andere. Jeder passt seine Route individuell an. Findet seinen Weg in der einzigartigen Natur – ganz gleich ob auf der Zuckerhüte, auf dem Habicht – auf dem Höhenweg… Sie müssen es nur wagen.

5 Tourentipps im Sommer im Stubaital

  • Bergtour: Zuckerhütl
  • Hochtour: Auf den Habicht
  • Hochtour: Wilder Freiger
  • Wanderung: Grawa Wasserfall
  • Wanderung: Habicht aus dem Stubaital
  • Mehrtagestour: Wilder Freiger, Wilder Pfaff, Zuckerhütl

Informationen zum Stubai Ultratrail gibt es auf der offiziellen Seite vom Stubaital hier.

Die offizielle Webseite vom Stubaitral finden Sie hier.

Informationen zu Läufen in Wiesbaden finden Sie hier.

 

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