Das Match gegen den amtierenden Pokalsieger und Tabellenzweiten war eines dieser Spiele, die trotz Niederlage, weder die Fans noch die Spieler wirklich unglücklich stimmte. 

Gleich im ersten Viertel bewiesen die Hausherren den Zuschauern und Fans, dass sie trotz Niederlagenserie zu Beginn der Saison, zu einer verschworenen Einheit zusammengewachsen sind. Insbesondere Kapitän Amacher, der neun seiner insgesamt 13 Punkte im ersten Viertel erzielte, entpuppt sich immer mehr zum Antreiber und Leader. Sein erfolgreicher 3-Punkte-Wurf zum 7:6 (4. Min.) war es auch, der dem Team und dem Wiesbadener Anhang zeigte, dass die Rhinos im Match und der Saison endgültig angekommen sind. Während Amachers Teamkollege Matthias Güntner für die zwischenzeitliche 9:8-Führung sorgte, taute der RSV sukzessive auf, um innerhalb von drei Minuten – durch einen 8:0-Lauf – auf 9:16 (7. Min) zu erhöhen. Ein 7-Punkte-Vorsprung, mit dem die Mittelhessen auch zur ersten Viertelpause rollten.

„Ich bin super zufrieden mit dem Spiel. Wir haben uns vorgenommen, solange wie möglich dagegen zu halten, was wir, bis auf eine kurze Phase im dritten Viertel, auch durchgehalten haben.“ – Headcoach Sven Eckhardt

Auch in den zweiten zehn Minuten ließen sich die Dickhäuter nicht die Butter vom Brot nehmen. Bis auf fünf Punkte reduzierten die Wiesbadener den Rückstand (27:32, 16 Min.), um gegen Ende des Viertels sieben Punkte in Folge vom bis dato blass gebliebenen Japaner Hiroaki Kozai zu kassieren. Ein weiterer Korberfolg vom Wetzlarer Nationalspieler Jan Gans mit der Pausensirene, sorgte für den 29:40-Halbzeitstand.

„Wir haben dann sogar das vierte Viertel gewonnen, womit ich nicht wirklich gerechnet hatte.“ – Headcoach Sven Eckhardt

Nach der Pause präsentierte sich der Gast aus Mittelhessen galliger. Ein schneller 6:0-Run zu Beginn des Viertels (29:46, 24. Min.) sowie eine aufgerückte RSV-Verteidigung sorgte für die Vorentscheidung in der Sporthalle Klarenthal. Trotz 22-Punkte Rückstand vor den letzten zehn Minuten (40:62) steckten die Rhinozerosse nicht auf.

„Ich muss meiner Mannschaft ein ganz großes Lob aussprechen. Wir haben klasse als Mannschaft zusammengespielt und haben auch die mentale Stärke an den Tag gelegt, die wir in den letzten Partien nicht unbedingt so hatten.“ – Headcoach Sven Eckhardt

War das dritte Viertel noch von schnellen Abschlüssen und einigen Turnovers geprägt, unterstrichen die Rhinos ihre aufstrebende Form. Alle Athleten kamen auf ihre Minuten, hängten sich rein und hielten sich an die von Headcoach Sven Eckhardt ausgegebene Marschroute. Ergebnis dessen: Eine resoluten Verteidigungsarbeit der Kurstädter, die dem Serienmeister in den letzten zehn Minuten magere 7 Pünktchen gestattete. Positive Bausteine, auf die sich, trotz 51:69-Niederlage gegen den Favoriten, in den kommenden Tagen und Wochen aufbauen lässt.

Statistik

Viertelergebnisse:  17:24 | 12:16 | 11:22 | 11:7
Scorer:  Güntner (13), Amacher (13), Hopp (13), Malsy (4), Mohnen (4), Spitz (2), Schorp (2), Beissert, Mayer
Trefferquote: Wiesbaden (41% | 23/56) – Wetzlar (43% | 30/36)
Rebounds & Turnovers: Wiesbaden (31 | 10) – Wetzlar (43 | 3)

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!