„Wahlkampf und Wirklichkeit passen nicht zusammen. Ein Weiterspielen des Gewohnten trägt nicht dazu beitragen, völlig neue Herausforderungen zu bestehen.“

Erfahrene Politiker wissen im Wahlkampf, wie sie Zuhörer emotional einfangen. Mal sind es persönliche Geschichten, die sie und die Zuhörer verbinden, beim nächsten Mal sind es Themen, die unter die Haut gehen. Genau so war es bei dem Auftritt des Spitzenkandidaten Robert Habeck Bundestagswahlkampf der Grünen auf dem Dern’schen Gelände. Bevor Habeck auf Themen wie Corona, Klimaschutz, Mobilität … eingegangen ist, hat er mit einen Blick auf Afghanistan die Menschen auf seine Seite gezogen. Ähnliche Bilder wie vor 40 Jahren in Vietnam. Sie werden sich an die Bilder der Menschen erinnern, die sich an Flugzeuge, die gerade starten wollen klammern, an die Not, die in Afghanistan ist und die schiere Panik der Menschen, die vor den Taliban fliehen.  Die militärische Niederlage in Afghanistan sei eine Niederlage und ein Fiasko für den Westen. Doppelt tragisch werde es, wenn zu der militärischen Niederlage die moralische hinzukomme. Das ist die Situation, die wir dort haben, – da müsse man Verantwortung übernehmen und nicht die Menschen im Stich lassen, die darauf vertrauen, was vor 20 Jahren gesagt wurde. Dass das Land eine stabile Demokratie werden solle, dass Menschen dort geachtet werden, das Mädchen zu Schule gehen können und das eine Freiheit in der Religionsausübung gelte.

„Freiheit wird in der Regel gleichgesetzt mit der Freiheit kommender Generationen.“ – Robert Habeck, Grüne

Verantwortung, das gelte aber gleichwohl auch für die Vorbereitungen auf den Herbst in der Pandemie. Wenn jetzt bereits über Schulschließungen im Herbst nachgedacht werde, fragte der beinahe Kanzlerkandidat der Grünen, ob Deutschland wieder so schlecht vorbereitet sei. Das gelte gleichwohl auch für das große Thema unserer Zeit, die globale Erderwärmung. Das Leib- und Magenthema der Grünen: Klimawandel und Klimaschutz. Wir brauchen ein Klima, dass sich nicht so dolle erhitzt, als das ein Leben bedroht von der Natur unmöglich wird. Dass die Gesellschaft  immer wieder die Möglichkeit hat, neu zu entscheiden, wie wir in Zukunft leben wollen. In seinen gut 60-minütigen Ausführungen ist Habeck auf die Probleme unserer Zeit eingegangen. Er hinterfragte Begriffe wie Freiheit und Rechtsverständnis. Er appellierte an Höflichkeit und Rücksichtnahme und vertrat die Meinung, dass es bei dieser Bundestagswahl am Ende auch darum gehe.

Loslassen, nicht festhalten

Politik müssen neu gedacht werden. Es gehe darum zu verstehen, wohin die gesellschaftliche Dynamik führt, zu verstehen, was der Wille in der Gesellschaft ist und wie das organisiert werden kann. Eine Partei, die um die Führung dieses Landes kämpft, muss verstanden haben, was dieses Land ist und wie es sich verändert hat. Ob das die Union kann – oder andere Parteien – und welche Partei die dafür geeignete sei, dass sollen die Wähler entscheiden. Dass sich die Grünen dieser Aufgabe stellen, das versprach Robert Habeck mit großer Ernsthaftigkeit, bevor er seine Ansprache beendete und die nähe zu den Wählern suchte – zu Jung und Alt, zu Kindern wie Senioren.

Als Erinnerung an seinen „ersten Aufrtitt“ in Wiesbaden überreichte die Wiesbadneer Direktkanditatin Uta Brehm dem ein Sixpack Bierstadter Gold.

Robert Habeck leistet Überzeugungsarbeit

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Bild oben ©2021 Volker Watschounek

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Die offizielle Internetseite von Robert Habeck finden Sie unter www.robert-habeck.de.

 

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