Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben: Zu festen Zeiten werden die Poller im Boden versenkt, im normalen Alltag versperren sie den Weg und hindern am weiterfahren.

München, Köln, Düsseldorf: In anderen Städten sind versenkbare Poller gang und gebe. Nicht verrückter und nicht durch jedermann ohne weiteres zu bedienen, schützen sie Fußgängerbereiche vor unbefugtem Befahren. Seit längerem Thema, geht das das Pilotprojekt für versenkbare Poller jetzt in die nächste Phase. Das Verkehrsdezernat befragt die Bewohner und Anwohner und bietet Betroffene ab sofort und bis Ende März ihre Wünsche für die geplanten Standorte Coulinstraße/ Michelsberg und Rheinstraße/ Kirchgasse unter dein.wiesbaden.de/ mitzuteilen.

„Im Bürgerbeteiligungsverfahren fragen wir ab, in welchem Umfang bei den Nutzerinnen und Nutzern der Fußgängerzone der Bedarf besteht, außerhalb der Öffnungszeiten einzufahren. Im Anschluss werden der Bedarf geprüft und Einfahrtsberechtigungen erteilt.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent

Durch die versenkbaren Durchfahrtsperren werden Fußgängerbereiche vor unbefugtem Fahrzeugverkehr geschützt werden. Zu bestimmten Zeiten werden sie versenkt und die Zufahrt freigeben, beispielsweise für die Belieferung der Geschäfte und der Anwohner mit Waren und Paketen. In der Regel soll die Anlieferung werktags zwischen 6:00 und 11:00 Uhr erfolgen. In der übrigen Zeit sind die Poller oben. Anlieferungen mit der Sackkarre sind jederzeit möglich; ebenso wie das Befahren mit Lastenrädern in den Abschnitten, in denen der Radverkehr zugelassen ist, also in den Quer- und Längsstraßen zur Kirchgasse und Langgasse.

„Die versenkbaren Poller sollen künftig dafür sorgen, dass weniger Fahrzeuge die Fußgängerzone befahren und damit die Fußgänger besser geschützt sind.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent

Je nach Ausführung dienen die hochgefahrenen Poller außerdem der Gefahrenabwehr. In dem ausgefahrenen Zustand können sie schwere, schnell fahrende LKW mit zerstörerischen Absichten aufhalten. Poller dieser Art sind für den Standort an der Kirchgasse/Rheinstraße vorgesehen. In einer digitalen Leitzentrale laufen alle Informationen über die Poller-Bewegungen zusammen, Zufahrtsberechtigungen werden vergeben und verwaltet.

Ausblick

Das Pilotprojekt an drei Standorten – Klingholzstraße/Bahnhofsplatz, Kirchgasse/Rheinstraße und Coulinstraße/Michelsberg – soll Erkenntnisse über Steuerungsmöglichkeiten und Poller-Technik bringen, um eine Erweiterung an über 30 Standorten vorzubereiten.

Zeitplan

Nachdem die versenkbaren Poller 2018 in das Konzept der Terrorabwehr Fußgängerzone aufgenommen wurden und sich 2019 in das Konzept der Stadtlogistik wiederfinden, wurde 2020 der Beschluss zu Einrichtung versenkbarer Barrieren gefasst. Im November 2021 wurde der Projektauftakt gefeiert. Seit Januar ist die technische Koordination im Gange – und bis Ende März läuft das Bürgerbeteiligungsverfahren. Im September soll die Planung abgeschlossen sein. Der Bau ist bis Ende 2023 geplant.

Eine Übersicht zum Projekt finden Sie auch im Flyer, der hier zum Download zur Verfügung steht.

Bild oben @2022 Pixabay /bearbeitet Wiesbaden lebt!

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Das Bürgerbeteiligungsverfahren versenkbare Poller finden Sie unter dein.wiesbaden.de.

 

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