Die Sporthalle am Dyckerhoff-Sportfeld ist in die Jahre gekommen. Die Halle ist marode und so für Sportvereine und Schüler nicht mehr sicher zu benutzen.

Nach Vortrag im Wiesbadener Stadtparlament wurde beschlossen, Biebrichs Bürger bei der Frage zur Sanierung der Sporthalle am Dyckerhoff-Sportfeld mit einzubeziehen. Am Montagabend war es dann soweit: Der Arbeitskreis gab vor Ort eingangs seinen Bericht zum Zustand der Halle ab: Eingeladen waren die Biebricher Sportvereine und die Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule als Nutzer, der Ortsbeirat soweit Interessierte Bürger.

Das Interesse ist groß

Etwa dreißig Interessierte waren gekommen. Sie trafen sich vorab an der Sporthalle zu einer Besichtigung unter der Führung durch Alexander Grautegein vom Sportamt. Ein persönlicher Eindruck ist eine wichtige Voraussetzung für eine sachgerechte Meinungsbildung, wie Gabriele Kotzke von der Stabsstelle „Wiesbadener Identität.Engagement.Bürgerbeteiligung“ einleitend hervorhob.

Ortsbegehung

Rückmeldungen nach der Besichtigung waren: Die Halle macht für ihr Alter einen freundlichen Eindruck, sie ist gut ausgelastet, es gibt aber bauliche Mängel, die vor allem das Dach, die Sanitäranlagen, die Heizung und Wärmedämmung betreffen. Die Ansprüche des Schulsports können in der bestehenden Halle nicht alle erfüllt werden, insbesondere gibt es nicht genug Platz in der Halle um die dritte Sportstunde anzubieten. Die Halle ist auch nicht barrierefrei.

Erster Interessensaustausch

Anschließend kamen die Teilnehmer des Arbeitskreises in der benachbarten Riehlschule zum Meinungsaustausch zusammen. Christian Heime von Stadtplanungsamt, Ulrich Bernstein vom Hochbauamt und Karsten Schütze als Leiter des Sportamtes berichteten über die Fakten: Etwa 600.000 Euro seien bereits in die Sanierung geflossen, insbesondere in die Duschen zur Verhinderung von Legionellenbefall und den Funktionsbau mit Hausmeisterwohnung. In Heizung, Lüftung und neue Brandschutztüren wurde ebenfalls investiert.

Mängelliste Sporthalle Dyckerhoff-Sportfeld

Das Dach bestehe aus mit Dachpappe bedeckten Spanplatten. Nach Expertenmeinung sei es nicht mehr regendicht und vor allem durchtrittsicher. Es müsse auf jeden Fall komplett erneuert werden. Kritik an der Hallensituation kam aus der Lehrerschaft: Im Winter sei es zu kalt, der Hallenboden sei mangelhaft, es fehle eine Auslaufzone am Spielfeldrand, auch sei die Kapazität zu gering.

Fragen, Fragen, Fragen

Unter der Moderation von Joachim Fahrwald vom Büro memo-consulting wurden zahlreiche Punkte gesammelt, die für und gegen eine Sanierung oder einen Neubau sprechen. Ein Neubau könnte zwar alle Ansprüche erfüllen, ist er aber auch bezahlbar und was passiert in der Zwischenzeit? Hält das Dach so lange durch, bis ein Neubau steht, oder gibt es eine Zwischenphase, in der gar keine Halle zur Verfügung steht? Muss dann parallel zum Neubau viel Geld noch in eine Übergangslösung gesteckt werden? Wo gibt es ausreichend Parkraum für eine größere Halle? Mit welchen Kosten ist am Ende zu rechnen? Viele Fragen konnten noch nicht ad hoc beantwortet werden, die Schule, die Vereine und die Verwaltung nahmen daher Arbeitsaufträge mit, um zur nächsten Sitzung belastbare Antworten liefern zu können.

Ausblick

Wie Herr Schwarze, der Schulleiter der Rhielschule abschließend betonte, besteht der Vorteil des Beteiligungsverfahrens darin, dass man sich gegenseitig auf den neuesten Stand bringt und eine Diskussionsgrundlage schafft, die am Ende eine ausgewogene Meinungsbildung ermöglicht. Auch zur kommenden Sitzung am 6. September um 18:00 Uhr in der Riehl-Schule sind Interessierte herzlich willkommen.

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